Der israelische Stürmer Sayed Abu Farkhi sah am 24. September 2026 im Nations-League-Spiel gegen Österreich eine umstrittene Gelb-Rote Karte. Nach seinem Kopfballtreffer zum Ausgleich in Linz simulierte der 20-Jährige einen Gewehrschuss an der Eckfahne, was den Schiedsrichter zu einem Platzverweis veranlasste.
Es lief die 55. Minute in der Partie zwischen Österreich und Israel, als das Geschehen in Linz eine unerwartete Wendung nahm. Das ÖFB-Team führte im Auftaktspiel der Nations League mit 1:0, ehe ein abgefälschter Ball den israelischen Angreifer Sayed Abu Farkhi fand, der soliden einköpfte. Was als normaler Torjubel vor den eigenen Fans begann, mündete wenige Augenblicke später in einem Platzverweis, der für heftige Diskussionen sorgt.
Eckfahnen-Jubel und die Folgen in Linz
Nach seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich drehte der Pflichtspiel-Debütant sofort ab, lief zur Eckfahne und rupfte diese aus dem Rasen. Den Fahnenstock nutzte der 20-Jährige anschließend für eine Einlage, die eine Gewehr-Pose simulierte. Der bulgarische Unparteiische Georgi Kabakov zückte daraufhin ohne Umschweife die Gelbe Karte. Da Abu Farkhi bereits vier Minuten zuvor verwarnt worden war, war die Ampelkarte die logische Konsequenz des Schiedsrichters.
Die Berichterstattung über den genauen Auslöser der zweiten Verwarnung unterscheidet sich in den Details der Sportportale. Während einige Beobachter den kontroversen Gestus an der Eckfahne als ausschlaggebend für die Gelbe Karte werteten, wies die weitere Berichterstattung darauf hin, dass die Sanktion formell für das Ausrupfen der Eckfahne ausgesprochen wurde.
Billardqueue oder Schusswaffe: Die Erklärung des Spielers
Nach dem Spiel zeigte sich der Torschütze völlig verständnislos über die Entscheidung des Unparteiischen. Seine Beteuerungen halfen jedoch nichts; er musste das Spielfeld vorzeitig verlassen.

Abu Farchi feiert jedes seiner Tore auf diese Weise, das kann jeder überprüfen.
Ran Ben Shimon, Israel-Trainer, via Watson
Auch auf dem Instagram-Account des Stürmers findet sich ein Beitrag, der diesen speziellen Torjubel dokumentiert.
Vielleicht war es mein Fehler, dass ich ihm nicht gesagt habe, er muss das stoppen. Er muss daraus lernen.
Ran Ben Shimon, Israel-Trainer, via Watson
Der betroffene Spieler selbst versuchte dem Schiedsrichter noch auf dem Rasen zu erklären, dass seine Darbietung keine Schusswaffe darstellen sollte, sondern lediglich einen simulierten Billard-Stoß beziehungsweise die Nutzung der Fahne als Billard-Köö abbildete.
Spielverlauf und die kommenden Partien in Debrecen
Der Platzverweis dezimierte die israelische Auswahl in einer kritischen Phase der Begegnung. In Überzahl drängte die österreichische Mannschaft auf die Entscheidung, wobei das Heimteam kurz vor Schluss noch zwei Treffer erzielte und sich den 3:1-Heimsieg sicherte.

Für das israelische Nationalteam bleibt wenig Zeit, den Vorfall aufzuarbeiten. Bereits am kommenden Sonntag steht die nächste Partie auf dem Programm. Das anstehende Duell gegen Irland ist aufgrund eines langjährigen politischen Konflikts zwischen den beiden Ländern ohnehin als politisch brisant eingestuft. Aus Sicherheitsgründen wurde entschieden, dass irische Fans keine Tickets für das Spiel erhalten, welches im ungarischen Debrecen ausgetragen wird.
Weiterlesen