September 2026 mit Anthropic-Vertretern zusammengekommen, um Sicherheitsrisiken im Bereich der künstlichen Intelligenz zu besprechen. Das Treffen fand inmitten anhaltender Spannungen zwischen dem Unternehmen und dem Weißen Haus über Regulierungen, militärische Verträge und Sicherheitsstandards statt.
Virtuelles Treffen zwischen Pentagon, Handelsministerium und Anthropic
Wie Personen aus dem direkten Umfeld berichten, führte der Chief Compute Officer des Unternehmens, Tom Brown, ein virtuelles Gespräch mit dem Chief Technology Officer des Pentagons, Emil Michael, sowie Handelsminister Howard Lutnick.
Anthropic lehnte eine Stellungnahme zu dem vertraulichen Austausch ab. Das US-Verteidigungsministerium erklärte in einer offiziellen Mitteilung, man stehe weiterhin mit führenden KI-Unternehmen in Kontakt, betonte jedoch gleichzeitig, dass sich die Haltung des Ministeriums gegenüber Anthropic nicht geändert habe.
Interne Widersprüche in der US-Regierung zu Anthropic
Hinter den Kulissen der US-Regierung zeigen sich deutliche Differenzen im Umgang mit dem KI-Unternehmen. Während Handelsminister Howard Lutnick öffentlich erklärte, das Unternehmen habe gotten religion
und die Differenzen ausgeräumt, bewertet das Militär die Situation anders. Unter Secretary of War Emil Michael hält an der Einstufung des Unternehmens fest und betrachtet Anthropic nach wie vor als designated supply chain risk.
Die Spannungen zwischen dem Unternehmen und der Regierung resultieren unter anderem aus früheren Auseinandersetzungen mit dem Handelsministerium bezüglich der Sicherheit hochentwickelter Modelle wie Mythos und Fable sowie aus gescheiterten Verhandlungen mit dem Pentagon über den militärischen Einsatz der Technologie. Das Pentagon lehnte die von Anthropic geforderten vertraglichen Bedingungen als Einschränkung der militärischen Befehlsgewalt ab, woraufhin das Unternehmen vorläufig auf eine schwarze Liste gesetzt wurde. Gegen diese Einstufung läuft ein anhängiges Gerichtsverfahren in Washington.
Öffentliche Kontroverse über Sicherheitsvorgaben und das Weiße Haus
Ausgelöst wurde die jüngste Welle der Debatte durch einen Essay von Anthropic-Chef Dario Amodei, der staatliche Regulierungen und ein verlangsamtes Entwicklungstempo forderte. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf ablehnend und bezeichnete Sorgen vor KI-Risiken in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social als a hoax
. Trump erklärte, seine Regierung sei das einzige notwendige Sicherheitskorrektiv und eine Verlangsamung der Entwicklung würde lediglich den globalen Wettbewerbern wie China nützen.

Die Debatte erfasste auch andere Branchengrößen. Auf einer Veranstaltung in Washington erklärte der weltweite Politikchef von OpenAI, Chris Lehane, man solle versuchen, beim Thema Priorisierung der Sicherheit zusammenzuarbeiten.
Zusätzliche Dynamik erhielt die Diskussion durch den öffentlichkeitswirksamen Rücktritt des Anthropic-Forschers Jacob Coxon, der den Branchenvertretern in einem Abschiedspost vorwarf, gambling with our lives
zu betreiben. Während Vertreter wie Emil Michael solche Warnungen zurückweisen, bleibt abzuwarten, wie Tom Brown die Gespräche mit der Washingtoner Führung fortführen wird, während der Präsident jede zusätzliche Regulierung strikt ablehnt.