Männer mit einem mittels perkutaner Koronarintervention behandelten ST-Strecken-Hebungsinfarkt könnten von einer Therapie mit 5-Alpha-Reduktase-Hemmern profitieren. Laut einer im Fachmagazin JAMA Network Open veröffentlichten schwedischen Studie zeigt sich dabei ein geringeres Risiko für schwere frühe Komplikationen.
Eine aktuelle Untersuchung aus Schweden rückt Medikamente in den Fokus der Kardiologie. Demnach könnte die Einnahme von 5-Alpha-Reduktase-Hemmern bei bestimmten Herzinfarktpatienten mit günstigeren klinischen Verläufen einhergehen. Die im Fachmagazin JAMA Network Open erschienene Arbeit beleuchtet den Zusammenhang zwischen dieser Medikamentengruppe und dem Auftreten akuter gesundheitlicher Rückschläge nach einem schweren Herzkreislaufereignis.
Ergebnisse der schwedischen Untersuchung im JAMA Network Open
Wie eine schwedische Arbeitsgruppe berichtet, weist eine Behandlung mit 5-Alpha-Reduktase-Hemmern bei Männern mit einem mittels perkutaner Koronarintervention (PCI) behandelten ST-Strecken-Hebungsinfarkt (STEMI) auf ein geringeres Risiko für schwere frühe Komplikationen hin. Das geht aus den im Jahr 2026 veröffentlichten Daten im Fachmagazin JAMA Network Open (2026; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2026.30774) hervor, die aus Göteborg stammen. Die genannte Wirkstoffklasse scheint in diesem klinischen Kontext protektive Effekte zu entfalten, die das Auftreten gefährlicher Nachwirkungen in der kritischen Frühphase nach dem Eingriff dämpfen könnten.
Unterschiedliche Befunde bei der Androgendeprivationstherapie
Während sich für die 5-Alpha-Reduktase-Hemmer eine positive Assoziation abzeichnet, fiel das Ergebnis für andere hormonmodulierende Behandlungsformen anders aus. Für eine Androgendeprivationstherapie (ADT) fand das schwedische Forschungsteam nach eigenen Angaben keine entsprechende Assoziation mit einem verringerten Komplikationsrisiko nach einem STEMI. Diese Differenzierung verdeutlicht, dass die verschiedenen pharmakologischen Interventionen unterschiedliche kardiovaskuläre Profile aufweisen und nicht pauschal gleichgesetzt werden können.
Kognitive Verhaltenstherapie im Kontext psychischer Gesundheit
Die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) ist ein effektiver Behandlungsansatz für eine Reihe von mentalen und emotionalen Gesundheitsproblemen, einschließlich Angst und Depression. CBT zielt darauf ab, unhilfreiche Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen sowie praktische Selbsthilfestrategien zu erlernen. Diese Strategien sind darauf ausgelegt, unmittelbare positive Veränderungen in der Lebensqualität herbeizuführen.
CBT kann für jeden gut sein, der Unterstützung benötigt, um unhilfreiche Gedanken zu hinterfragen, die ihn daran hindern, seine Ziele zu erreichen oder das Leben zu führen, das er leben möchte. CBT zielt darauf ab zu zeigen, wie das Denken die Stimmung beeinflusst, und lehrt, weniger negativ über sich selbst und das eigene Leben zu denken. Der Ansatz basiert auf der Erkenntnis, dass negatives Denken eine Gewohnheit ist, die wie jede andere Gewohnheit durchbrochen werden kann. Jeder verspürt manchmal Angst; sie dient als Schutzmittel und kann die Leistung in Stresssituationen steigern, beispielsweise der Adrenalinschub vor einem Vorstellungsgespräch oder einem großen Rennen. Bei manchen Menschen ist das Gefühl der Angst jedoch allgemeiner Natur, sodass sie sich bei jeder Aktivität ständig in Alarmbereitschaft oder furchtsam fühlen, was extrem belastend sein und den Alltag beeinträchtigen kann.
Anwendungsbereiche bei Angst und Depression
Wenn das Angstniveau beginnt, die Funktionsfähigkeit zu beeinträchtigen, ist es wichtig, Bewältigungskompetenzen zu erlernen. Hier kann CBT helfen, da sie sich auf die Veränderung von Denkmustern und Überzeugungen konzentriert, die mit Angst verbunden sind und diese auslösen. Menschen mit Depressionen können anhaltende negative Gefühle über sich selbst, andere Menschen und die Welt um sich herum haben. Dieses negative Denkmuster kann so automatisch werden, dass Betroffene nicht bemerken, wenn ihr Urteil irrational oder unfair gegenüber ihnen selbst ist. CBT hilft Menschen mit Depressionen, indem sie Werkzeuge an die Hand gibt, um negative Gedanken herauszufordern und sie durch realistischere und positivere Denkprozesse zu ersetzen.
Der Hauptfokus von CBT liegt darauf, dass Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zusammenwirken und die Lebensqualität einer Person beeinflussen. Beispielsweise kann schwere Schüchternheit in sozialen Situationen (soziale Phobie) von dem Gedanken herrühren, dass andere einen immer langweilig oder dumm finden. Diese Überzeugung kann dazu führen, dass man sich in sozialen Situationen extrem ängstlich fühlt, was in bestimmten Verhaltensweisen wie Zittern, Schwitzen, beschleunigtem Herzschlag oder anderen unangenehmen Symptomen resultieren kann. Betroffene fühlen sich dann möglicherweise von negativen Emotionen wie Scham und negativer Selbstkritik überwältigt, wobei sich die Angst vor sozialen Situationen mit jedem schlechten Erlebnis verschlimmern kann.
Kombination aus kognitiver Therapie und Verhaltenstherapie
CBT zielt darauf ab zu vermitteln, dass es möglich ist, Kontrolle über die eigenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu erlangen. Sie hilft dabei, automatische Überzeugungen zu hinterfragen und zu überwinden sowie praktische Strategien zur Verhaltensänderung oder -modifikation anzuwenden. Das Ergebnis sind positivere Gefühle, die wiederum zu positiveren Gedanken und Verhaltensweisen führen. Als Kombination aus zwei Therapien – der kognitiven Therapie und der Verhaltenstherapie – basiert CBT darauf, dass gesunde Gedanken zu gesunden Gefühlen und Verhaltensweisen führen.

Das Ziel der kognitiven Therapie besteht darin, die Art und Weise zu verändern, wie man über ein Anliegen denkt, das Sorge bereitet. Negative Gedanken verursachen selbstzerstörerische Gefühle und Verhaltensweisen, weshalb die kognitive Therapie diese Gedanken herausfordert und gesündere Strategien bereitstellt. Eine verfügbare Technik ist die sogenannte „kognitive Restrukturierung“, bei der Patienten aufgefordert werden, Belege zur Beweisführung gegen ihre negativen Annahmen zu finden, etwa durch das Einbeziehen von Familie und Freunden, die sie lieben und respektieren. Die Verhaltenstherapie ergänzt dies, indem sie Techniken und Fertigkeiten vermittelt, um das Verhalten direkt zu verändern, wie etwa das Einüben von Konversationsfähigkeiten in der Therapie und in sozialen Situationen. Für weitere Informationen und Beratung wird empfohlen, den behandelnden Arzt zu konsultieren.”
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