Norwegen bereitet sich auf den Abschied von Prinzessin Astrid vor. Der Palast hat bekannt gegeben, dass die Trauerfeier für die am 11. September 2026 im Alter von 94 Jahren verstorbene Königsschwester am 23. September in der Ris-Kirche in Oslo stattfinden und im Fernsehen übertragen wird.
Nur wenige Wochen nach dem Tod von König Harald V., der am 9. September zu Grabe getragen wurde, verlor das Land auch seine älteste Prinzessin. Prinzessin Astrid, geboren im Jahr 1932 als zweite Tochter von Kronprinz Olav und Kronprinzessin Märtha, starb im Alter von 94 Jahren friedlich im Kreis der Erinnerungen an ein Jahrhundert im Dienst der Krone.
Details zur Trauerfeier in der Ris-Kirche am 23. September
Die Gedenkzeremonie für die verstorbene Prinzessin findet am Mittwoch, dem 23. September 2026, um 13 Uhr statt. Als Ort hat der Hof die Ris-Kirche in Oslo ausgewählt. Während bei König Haralds Staatsbegräbnis der Osloer Dom das Zentrum der Trauer war, wird der Abschied seiner Schwester in einem etwas intimeren, aber dennoch feierlichen Rahmen begangen.
Um der breiten Öffentlichkeit die Teilnahme zu ermöglichen, wird die Zeremonie live im Fernsehen übertragen und den Medien zur Verfügung gestellt. Im Inneren der Kirche richten die norwegische Nachrichtenagentur NTB und der Sender NRK einen gemeinsamen Fotopool ein, wie aus den Mitteilungen hervorgeht.
Offene Fragen zur Gästeliste und der Entscheidung des Palastes
Wer konkret an der Trauerfeier teilnehmen wird, bleibt vorerst das Geheimnis des Königshauses.
So berichteten Beobachter, dass etwa Prinzessin Märtha Louise und ihr Ehemann Durek Verrett sowie der junge Prinz Sverre Magnus unter Umständen teilnehmen könnten, auch wenn offizielle Bestätigungen zunächst ausblieben.
Gesundheitlicher Kampf und der letzte Gang für König Harald
Astrids Tod folgt auf Monate schwerer gesundheitlicher Rückschläge. Noch im Mai musste sie wegen einer Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo ihr ein vorübergehender Herzschrittmacher eingesetzt wurde. Trotz dieser körperlichen Lasten mobilisierte sie Anfang September alle verbliebenen Kräfte, um sich von ihrem jüngeren Bruder zu verabschieden.

Trotzdem mobilisierte die Prinzessin offenbar noch einmal alle Kräfte. Für ihren kleinen Bruder. Für den letzten gemeinsamen Weg.
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Beobachter werteten dies als Zeugnis einer tiefen geschwisterlichen Verbundenheit. Als Tochter von Kronprinz Olav und Kronprinzessin Märtha war Astrid über Jahrzehnte hinweg eine prägende Figur der Monarchie gewesen, die sich nach dem Tod ihrer Mutter zeitweise auch als First Lady des Landes engagiert hatte.
Letzte Ruhestätte und die Trauer des Landes
Obwohl eine offizielle Bestätigung des Bestattungsortes noch aussteht, gilt der Ris-Friedhof in Oslo als naheliegend. Dort ruht bereits ihr Ehemann Johan Martin Ferner, der im Jahr 2015 verstarb.
Am Tag der Trauerfeier wird die Flagge am Schlossbalkon in Oslo zu Ehren der verstorbenen Prinzessin auf halbmast wehen. Die Beisetzung schließt ein Kapitel der norwegischen Geschichte, in dem die letzten direkten Kinder von König Olav V. das Land über Jahrzehnte hinweg begleitet haben.
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