Ein iranisches Gericht hat Serkan Eren, den Gründer der Stuttgarter Hilfsorganisation STELP, zu zehn Jahren Haft verurteilt. Dies teilte die Organisation unter Berufung auf Erens Rechtsbeistand mit. Der 42-Jährige war im Juni 2025 in den Iran gereist, um Spenden zu verteilen, und befindet sich seither in Gewahrsam.
Verurteilung von Serkan Eren
Die Verurteilung von Serkan Eren hat eine Welle der Bestürzung und der öffentlichen Solidarität ausgelöst. Nach Angaben von der Hilfsorganisation STELP warf das Gericht dem Gründer vor, Kontakt zu einem Staat unterhalten zu haben, den die iranische Regierung als feindlich einstuft. Die Entscheidung sei schockierend, teilte STELP mit. Für seine humanitäre Arbeit war Eren im Jahr 2023 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.
Türkische Staatsangehörigkeit und Behördenzuständigkeit
Eine Bestätigung des Urteils durch türkische oder iranische Behörden liegt bisher nicht vor. Eren ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Nach Angaben von Stelp ist er türkischer Staatsangehöriger. Deshalb sind in dem Fall die türkischen und nicht die deutschen Behörden zuständig. Die Organisation erklärte, Eren sei im Juni in den Iran gereist, um Menschen in Not zu unterstützen. Dort sei er in Gewahrsam genommen worden. Viele Fragen zu Erens Lage im Iran bleiben offen. Stelp und Hildebrand wollten auf dpa-Anfrage zum Schutz von Eren keine weiteren Informationen öffentlich machen. Eren wurde in der Vergangenheit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. An der offiziellen Zuständigkeit deutscher Behörden ändert das nach den vorliegenden Angaben nichts.
Reaktionen von Weggefährten und Prominenten auf Instagram
Reaktionen von Weggefährten und Prominenten auf Instagram
Über die sozialen Medien bekundeten zahlreiche Personen ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung für den inhaftierten Stuttgarter. Mehr als 1.300 Nutzerinnen und Nutzer kommentierten den entsprechenden Beitrag von STELP auf Instagram. Viele äußerten Unverständnis über das Urteil und Mitgefühl mit Erens Angehörigen. Zu den Unterstützern zählt auch der frühere VfB-Torwart Timo Hildebrand. Er sagte der „Stuttgarter Zeitung“, die Nachricht sei für ihn als engen Freund „einfach nur schlimmund ein Schock. Zehn Jahre in einem iranischen Gefängnis wolle sich niemand ausmalen.
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Hildebrand wandte sich zudem direkt via Instagram an seinen Freund und schrieb dort auf einem Instagram-Beitrag von Stelp: „Lieb dich Bruder.“ Auch prominente Musiker und Kreative schlossen sich den Solidaritätsbekundungen an. Rapper Kool Savas schrieb: „Wir denken an dich und lieben dich Bruder.“ Der Musiker Max Herre, gebürtiger Stuttgarter, kommentierte: „Unsere Gedanken sind bei dir und Gulia und eurer Familie. Nur Liebe. Auch Musikerin Miva, Musiker und Unternehmer Fynn Kliemann sowie Influencer und Tierschützer Malte Zierden zeigten Solidarität.
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Zuständigkeiten und offene Fragen zur diplomatischen Lage
Zuständigkeiten und offene Fragen zur diplomatischen Lage
Obwohl Serkan Eren in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, besitzt er nach Angaben von Stelp die türkische Staatsangehörigkeit. Deshalb sind in dem Fall die türkischen und nicht die deutschen Behörden zuständig. Die Organisation erklärte, Eren sei im Juni in den Iran gereist, um Menschen in Not zu unterstützen. Dort sei er in Gewahrsam genommen worden. Viele Fragen zu Erens Lage im Iran bleiben offen. Stelp und Hildebrand wollten auf dpa-Anfrage zum Schutz von Eren keine weiteren Informationen öffentlich machen.

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