Die WSG Tirol reist vor der Länderspielpause zum SK Rapid ins Allianz Stadion. Zuletzt feierte das Team von Cheftrainer Philipp Semlic drei Siege in vier Pflichtspielen, darunter einen Auswärtscoup bei der Wiener Austria, und holte in der ADMIRAL Bundesliga den Sprung auf Tabellenrang fünf.
Erfolgreiche Auswärtstouren und Aufwind für die WSG Tirol
Vor der ersten Länderspielpause der noch kurzen Saison gastiert die WSG Tirol im Allianz Stadion beim SK Rapid. Die Tiroler reisen mit spürbarem Selbstvertrauen an, nachdem sie aus den vergangenen vier Pflichtspielen drei Siege verbuchen konnten. Den jüngsten Höhepunkt setzte das Team mit einem 1:0-Erfolg bei der Wiener Austria, der den Trend der vergangenen Wochen untermauert.
In der Fremde präsentiert sich die WSG ohnehin stark. Nach einer Auftaktniederlage in Altach folgten Zu-Null-Siege in Lustenau sowie am Wiener Verteilerkreis. Gegen den TSV Hartberg bewies die Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand Moral und sicherte sich durch zwei Standardtore noch einen Punkt. Cheftrainer Philipp Semlic zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden, mahnt jedoch gleichzeitig zur Vorsicht.
Unser Weg geht in eine Richtung, die passt. Wir haben aber auch gesehen, wie schnell es gehen kann, wenn wir glauben, dass etwas von selbst geht. Das war in der ersten Hälfte der Fall – wir haben in unserer Aggressivität ein paar Prozentpunkte vermissen lassen.
Philipp Semlic, Cheftrainer der WSG Tirol, via Ligaportal
Mit Ausnahme von Quincy Butler steht dem Trainer für das Duell der beiden grün-weißen Klubs der gesamte Kader zur Verfügung. In der Vorsaison endete das Aufeinandertreffen in Innsbruck mit einer 1:1-Punkteteilung. Der letzte Punktgewinn der WSG in der Bundeshauptstadt datiert aus dem Sommer 2023, während der letzte dortige Auswärtssieg im ersten Corona-Jahr gelang.
Krise und Tabellenende bei der Wiener Austria nach dem Nachtragsspiel
Die Wiener Austria rutschte durch die Heimniederlage weiter ab und bleibt am Tabellenende. Die Begegnung bot über weite Strecken nur überschaubares Offensivspiel. Erst in der 25. Minute gab es durch einen Stangenschuss von Marc Striednig nach einer Eckball-Verlängerung eine erste brenzlige Szene.

Kurz darauf vergab Nikolai Baden-Frederiksen eine Chance nach einem zu lässig ausgespielten Ball der Austria, als er am Wiener Schlussmann Samuel Sahin-Radlinger scheiterte. Auf der Gegenseite blieb eine flache Hereingabe von Ranftl die einzige nennenswerte Möglichkeit der Veilchen im ersten Durchgang.
Standardtore entscheiden die Partie in Favoriten
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau zunächst überschaubar, ehe eine Standardsituation die Entscheidung brachte. Nach einem Eckball von Baden-Frederiksen und einem Rettungsversuch auf der Linie durch Marco Boras staubte Drew Murray in der 66. Minute zum entscheidenden Treffer für die Gäste ab.

Zwar musste WSG-Torhüter Salko Hamzic bei einem Kopfball von Tae-Seok Lee noch einmal eingreifen, und Michael Olakigbe vergab in der Schlussphase die Möglichkeit zur Vorentscheidung, am 1:0-Endstand änderte dies jedoch nichts mehr.