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Welt

Jemen-Konflikt: Houthi-Rebellen rücken auf Marib und Taiz vor

Yemen-Konflikt eskaliert nach dem Zusammenbruch des Waffenstillstands, da Houthi-Rebellen strategische Regierungsgebiete wie das öl- und gasreiche Gouvernement Marib sowie Taiz bedrängen. Die Territorialgewinne an der Rotmeer-Küste und der Straße von Bab al-Mandeb verschärfen den Druck auf Saudi-Arabien und berühren die US-iranischen Verhandlungen.

Die Sicherheitslage im Jemen hat sich drastisch verschärft, nachdem ein anhaltender Waffenstillstand in den vergangenen Wochen zusammengebrochen ist. Truppen der Houthi-Bewegung sind nach Berichten über Vorstöße auf regierungskontrollierte Gebiete weiter auf dem Vormarsch. Im Zentrum der neuen Konfrontation stehen die strategisch bedeutsamen Provinzen Marib und Taiz, die als Schlüsselpositionen für die Kontrolle des Landes gelten.

Houthi-Vormarsch an der Küste und Kontrolle der Straße von Bab al-Mandeb

Der jüngsten Eskalation ging eine rasante Geländegewinnung der Miliz an der Westküste des Landes voraus. Laut aktuellen Analysen zu der militärischen Entwicklung brachten die Verbände zunächst die Hafenstadt Mocha und im Anschluss die gesamte Küste am Roten Meer sowie vorgelagerte Inseln unter ihre Kontrolle. Nach Angaben von Reuters setzten die Kämpfer ihre Artillerie damit direkt an dem 12-mile-wide (19-km-wide) Nadelöhr der Bab-el-Mandeb-Straße.

Diese Territorialgewinne ermöglichen es der Miliz, den maritimen Verkehr im Roten Meer gezielt zu blockieren. Die Route gilt als lebenswichtiger Transportweg für saudi-arabische Ölexporte nach Asia. Parallel dazu setzen die Einheiten ihre Angriffe mit Marschflugkörpern und Drohnen fort, die Ziele im benachbarten Königreich sowie in größerer Entfernung trafen. Wie Reuters berichtet, haben Houthi ballistic missiles as far as Israel, more than 1,000 miles (1,800 km) away, erreicht, und one struck the perimeter of Israel’s main airport in 2025.

Die strategische Bedeutung von Marib und die Reaktion der jemenitischen Armee

Besonders die öl- und gasreiche Provinz Marib rückt ins Zentrum der Kampfhandlungen. Das Gebiet ist seit dem Jahr 2015 von entscheidender Bedeutung für die international anerkannte Regierung, da dort wichtige Armeestützpunkte, Energieanlagen, ein zentrales Kraftwerk und mehr als zwei Millionen Binnenvertriebene untergebracht sind. Jemenitische Medien meldeten zuletzt massive Truppen- und Materialverlegungen der Houthis in die von ihnen kontrollierten Zonen der Provinz.

Die jemenitischen Streitkräfte betonen indes ihre Entschlossenheit zur Verteidigung der Region. Brigadegeneral Yahya Al-Hatemi, Direktor für Militärmedien in der jemenitischen Armee, erklärte gegenüber Medien, dass die Truppen durch den jahrelangen Konflikt an Erfahrung gewonnen hätten.

Al-Hatemi fügte hinzu, dass die Soldaten in dem jahrzehntelangen Konflikt gelernt hätten, gegnerische Taktiken zu analysieren und Schwachstellen zu erkennen. Zugleich verwies er auf die schwierigen Bedingungen für Angreifer in der Region und erklärte, dass Marib über bedeutende militärische Stärke verfüge und die dortige Bevölkerung den Rebellen feindlich gegenüberstehe.

Saudi-Arabien unter Druck und regionale Verflechtungen mit den USA und dem Iran

Die Entwicklungen bringen auch Saudi-Arabien in eine schwierige sicherheitspolitische Lage. Beobachter und Risikoanalysten weisen darauf hin, dass das Königreich einen umfassenden Krieg zwar vermeiden will, das aggressive Vorgehen der Miliz jedoch kaum unbeantwortet lassen kann. Laut Einschätzungen von Nahost-Experten steigen die Zeichen für eine größenmäßig bedeutende saudi-arabische Militärreaktion von Tag zu Tag, während das Militär bereits Luftangriffe zur Unterstützung der Regierungstruppen fliegt (wie Reuters auf usnews.com anmerkt: Saudi Arabia has conducted airstrikes in support of government-aligned forces).

Jemen-Konflikt: Houthi-Rebellen rücken auf Marib und Taiz vor
Photo: newsable.asianetnews.com

Zudem greift die Krise auf die internationalen diplomatischen Bemühungen rund um den Iran über. Der militärische Druck im Jemen fällt mit anhaltenden Spannungen an der Straße von Hormus zusammen, wo das US-Zentralkommando (CENTCOM) wiederholt Handelsschiffe umleiten musste.

Yemen war intensifies as Houthis advance towards Taiz and Marib
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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