Gesundheitsbehörden und Forscher dokumentieren umfassende Daten zu suizidalen Gedanken und Verhaltensweisen bei Erwachsenen im Zeitraum von 2015 bis 2019. Parallel dazu analysieren aktuelle Studien neurobiologische Grundlagen und untersuchen Ursachen sowie Therapien für Depressionen und suizidales Verhalten bei Jugendlichen.
Prävalenz suizidaler Gedanken und Verhaltensweisen in den Vereinigten Staaten
Im Zeitraum von 2015 bis 2019 berichteten laut Daten des US-amerikanischen Zentrums für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) jährlich im Durchschnitt rund 10,6 Millionen Erwachsene in den Vereinigten Staaten über suizidale Gedanken im vergangenen Jahr. Dies entspricht etwa 4,3 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Etwa 3,1 Millionen Erwachsene (1,3 Prozent der erwachsenen Bevölkerung) hatten konkrete Suizidpläne gefasst, und ungefähr 1,4 Million Personen (0,6 Prozent der erwachsenen Bevölkerung) unternahmen einen Suizidversuch. Laut dem CDC berichteten dabei etwa 5,7 million adult females und 4,9 million adult males (bzw. nach CDC-Angaben 4,5% der erwachsenen weiblichen und 4,1% der erwachsenen männlichen Bevölkerung) über ernsthafte Gedanken an Selbsttötung im vergangenen Jahr. Die Prävalenz suizidaler Gedanken bei Frauen reichte von 4,2% im Süden bis 4,9% im mittleren Westen, während sie bei Männern von 3,7% im Nordosten bis 4,8% im Westen reichte; zudem reichte die geschätzte Prävalenz suizidaler Gedanken für Erwachsene im Alter von 18 Jahren und älter von 3,3% in New Jersey bis 6,9% in Utah. Laut den CDC-Daten reichten die geschätzten Raten von Erwachsenen, die im vergangenen Jahr Suizidpläne gefasst hatten, von 0,8% in New Jersey und Connecticut bis 2,3% in Alaska. Darüber hinaus hatten im Zeitraum 2015–2019 schätzungsweise 6,5 Millionen Personen im Alter von 18–39 Jahren in den Vereinigten Staaten (6,9% der Erwachsenen in dieser Altersgruppe) suizidale Gedanken im vergangenen Jahr, wobei die Prävalenz in dieser Altersgruppe von 6,5% im Süden bis 7,5% im mittleren Westen reichte.
Die Auswertung zeigt deutliche demografische Unterschiede. Frauen berichteten häufiger über suizidale Gedanken als Männer, und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 39 Jahren waren stärker betroffen als Personen ab 40 Jahren. Zudem variierten die Raten je nach Bildungsstand und Wohnort; so wiesen Personen mit einem Hochschulabschluss geringere Prävalenzen auf als Personen ohne entsprechenden Abschluss.
Neuronale Korrelate und neurobiologische Forschung bei Jugendlichen
Um die biologischen Grundlagen besser zu verstehen, untersuchen Forscher im Bereich der Magnetresonanztomographie (MRI) strukturelle und funktionelle Veränderungen im Gehirn von Jugendlichen mit suizidalen Gedanken und Verhaltensweisen sowie nicht-suizidaler Selbstverletzung (NSSI). Die wissenschaftliche Literatursammlung verzeichnet in diesem Bereich eine verstärkte Forschungsaktivität in den vergangenen Jahren; laut dem PMC-Review wurden 63% der STB-Artikel und 45% der NSSI-Artikel in den vorherigen 3 Jahren veröffentlicht.
Strukturelle bildgebende Verfahren weisen auf ein reduziertes Volumen im ventralen präfrontalen und orbitofrontalen Kortex bei Jugendlichen mit suizidalen Gedanken hin, während funktionelle Analysen eine gedämpfte striatale Aktivierung sowie veränderte frontolimbische Netzwerke zeigen. Diese biologischen Diathesen können in Kombination mit akuten Umweltbelastungen das Risiko für selbstverletzendes Verhalten erhöhen. Das PMC-Review führt zu suizidalem und nicht-suizidalem Verhalten aus, dass jüngere Daten zeigen, dass 12,1% der Jugendlichen an Suizid denken und 4,1% einen Versuch unternommen haben, während im Vergleich 15–20% der Jugendlichen über lebenslanges NSSI berichten (wobei NSSI Mädchen unverhältnismäßig stark betrifft).
Klinische Studien zur Erforschung und Behandlung von Depressionen
Zur Vertiefung des Verständnisses von Ursachen und Therapien führt das National Institute of Mental Health (NIMH) klinische Untersuchungen durch. Eine spezifische Studie am Standort Bethesda, Maryland, rekrutiert jugendliche Teilnehmer im Alter von 11 bis 17 Jahren zur Erforschung von Depressionen und Gehirnveränderungen. Laut NIMH lauten die Studien-Identifikatoren: NIMH Protocol Number: 18-M-0037 sowie ClinicalTrials.gov Study Number: 03388606, und als Investigator wird Daniel Pine, M.D. genannt. Interessierte können das Studien-Team unter [email protected] erreichen oder unter der Telefonnummer 301-827-1350 [TTY: 711] anrufen.

Das Studienprogramm umfasst klinische Bewertungen, computergestützte Leistungstests sowie bildgebende Verfahren. Geeignete Teilnehmer können ambulante Behandlungen mit evidenzbasierter Psychotherapie erhalten, wobei Methoden wie die interpersonelle Psychotherapie für Jugendliche (IPT-A) oder kognitive Verhaltenstherapie (CBT) zur Verfügung stehen. Laut NIMH sind alle klinischen Bewertungen, Forschungsaufgaben und Besuche für die Teilnehmer kostenlos, und Transportkosten werden vom NIMH erstattet.
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