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Welt

Donald Trump prüft Diesel-Ausfuhrverbot gegen steigende Energiepreise

Angesichts Rekordpreise für Diesel und Benzin in den USA prüft die Regierung von US-Präsident Donald Trump ein Ausfuhrverbot für Diesel. Während betroffene Landwirte und Politiker im Vorfeld der Kongresswahlen Sofortmaßnahmen fordern, warnen Industrie- und Energieverbände vor katastrophalen Folgen für den Welthandel und steigenden Kosten für Verbündete.

US-Präsident Donald Trump in New York

Die US-amerikanischen Energiepreise stehen im September 2026 im Zentrum einer hitzigen innenpolitischen Debatte. Am Dienstag äußerte sich US-Präsident Donald Trump in New York am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen positiv zu einem möglichen Exportverbot für Diesel. Der Schritt soll den stark gestiegenen Kraftstoffkosten entgegenwirken, die Familien, Spediteure und Landwirte im ganzen Land belasten.

Automobilclub AAA und der historische Höchststand von 6,52 bis 6,53 US-Dollar

Die nationale Durchschnittspreis für eine Gallone Diesel erreichte nach Angaben des Automobilclubs AAA einen historischen Höchststand von 6,52 bis 6,53 US-Dollar. Vor einem Jahr lag der Preis noch deutlich niedriger, was bedeutet, dass der Preis über 75% höher ist als ein Jahr zuvor. In Bundesstaaten wie Kalifornien kletterten die Kosten auf 8,44 US-Dollar pro Gallone. Als Haupttreiber für diese Entwicklung gelten die Kriege in der Ukraine und im Iran beziehungsweise im Nahen Osten, die globale Raffineriekapazitäten massiv eingeschränkt und wichtige Ausfuhren aus den größten Produzenten wie Russland, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gedrosselt haben. Zusätzlich haben Angriffe auf russische Raffinerien dazu geführt, dass Moskau die Ausfuhren von Dieselöl einschränken beziehungsweise stoppen musste, während Trump am Sonntag auf Social Media anmerkte, dass Russland bedauerlicherweise die Kontrolle über seine Dieseloilindustrie verloren habe und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufforderte, Angriffe auf russische Raffinerien zu pausieren.

US Treasury Secretary Scott Bessent

Donald Trump und US Treasury Secretary Scott Bessent äußerten sich während des Treffens im Rahmen der United Nations General Assembly in New York City zu den internen Prüfungen und der politischen Dringlichkeit. Trump erklärte vor Reportern, er habe das ebenfalls gefordert, gesagt, man solle den Diesel nicht ausführen, da man viel Diesel herstelle, und er habe das bei seinen Leuten eingefordert, und fügte hinzu, dass die Entscheidung bald so oder so getroffen werden solle. Er merkte zudem an, dass ein solches Vorgehen einen leichten Effekt auf normales Autobenzin haben könnte, es sich jedoch um einen Balanceakt handele.

Donald Trump prüft Diesel-Ausfuhrverbot gegen steigende Energiepreise
Photo: gizmodo.com
Trump Weighs Diesel Export Ban as Fuel Prices Soar
Photo: WSJ

US Treasury Secretary Scott Bessent, der den Präsidenten bei dem Treffen begleitete, ergänzte die offiziellen Ausführungen der Regierung und erklärte, man prüfe, ob dies im Hinblick auf die gesamte Raffineriekapazität machbar sei und ob ein vollständiges oder teilweises Verbot funktionieren würde. Die Debatte findet vor dem Hintergrund der anstehenden November-Midterm-Elections am 3. November 2026 statt, bei denen Republikaniker versuchen, ihre Majorities in both chambers of Congress zu verteidigen. Hohe Kraftstoffpreise gelten dabei als politische Vulnerabilität für die Partei.

Im Vorfeld hatten zahlreiche prominente Politiker, republikanische Senatskandidaten in den competitive midterm races sowie Kongressabgeordnete und Senatoren wie US Senator Dan Sullivan aus Alaska und US Senator Chuck Grassley aus Iowa die Administration dazu gedrängt, ein Exportverbot umzusetzen, um die hohen Kosten für Betroffene wie Landwirte und Trucker zu lindern.

Chuck Grassley Calls On President Trump To Temporarily Ban Diesel Exports Amid Soaring Prices
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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