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Mordprozess um Fabian: Angeklagte Gina H. verwickelt sich in Widersprüche

Während der Verhandlung schilderte sie widersprüchliche Aussagen und Chatnachrichten gegenüber Bekannten, während Richter Schütt den genauen Ablauf der Ereignisse und die Verwicklung des Mitangeklagten Christian D. beleuchtete.

Laut den Berichten aus der Verhandlung konfrontierte der Vorsitzende Richter Schütt die Angeklagte mit zentralen Unstimmigkeiten des Falles und der Frage, warum nach der Entdeckung nicht sofort die Polizei verständigt wurde.

Richter Schütt hinterfragt die Reaktionen beim Leichenfund

Im Gerichtssaal rückte der genaue Ablauf des Leichenfundes in den Fokus. Richter Schütt eröffnete die Befragung mit der Kernfrage, woher Christian D. gewusst haben soll, wie eine tote Person aussieht, nachdem dieser zunächst von einer Puppe gesprochen hatte. Gina H.

Christian hat mir schon mal erzählt, wie bei einem Autounfall eine Person rausgeholt wurde. In dem Moment, wo er gesagt hat: ‚Nicht die Polizei rufen‘, wusste ich, dass es keine Puppe sein kann. Ich wollte es nicht wahrhaben. Er wird vermisst. Und überall wird gesucht. Dann sagt Christian: Da ist eine Puppe. Das war alles sehr merkwürdig. Er war so hysterisch, so panisch, er war fast am Heulen.

Gina H., Angeklagte

Auf die Frage des Richters, warum sie trotz dieses Wissens und ihrer eigenen Bedenken den Notruf nicht wählte, erklärte Gina H., dass sie stets darauf bestanden habe, die Polizei zu rufen. Sie gab an, sogar Matthias R. habe anrufen wollen, doch Christian D. habe sie davon abgehalten. Laut den Angaben der Angeklagten hatte sie zu Fabian selbst in den vergangenen anderthalb Jahren kein enges Verhältnis mehr besessen.

Fahrt nach Lohmen und Gespräche mit Nachbarn

Nach dem Fund soll Christian D. mit Gina H. auf dem Rückweg durch einen Wald gefahren sein und bei Lohmen herausgekommen sein. Dort habe er erst einmal zwei Zigaretten geraucht und geäußert, mit der Sache nichts zu tun haben zu wollen, wie Gina H. schilderte.

Im Anschluss habe sie ihrem Nachbarn Olaf K. berichtet, wie der Fund gemeinsam mit Christian D. abgelaufen war. Olaf K. erwiderte daraufhin laut ihrer Aussage, man müsse sich das noch einmal genau ansehen, um zu prüfen, ob es sich tatsächlich um eine Puppe oder eine Leiche handele.

Widersprüchliche Chatnachrichten und DNA-Aussagen

Zusätzliche Fragen warfen Chatprotokolle auf, die Richter Schütt während der Verhandlung vorlegte. So ging es um eine Nachricht, die Gina H. am Abend des 13. Oktober an einen Bekannten namens Erik geschickt hatte: Wasserleichen haben keine DNA-Spuren. Auch keine Brandleichen.

Mordprozess um Fabian: Angeklagte Gina H. verwickelt sich in Widersprüche

Das hat Olaf, äh Christian, äh Erik mir gesagt.

Gina H., Angeklagte

Auf den direkten Vorhalt, warum sie diese Information selbst an Erik weitergab, antwortete sie, sich falsch ausgedrückt zu haben. Auch bezüglich eifersüchtiger Nachrichten, die sie zeitgleich an Matthias R. geschickt hatte, blieben Unklarheiten bestehen, da Gina H. angab, Nachrichten bisweilen im Voraus geschrieben und das Absenden vergessen zu haben.

Die im Fall Fabian angeklagte Gina H. weist die Vorwürfe gegen sie zurück, berichtet Kulawik | ntv
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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