Russland hält seine erste landesweite Dumawahl seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 ab. Während die Kremlführung die Abstimmung als Legitimitätsritual für ihren Kurs nutzt, kämpfen Wähler in Regionen wie Jaroslawl mit anhaltender Stagnation, strengen Zinsen und spürbarem Arbeitskräftemangel.
Vier Jahre nach Beginn des umfassenden Angriffs auf die Ukraine veranstaltet Russland in dieser Woche eine dreitägige Parlamentswahl für die 450 Sitze der Staatsduma. Während staatlich gesteuerte Medien und die regierende Partei geeint auftreten, zeigt sich in den Regionen ein Bild wirtschaftlicher Anspannung und tiefgreifender demografischer Sorgen.
Wirtschaftlicher Druck und Arbeitskräftemangel in Jaroslawl
In Jaroslawl, einer historischen Touristenmetropole an der Wolga rund 250 Kilometer nordöstlich von Moskau, wird das Stadtbild zwar teilweise mit staatlichen Geldern erneuert, doch der Alltag der Bürger ist von hartem wirtschaftlichen Überlebenskampf geprägt. Zu den täglichen Belastungen gehören anhaltend hohe Inflation, hohe borrowing costs, stagnierende Produktion und Treibstoffengpässe. Zwar beklagen Unternehmen weniger die Steuererhöhungen, als vielmehr das extreme Fehlen von Arbeitskräften in der Region.
Angelika, die Inhaberin einer Nähshopkette, die nur ihren Vornamen nannte, erklärte, sie hätten hier viel zu arbeiten. Das Problem sei jedoch, dass es keine Arbeitskräfte gebe, fügte sie hinzu und verwies auf einen Mangel an jungen Menschen, die trotz anständiger Löhne bereit seien, in diesen Sektor einzusteigen.
Auch in anderen Branchen bleibt die Lage angespannt. Der französische Konditor Gilles Walter, der seit den 1990er-Jahren in Russland lebt, berichtete von großen Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung. Absolventen örtlicher Kochschulen scheiterten oft an den grundlegendsten Anforderungen und seien selten bereit, früh am Morgen die Produktion aufzunehmen, wie Walter beschrieb, indem er anmerkte, dass diese nicht einmal in der Lage seien, ein Omelett zu machen oder Pasta zu kochen.
Das Kalkül des Kremls und die Rückkehrer auf den Stimmzetteln
Die staatliche Maschinerie setzt derweil auf eine gezielte Inszenierung der Wahlen. Der Kreml betrachtet die Abstimmung als gauge of fatigue von einem war now well into its fifth year. Gleichzeitig positioniert die Führung regimetreue Kriegsteilnehmer als neue politische Elite. Election officials say nearly 200 candidates have served in Ukraine, and the Kremlin touts them as part of Russia’s “true elite” — its effort to show that veterans of the war will have an honored place in civilian life.
Zu den prominentesten Kandidaten gehört Vladislav Golovin, 29, of the ruling United Russia party, who fought in the battle for the Ukrainian port city of Mariupol and lost part of his leg. He has appeared at events with President Vladimir Putin, who made him a Hero of Russia, the country’s highest honor. In 2024, Golovin took part in Putin’s “Time of Heroes” project that prepares veterans for government careers and now heads a military and patriotic youth organization, the Young Army, though he has also been put on Western sanctions lists. Another leading candidate is Yevgeny Poddubny, a well-connected state TV war correspondent who was wounded by a Ukrainian drone. The ultranationalist Liberal Democratic Party has a top candidate in Alexei Vereshchagin, who is described as having joined the Moscow-backed separatist insurgency in eastern Ukraine in 2014 and leading a brigade of volunteer fighters.
Experten bewerten den Einbezug der Veteranen jedoch skeptisch und sehen darin vor allem eine Methode, um more volunteers to fight anzulocken. Independent Russian media regularly report about returning veterans involved in assaults, drunken brawls and even killings, including some crimes committed by men who were recruited into the military from prison.
Zweifel an der Wahlbeteiligung und Spekulationen über eine erneute Mobilmachung
Politische Beobachter wie Chatham House’s Natalya Kovaleva betonen, dass die Abstimmung vor allem als Legitimitätsritual für den militarisierten Kurs der Regierung dient, wobei die Kreml needs turnout to bless the war without showing fatigue. Independent monitors (Golos, OSCE) are barred. Yabloko was banned from the Duma last month, and Boris Nadezhdin fled to France, while on September 14 Yulia Navalnaya and Maksim Kats listed anti-war names to back. In Ryazan, a small city southeast of Moscow, the local affiliate of state-run Rossia TV hosted a televised debate for six local political candidates, but all candidates skipped two Rossia TV debates entirely.

Im Hintergrund schwebt die Frage nach einer möglichen neuen Mobilmachung nach der Wahl. Putin said in Vladivostok there is “no scenario” for it “as of today.” Recruits are paid huge sums as casualties stay high, with the war having killed or wounded more than 1.5 million Russian soldiers, and regional budgets are strained. Time of Heroes has put at least 200 veterans on the Duma ballot and about 1,400 on local slates, while United Russia is expected to keep the 450-seat house, and analysts say the count can be made to fit.
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