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Gesundheit

Öko-Test findet Pestizide und Acrylamid in Salzstangen und Studentenfutter

Ein aktueller Test von Öko-Test offenbart erhebliche Qualitätsmängel bei Snacks im Handel. Während einige Salzstangen und Studentenfutter mit der Bestnote abschneiden, fallen mehrere bekannte Produkte von Discountern wie Lidl und Aldi durch Pestizidbelastungen, Acrylamid und Keime auf.

Der Griff zum Knabberzeug im Supermarkt ist oft unbedenklich, doch eine Marktuntersuchung zeigt nun gravierende Unterschiede bei der Qualität von beliebten Snacks. Das Verbraucherportal Öko-Test hat sowohl Salzstangen als auch Studentenfutter unter die Lupe genommen und dabei in zahlreichen Produkten problematische Inhaltsstoffe wie Pestizidrückstände, Acrylamid und Verunreinigungen nachgewiesen.

Öko-Test bei Salzstangen: Acrylamid und Pestizide bei Lidl

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Zehn Produkte erhielten zwar die Bestnote „sehr gut, darunter mehrere Bio-Varianten sowie günstige Eigenmarken. Sie zeigen unauffällige Acrylamidwerte und kaum Rückstände. Problematisch gestaltete sich die Situation jedoch bei rund einem Drittel der getesteten Snacks.

Laut Öko-Test lagen die gemessenen Acrylamidgehalte teils mehr als zur Hälfte über dem Richtwert der EU-Kommission für Cracker. Acrylamid entsteht beim starken Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel und hat sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen. In sechs Fällen zog das Magazin jeweils zwei Noten ab. Zu den Verlierern gehören laut dem Bericht unter anderem die Snack Day Salzstangen von Lidl, bei denen Spuren von zwei Pestiziden nachgewiesen wurden und auch der Acrylamid-Wert erhöht war. Auch Mehrfachrückstände bewertet Öko-Test kritisch, da mögliche Wechselwirkungen bislang nicht ausreichend erforscht sind.

Beliebtes Studentenfutter von Aldi Süd fällt mit „ungenügend“ durch”

Das Öko-Test hat 29 Studentenfutter aus Supermärkten, Bio-Märkten, Discountern und Drogerien in Deutschland untersucht, wobei die Preise umgerechnet auf 200 Gramm zwischen 1,69 und 4,99 Euro (1,60 bis 4,70 Franken) lagen. Das Produkt Farmer Naturals Studentenfutter Classic von Aldi Süd fiel dagegen mit der Note ungenügend durch. Das beauftragte Labor fand darin neun verschiedene Pestizide.

Pestizide im Snack? Diese Salzstangen fallen bei Öko-Test durch

Darunter befanden sich sechs Wirkstoffe, die laut Echo24 Öko-Test als besonders bedenklich einstuft. Vier dieser Substanzen lagen in Mengen vor, die zu zusätzlichen Noten abwertenden Notenabzügen führten, berichtet Echo24. Studentenfutter besteht typischerweise aus einer Mischung aus Nüssen und Trockenfrüchten. Im Aldi-Produkt wies das Labor zudem ein PFAS-Pestizid nach – solche „Ewigkeitschemikalien“, die sich nur sehr langsam abbauen und in Umwelt und Körper anreichern können, berichtet Chip. Neben den Pestiziden wurden in dem Aldi-Studentenfutter auch erhöhte Mengen an Enterobakterien nachgewiesen, wobei der gemessene Wert den im Test herangezogenen Richtwert überschritt und laut Öko-Test auf Schwachstellen bei der Hygiene hinweisen kann. Zudem fand das Labor in einem Bio-Produkt aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die krebserregende Verbindungen enthalten können, weshalb auch dieses Bio-Studentenfutter mit der Note „ungenügenddurchfiel, berichtet Öko-Test.

Gegenüberstellung: Spitzenreiter und Verlierer im Snack-Test

Während Produkte wie das Aldi-Studentenfutter durchfielen und mit ungenügend bewertet wurden, gab es im selben Testsegment auch positive Ausnahmen. Das Alesto Selection Studentenfutter Classic von Lidl erhielt im Test die Note „sehr gut“ und kostete zum Testzeitpunkt 2,29 Euro pro 200 Gramm. Insgesamt sechs der 29 getesteten Studentenfutter erhielten die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“, während auf der anderen Seite sechs Produkte die Bestnote „sehr guterreichten, darunter vier Bio-Mischungen und zwei konventionelle Produkte, berichtet ZDFheute. Das Labor untersuchte die Produkte unter anderem auf Pestizide, Mineralölbestandteile, Blausäure und das Schimmelpilzgift Ochratoxin A.”””

Beliebter Snack im Öko-Test

Bei den Salzstangen zeigten sich ähnliche Gegensätze: Alle vier getesteten Bio-Varianten schnitten unauffällig ab und erhielten Bestnoten, während konventionelle Markenprodukte durch Pestizid-Mehrfachrückstände und erhöhte Acrylamidwerte negativ auffielen.

Öko-Test findet Pestizide und Acrylamid in Salzstangen und Studentenfutter
Photo: https://cordis.europa.eu/article/id/413312-new-materials-remove-organic-pollutants-from-wastewater/de

Aluminiumspuren und der Salzgehalt in Salzstangen

Ein weiterer Untersuchunggegenstand bei Salzstangen war das Element Aluminium. Da Laugengebäck vor dem Backen in Natronlauge getaucht wird, kann Metall auf das Produkt übergehen, wenn die Teiglinge mit aluminiumhaltigen Blechen in Kontakt kommen. Kritiker äußerten vereinzelt auch Bedenken an Zusatzstoffen wie Carboxymethylcellulose (CMC), die als Stabilisator eingesetzt wird, während Tierstudien bei hoher Dosierung mögliche Auswirkungen auf die Darmflora zeigen, wobei mehrere Produkte gänzlich ohne solche Stoffe auskommen.

Ernährungsphysiologisch punkten Salzstangen zwar dadurch, dass sie fettärmer als Chips sind, jedoch enthalten sie teils viel Salz. Zudem zeigt der Test, dass Salzstangen zwar als harmloser Snack gelten, aber ein aktueller Test von 19 Produkten zeigt, dass nicht alle unbedenklich sind, da vor allem Acrylamid und Pestizidrückstände für Abwertungen sorgen.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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