Die Fitness-Marke HYROX hat sich nach einem Vorfall beim Beijing-Event 2026 öffentlich entschuldigt, bei dem eine Athletin trotz starker Verunreinigung im Wettkampf weiterlaufen durfte. Co-Gründer Moritz Fürste räumte Fehler ein und kündigte sofortige Anpassungen im Regelwerk an, um unklare Protokolle zwischen Elite- und Breitensport künftig zu verhindern.
Ein Vorfall bei einem internationalen Fitness-Wettkampf hat eine Welle der Empörung und eine sofortige Reaktion der Organisatoren ausgelöst. Aufnahmen des Rennens, die in den sozialen Netzwerken viral gingen, zeigten die Weltrekordhalterin bei anstrengenden Übungen wie Rudern, Schlittenschieben und Lunges mit Sandsäcken, während Kot an ihren Beinen herablief.
Öffentliche Entschuldigung von Mitgründer Moritz Fürste
Nachdem sich Kritik und heftige Reaktionen im Internet häuften, wandte sich HYROX-Mitgründer Moritz Fürste mit einer öffentlichen Erklärung an die Community.
Moritz Fürste, HYROX-Mitgründer, erklärte, HYROX habe einen Fehler gemacht, indem während des Rennens nicht sofort reagiert worden sei, und fügte hinzu, dass es letztlich seine Aufgabe sei, solche potenziellen Vorfälle vorherzusehen – was er jedoch nicht getan habe.
In einer weiteren Stellungnahme, die ebenfalls über die Plattformen des Unternehmens verbreitet wurde, erklärte das Management, dass sich der Sport rasant weiterentwickle und dabei immer komplexere Situationen hervorrufe.
Hygienemaßnahmen und neue Regeln für den Rennbetrieb
Die Kritik richtete sich nicht nur gegen den Verbleib der Athletin auf dem Kurs, sondern auch gegen die Nutzung von Gemeinschaftsgeräten und kontaminierten Flächen durch andere Teilnehmer. Die Organisation reagierte darauf mit einer umfassenden Nachtschicht im Wettkampfloch. Nach Angaben der Veranstalter von Hyrox China wurden betroffene Spuren und Bahnen sofort abgesperrt, isoliert und umfassend desinfiziert, kontaminierte Geräte entfernt und der Hallenteppich über Nacht ausgetauscht, bevor die Wettkämpfe am nächsten Tag fortgesetzt werden konnten.

In Bezug auf die geltenden Vorschriften räumten die Verantwortlichen ein, dass bisherige Regeln zwar kleine Vergehen wie das Wegwerfen von Müll oder das Spucken beziehungsweise das Reinigen der Nase auf dem Boden bestraften, jedoch keine unmittelbaren Protokolle für faekale Materie enthielten. Die Unklarheit resultierte laut offiziellen Angaben von Hyrox World vor allem daraus, dass Bestimmungen für den Elitebereich und den Massensport ineinander verschwommen waren und so Unklarheiten bei Anwendung und Verständnis erzeugten. Wie das Unternehmen mitteilte, sind ab sofort neue Abläufe in Kraft, um derartige Situationen künftig zu verhindern.
Kritik aus der Athletenschaft und scharfe Reaktionen auf Belästigungen
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Unter den Teilnehmenden in Peking sorgte das Vorgehen für großen Unmut. Der männliche Mitbewerber Joe Ho äußerte sich enttäuscht darüber, dass die Gesundheit und Sicherheit der anderen Sportler gefährdet worden sei.
Gleichzeitig sahen sich die Organisatoren gezwungen, gegen digitale Angriffe vorzugehen. Nach dem Bekanntwerden ihrer Identität war die 22-jährige Joanna Wietrzyk in den sozialen Medien massiv angefeindet worden. HYROX kündigte daraufhin an, dass es in ihrer Community keinen Platz für Gewaltandrohungen oder Ermutigungen zur Schädigung eines Athleten gebe und jede Person, die durch Kommentare, Direktnachrichten oder soziale Medien mit solchem Verhalten identifiziert wird, dauerhaft von allen HYROX-Veranstaltungen ausgeschlossen wird, während man entsprechende Personen identifiziere und Schritte einleite.
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