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Switzerland BANS Swiss Cross on Imported Products

Der Schweizer Ständerat hat sich mit einer deutlichen Mehrheit von 32 zu 5 Stimmen für ein Verbot des Schweizerkreuzes auf Importprodukten ausgesprochen. Die am Donnerstag, 24. September 2026, getroffene Entscheidung richtet sich gegen die Praxis des Instituts für Geistiges Eigentum und sorgt bei KMUs für Erleichterung.

In Bern fiel eine Entscheidung mit Signalwirkung: Der Ständerat hat sich am Donnerstag, 24. September 2026, mit einer deutlichen Mehrheit von 32 zu 5 Stimmen gegen die Praxis des Instituts für Geistiges Eigentum gestellt. Die kleine Parlamentskammer nahm den Vorstoss von Mitte-Ständerat und Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands Fabio Regazzi an. Künftig soll das Schweizerkreuz auf importierten Produkten nicht mehr verwendet werden dürfen.

Streit um die Praxis des Instituts für Geistiges Eigentum

Der Zoff um das Nationalsymbol schwelt bereits seit Jahren. Auslöser war eine Änderung des Instituts für Geistiges Eigentum im März, die seine langjährige Praxis anpasste. Seitdem dürfen auch Waren das Schweizerkreuz tragen, wenn sie in der Schweiz lediglich entwickelt, aber komplett im Ausland produziert wurden. Massgeblich ist dabei die Wertschöpfung: Mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten müssen in der Schweiz anfallen.

Diese Änderung stürzte Unternehmer in Aufruhr. Fabio Regazzi kritisierte im August, die Regelung setze das falsche Signal und ermutige Unternehmen dazu, Arbeitsplätze und Wertschöpfung ins Ausland zu verlagern. Nach der Abstimmung zeigte sich der Gewerbeverbandspräsident sichtlich erleichtert und betonte erneut: Wo Schweiz draufsteht, muss auch Schweiz drin sein.

Gegensätzliche Reaktionen von On und Schweizer KMUs

Auf Anfrage schoss der Sportartikelhersteller On zurück und verteidigte den Einsatz des Symbols. Das Unternehmen betont die lokale Wertschöpfung in Zürich, wo über 1300 Mitarbeitende beschäftigt sind, davon mehr als 400 in Forschung, Entwicklung und Design. Das Schweizerkreuz steht für die enorme Wertschöpfung, die hier in Zürich stattfindet, erklärte das Unternehmen. On hofft nun auf den Nationalrat und betraut den Gesetzgeber mit der Erwartung sachgerechter Entscheidungen für den Wirtschaftsstandort.

Bei der Konkurrenz stösst diese Haltung auf scharfe Kritik. Roberto Martullo, Inhaber und CEO der Traditionsmarke Künzli aus Windisch AG, zeigte sich überrascht von der Deutlichkeit des Ständeratsentscheids. Er betonte, dass seine Marke trotz einer Produktionsstätte in Portugal dort gefertigte Schuhe nicht mit dem Schweizerkreuz versieht und die Praxis nicht geändert hat. Über den Streitverursacher sagte er: On schaut nur auf die eigenen Interessen und schadet der Schweiz und auch allen KMU, die hier produzieren.

Sorge um heimische Arbeitsplätze und der Blick auf den Nationalrat

Auch Claudio Minder, Co-CEO der Schuhmarke Kybun-Joya, begrüsste den Entscheid nach Gegenwind vom Bundesrat vor rund zwei Wochen. Das Rennen sei jedoch noch nicht gelaufen.

Switzerland BANS Swiss Cross on Imported Products

Die Mehrkosten können wir nicht tragen, wenn andere im Ausland für viel, viel weniger produzieren können.

Claudio Minder, Co-CEO Kybun-Joya

Kybun-Joya sah sich in diesem Jahr selbst gezwungen, die Wanderschuhproduktion nach Italien zu verlagern. Minder appellierte an die Politik, zum Schweizerkreuz zu stehen, um weiterhin Anreize für den Aufbau und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz zu erhalten.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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