Der aktuelle Finanznachrichten zeigt, dass sich Autofahrerinnen und Autofahrer bei Kleinwagenreifen nur auf wenige Modelle in allen Situationen verlassen können. Insgesamt wurden 32 Produkte aus zwei verschiedenen Reifengrößen auf trockener, nasser, schnee- und eisbedeckter Fahrbahn untersucht, wobei neben Fahr- und Bremsprüfungen auch Umweltfaktoren wie Laufleistung, Abrieb und Effizienz in die Bewertung einflossen. Das Fazit für die bei Klein- und Kompaktwagen beliebte Dimension 185/65 R15 fällt dabei ernüchternd aus.
Enttäuschende Ergebnisse beim ADAC Winterreifentest für Kleinwagen
Testsieger und Vorreiter in der Dimension 185/65 R15
An der Spitze des Kleinwagen-Testfelds platzierte sich der Continental WinterContact TS 870 als Testsieger mit einer Gesamtnote von 2,2, der für die Fahrsicherheit die Note 2,0 erhielt. Er lässt sich auf trockener Fahrbahn präzise fahren, bietet selbst auf Nässe hohe Reserven und überzeugte auf Schnee ebenso wie durch eine ordentliche Umweltbilanz. Auf dem zweiten Platz folgte der Michelin Alpin 7 mit einer Gesamtnote von 2,5, der ebenfalls eine gute Fahrsicherheit und einen sehr ausgewogenen Charakter für alle Eventualitäten bietet, im direkten Vergleich jedoch stets etwas hinter dem Continental zurückbleibt.
Schwache Laufleistung bei Kleinwagenreifen im Vergleich zur Mittelklasse
Neben der Fahrsicherheit enttäuschte bei einigen Modellen auch die prognostizierte Laufleistung. Kleinwagenreifen erreichen im Schnitt rund 31.000 Kilometer. Das schwächste Modell in dieser Kategorie, ein Reifen von Bridgestone, kam laut den Ergebnissen auf lediglich 22.000 Kilometer (wobei in einem Bericht von knapp 20.000 Kilometern gesprochen wird).

Zum Vergleich: Die ebenfalls im Rahmen des BR untersuchten Reifen für Mittelklassewagen in der Dimension 225/50 R17 weisen eine deutlich höhere erwartbare Laufleistung von im Schnitt über 45.000 Kilometern auf. In dieser größeren Dimension fiel das Gesamtergebnis gemischter aus: Zwar gab es dort mehrere gute Noten – angeführt vom Testsieger Pirelli Cinturato Winter 3 mit einer Gesamtnote von 2,2 sowie dem Continental TS 870 mit 2,3, dem Goodyear UltraGrip Performance 3 und dem Michelin Alpin 7 –, allerdings wurden auch in der Mittelklasse sechs Reifen als „mangelhaft“ eingestuft.”
Empfehlungen für Autofahrer
Der Mobilitätsclub empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, bei der Wahl des Winterreifens das eigene Fahrprofil und die persönlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Vielfahrer sollten neben der Fahrsicherheit besonders auf eine hohe prognostizierte Fahrleistung und geringen Abrieb achten. Zudem wird geraten, Winterreifen rechtzeitig zu tauschen: Sie sollten nicht älter als acht Jahre sein und vor dem Erreichen einer Profiltiefe von vier Millimetern ersetzt werden, da die Leistungsfähigkeit mit sinkendem Profil nachlässt.