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Sport

Manchester City laut Medien in 114 Finanzverstößen schuldig gesprochen

Manchester City wurde britischen Medienberichten zufolge in 114 von 115 Fällen von Verstößen gegen die Finanzregularien der Premier League für schuldig befunden. Dem Verein drohen drakonische Strafen wie Punktabzüge und Titelentzüge. Der Club widerspricht den Vorwürfen vehement und verweist auf ein noch laufendes Verfahren.

Die von der englischen Premier League eigens eingesetzte Kommission hat nach übereinstimmenden Medienberichten ihr Urteil gefällt. Wie unter anderem das Onlinemagazin The Athletic und die BBC berichten, soll der Spitzenclub wegen eines massiven Verstoßes gegen Finanzvorschriften in 114 von insgesamt 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen worden sein. Ein offizielles Strafmaß hat das Gremium bislang jedoch noch nicht verkündet.

Die Anklagepunkte und der Zeitraum von 2009 bis 2018

Im Zentrum des Verfahrens stehen mögliche Vergehen aus den Jahren 2009 bis 2018. In genau diesen Zeitraum fallen drei englische Meistertitel des Vereins in der Premier League. Im Jahr 2009 hatte Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus der Herrscherfamilie des Emirats Abu Dhabi die Anteile am Club übernommen.

Die Vorwürfe, die der Club stets zurückgewiesen hat, umfassen ein breites Spektrum an wirtschaftlichen Unregelmäßigkeiten. Laut Berichten der Neuen Zürcher Zeitung reichen diese von falschen Angaben zu den Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis hin zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter.

Drohende Sanktionen und Reaktionen aus der Vereinsführung

Sollten sich die Berichte über das Schuldspruch-Verfahren bestätigen, stehen dem Champions-League-Sieger von 2023 diverse Sanktionen bevor. Dem Club bliebe im Falle einer Verurteilung noch der Weg einer Beschwerde.

Medienberichten zufolge wird Manchester City für schuldig befunden – Vereinsboss widerspricht
Foto: lomazoma.com

Die Vereinsführung reagierte umgehend auf die Medienberichte und betonte, dass der Prozess noch lange nicht abgeschlossen sei.

„Das Verfahren ist noch lange nicht abgeschlossen, und unser Vertrauen und unsere Entschlossenheit, die Unschuld des Vereins zu beweisen, sind nach wie vor ungebrochen. Während manche vorschnell ihre eigenen Schlüsse gezogen haben und viel Lärm um uns herum kursiert, hat sich nichts geändert. Wir haben schon früher gemeinsam Herausforderungen gemeistert und sind als Sieger hervorgegangen.“

Auch ein Sprecher des Vereins äußerte sich gegenüber The Athletic und unterstrich den vertraulichen Charakter des anhaltenden Prozesses, bei dem noch wesentliche Schritte zu absolvieren seien.

Ein historischer Vergleich zum UEFA-Verfahren von 2014

Für den englischen Pokalsieger ist es nicht die erste Auseinandersetzung dieser Art. Bereits im Jahr 2014 war der Verein von der UEFA wegen Verstößen gegen das „Financial Fairplay angeklagt worden. Damals ging es unter anderem um den Vorwurf verdeckter Zuwendungen aus Abu Dhabi durch überhöhte Sponsorengelder.

Manchester City laut Medien in 114 Finanzverstößen schuldig gesprochen
Foto: FOCUS online

Im Jahr 2020 verhängte die UEFA daraufhin eine zweijährige Sperre für die Champions League. Manchester City zog jedoch vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS, der das Urteil drastisch änderte: Die Sperre wurde in eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro umgewandelt. Der CAS stützte seine damalige Entscheidung allerdings darauf, dass zahlreiche Vorwürfe bereits verjährt waren, weshalb keine inhaltliche Prüfung stattgefunden hatte. Im Gegensatz dazu sehen die Regeln der Premier League keine Verjährungsfrist für solche Verstöße vor.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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