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USA verhängt Importverbote gegen Kanada nach Paragraf 338

Präsident Donald Trump verschärft den Handelskrieg mit Kanada und stützt sich dabei auf den umstrittenen Paragrafen 338 des Zolltatbestandsgesetzes von 1930. Die am 29. September in Kraft tretenden Importverbote für kanadische Milchprodukte, Spirituosen und Motorräder treffen einen langjährigen Verbündeten und belasten die Wirtschaft massiv.

Die Beziehungen zwischen den USA und ihrem nördlichen Nachbarn stehen vor einer harten Probe. Nachdem Kanada im August mit Zöllen im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar reagiert hatte, konterte die US-Regierung mit direkten Einfuhrverboten. Die Maßnahmen beruhen auf einer historischen Vorschrift, die Ökonomen als Lehrbuchbeispiel für verfehlte Handelspolitik aus der Ära der Großen Depression ansehen.

Die Rückkehr des Smoot-Hawley-Paragrafen und rechtliche Zweifel

Im Zentrum des neuesten Streits steht Paragraf 338 des Tariff Act von 1930, einer von Präsident Herbert Hoover unterzeichneten Gesetzgebung, die historisch mit der Verschärfung der Weltwirtschaftskrise in Verbindung gebracht wird. Die US-Regierung greift zu diesem Mittel, da es schnelle Entscheidungen erlaubt und dem Präsidenten die Handhabe gibt, Produkte komplett aus dem Markt zu drängen.

Kanadische Retaliation und die Folgen für US-Bundesstaaten

Die Eskalation folgte auf eine Welle von Zöllen, die der US-Präsident im August auf kanadische Importe im Wert von 27,6 Milliarden US-Dollar verhängt hatte. Kanadische Zölle von bis zu 50 Prozent treffen nun amerikanische Produkte wie Stahl, Aluminium, Fisch und Molkereiprodukte.

Canadian Prime Minister Mark Carney speaks with members of the media
Foto: bostonherald.com

Besonders grenznahe Regionen spüren die Belastung unmittelbar. Nach Angaben des Idaho Department of Commerce exportiert der US-Bundesstaat Idaho mehr Waren nach Kanada als in seine nächsten sechs Auslandsmärkte zusammen.

Auswirkungen auf den Agrarsektor und die Milchwirtschaft

Kanadische Zölle auf Milch, Rahm und Molke treffen die Agrarwirtschaft schwer. Die Milchwirtschaft in der Region fordert deshalb Stabilität.

Rick Naerebout, CEO der Idaho Dairymen’s Association, sagte, die Industrie wünsche die Fortsetzung des United States-Mexico-Canada Agreement im Rahmen der USMCA, da Kanada der zweitwichtigste Handelspartner der US-Milchindustrie ist.

Politische Verhärtung und langfristige Aussichten

Neben den Zöllen dehnt die US-Regierung den Druck auf das Beschaffungswesen aus. Präsident Trump wies die General Services Administration an, kanadische Produkte von großen langfristigen Bundesaufträgen auszuschließen, bis Ottawa vollständige Gegenseitigkeit gewährt. In Kanada führt dieser Kurs zu einer wachsenden Einigkeit der Bevölkerung hinter Premierminister Carney, während die wirtschaftliche Verflechtung der beiden Nachbarn nachhaltig Schaden nimmt.

Canada is Idaho’s top trade partner, with 39% of all global exports from the state heading north
Foto: idahostatesman.com
Trump makes it clear US won’t tolerate Canada’s retaliatory tariffs amid trade war
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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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