Earl Charles Spencer hat in einem aktuellen Interview die Medienberichterstattung über Prinz Harry und Herzogin Meghan scharf kritisiert. Der Bruder von Prinzessin Diana sieht Parallelen zum medialen Druck auf seine Schwester in den 1990er-Jahren und bezeichnete den Umgang der Boulevardpresse mit dem Paar als krebsartigen Einfluss.
Mediale Parallelen zu Prinzessin Diana
Die anhaltende und intensive Beobachtung des Herzogs und der Herzogin von Sussex durch Boulevardmedien weist nach Ansicht von Earl Charles Spencer erschreckende Ähnlichkeiten zum Schicksal von Prinzessin Diana auf. Diana starb im August 1997 im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall in Paris, während Fotografen sie auf Motorrädern verfolgten. Das Ereignis löste weltweit tiefe Trauer und eine gesellschaftliche Debatte über die Verantwortung der Medien aus.
In einem Interview mit der BBC verglich Spencer die damalige Berichterstattung mit der heutigen Situation von Harry und Meghan, die vor Jahren den Schritt gingen, ihre royalen Pflichten aufzugeben und in die Vereinigten Staaten zu ziehen. Die Sussexes kehrten im August nach Großbritannien zurück (Reuters).
Earl Charles Spencer erklärte im Interview mit der BBC, wenn man sich einen Boulevardungsartikel über Diana oder das erwähnte Paar Harry und Meghan ansehe, könne dieser wirklich sehr, sehr unangenehm sein, und er denke, es sei eine Verpflichtung für die Menschen, aus Dianas Beispiel zu lernen, fügte hinzu, dass er nicht hier sei, um für Harry und Meghan zu sprechen, sondern betonte, dass es für jeden, der auf diese Weise täglich zerstört werde, ein solch krebsartiger Einfluss in dessen Leben sein müsse.
Reaktionen des Buckingham-Palasts und neue Memoiren
Die Äußerungen des Grafen fallen in eine Phase erneuter Spannungen zwischen Mitgliedern der Familie und dem Königshaus. Spencer hat vor der Veröffentlichung seines neuen Buches Swan Song: Diana, My Sister
durch Vorabveröffentlichung in der britischen Presse erhebliche Aufmerksamkeit erregt (Reuters). In dem Buch wirft er König Charles vor, sich in den Stunden nach Dianas Tod in Telefongesprächen giddily elated
(grazil bzw. übermäßig gelöst) geäußert zu haben (Reuters).

Der Buckingham-Palast reagierte auf die im Buch erhobenen Anschuldigungen mit einer offiziellen Erklärung. Ein Sprecher des Palasts teilte mit, dass der König bedenke, dass der Schmerz über den Verlust eines Geschwisters die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und Erinnerungen auf eine Weise färben könne, die auch Jahre später von anderen möglicherweise anders wahrgenommen werde (Reuters).
Juristische Auseinandersetzungen und anhaltende Distanz
Die Beziehungen zwischen Prinz Harry und dem Rest der königlichen Familie sind seit Jahren stark belastet. Neben dem Umzug in die USA und dem Rückzug aus dem aktiven Dienst für die Krone führten die Sussexes zahlreiche rechtliche Schritte gegen verschiedene britische Boulevardzeitungen (Reuters).

Während König Charles weiterhin medizinisch wegen seiner Krebserkrankung behandelt wird, stellt die Buchveröffentlichung eine zusätzliche Belastung für das Königshaus dar (Reuters).
Auch interessant