Hertha BSC bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga nach einem 2:1-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden an der Tabellenspitze. Vor 29.122 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion drehte Jon Dagur Thorsteinsson mit zwei Toren am 21. September 2026 die frühe Führung der Gastgeber. Sechs Spiele, sechs Siege: Hertha BSC hat den perfekten Start in die Saison der 2. Bundesliga fortgesetzt. Bei Dynamo Dresden gewannen die Berliner am Samstagabend mit 2:1 und holten sich damit die Tabellenspitze vom 1. FC Nürnberg (16 Punkte) zurück, während sie die optimale Ausbeute von 18 Punkten auf dem Konto haben. Für die Gastgeber im Rudolf-Harbig-Stadion war es ein Abend der vergebenen Chancen und schwindenden Kräfte, während die Gäste ihre Effizienz ausnutzten. Dresden hat weiterhin nur einen Sieg auf dem Konto und bleibt mit vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sicherheitsvorkehrungen und spärlich gefüllter Gästeblock in Dresden
Doppelpacker Thorsteinsson: Herthas Siegesserie setzt auch in Dresden fort
Das Aufeinandertreffen stand unter strenger Beobachtung. Knapp fünf Monate nach dem Skandalspiel vom 4. April 2026, bei dem es im Rudolf-Harbig-Stadion zu massivem Krawall und Chaos mit Pyro auf den Tribünen, Jagdszenen auf dem Platz, Raketenschüssen in die Menge und 17 Verletzten gekommen war — ausgelöst durch einen Platzsturm von Hertha-Fans wegen einer geklauten Zaunfahne —, hatte die Polizei ein Großaufgebot zusammengezogen. Um Krawalle zu verhindern, waren große Pufferzonen neben dem Gästeblock eingerichtet worden. Der Gästeblock blieb sehr spärlich gefüllt und durfte nur zur Hälfte ausgelastet werden, da die aktive Hertha-Fanszene zum Boykott aufgerufen hatte und sich dort nur etwa 7.000 Hertha-Fans einfanden. Vor 29.122 Zuschauern blieben Krawall und Chaos vor dem Spiel und während der Partie jedoch aus, sodass sich alle Beteiligten auf das Sportliche konzentrieren konnten. Dynamo-Startelfdebütanten sorgen für den ersten Treffer
Herthas unheimliche Siegesserie hält auch in Dresden
Dynamo-Trainer Thomas Stamm sorgte vor dem Anpfiff für gleich drei Zweitliga-Startelfdebüts und ging mit drei Änderungen in die Partie; im Vergleich zum 2:2 bei Eintracht Braunschweig begannen die Startelfdebütanten Simon Straudi, Patrice Covic und Till Neininger — letzterer absolvierte sein erstes Spiel für die Dresdner. Hertha-Trainer Stefan Leitl konnte wieder auf Paul Seguin nach dessen Gelb-Rot-Sperre setzen, während sich ansonsten gegenüber dem 3:1-Sieg beim VfL Osnabrück nichts veränderte. Hertha BSC trat in der Aufstellung Gersbeck – Pedersen, Kolbe, Gechter, Eitschberger – Sessa, Seguin – Brekalo, Adewumi, Thorsteinsson – Grönning an. Dynamo Dresden spielte mit Schreiber – Rossipal, Muhamedbegovic, Neininger, Straudi – Hauptmann, Rapp, Wagner – Bobzien, Vermeij, Covic. Nach intensiven Zweikämpfen in einer Anfangsphase, in der Dynamo hoch und kompakt stand und Hertha anstieß, brachte ausgerechnet der gebürtige Berliner Patrice Covic in der 10. Minute gegen dessen Ex-Klub die Gastgeber in Führung. Covic trieb den Ball über rechts, spielte einen Doppelpass mit Vincent Vermeij, erhielt den Ball zurück und traf aus 15 bzw. zwölf Metern flach ins rechte Eck, leicht abgefälscht von Marc Oliver Gechter, sodass Torhüter Tim Gersbeck chancenlos war. Covic ist der Sohn von Ante Covic, einer Hertha-Klublegende, der aktuell als U19-Coach bei den Berlinern arbeitet. Hertha tat sich offensiv schwer, da Dresden aggressiv presste und viele Zweikämpfe gewann, während die Berliner im letzten Drittel zu unpräzise blieben. In der 29. Kurz vor der Pause rettete Straudi gegen Grönning vor der Linie, während Schreiber einen satten Volley von Oluwaseun Adewumi parierte. Nach drei Minuten Nachspielzeit ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen. Das Spiel blieb intensiv, und die Berliner erwischten den besseren Start in den zweiten Durchgang. In der 53. Kurz darauf bejubelten die Gäste die vermeintliche Führung: Vier Minuten nach der Slapstick-Szene machte es Oluwaseun Adewumi per Kopf besser, doch das Tor zählte nicht. Er hatte sich den Ball selbst an die linke Hand geköpft. Bis zum Abpfiff hatte die Hertha Vorteile. Thorsteinsson sichert Hertha den Auswärtssieg in der Schlussphase
Hertha BSC setzt Siegesserie auch in Dresden fort
In der 80. Minute machte Jon Dagur Thorsteinsson mit seinem zweiten Tor alles klar: Sein zweites Tor war hochverdient, womit er die Partie endgültig zugunsten der Gäste drehte. Dynamo war nicht mehr in der Lage zu antworten, und während die Berliner am kommenden Sonntag Greuther Fürth empfangen, bleibt Dresden mit vier Punkten im Tabellenkeller auf dem vorletzten Platz.
