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Unterhaltung

Sydney Sweeney wirbt nackt für Novig

Zahlreiche prominente Athletinnen kritisieren die Darstellung als herabwürdigend und sexualisierend, während das Unternehmen und die als Investorin beteiligte Hauptdarstellerin auf Humor und Aufmerksamkeit setzen.

Sydney Sweeney wirbt nackt für die Wettplattform Novig

Die US-Schauspielerin Sydney Sweeney steht erneut im Zentrum einer heftigen öffentlichen Debatte. Bekannt aus der Serie Euphoria, zeigt sich die 29-jährige Darstellerin in einer neuen Werbekampagne für die Sportwetten-App Novig komplett nackt oder halbnackt. In dem Video, das auf Plattformen wie Instagram und X millionenfach aufgerufen wurde, bedeckt sie ihre Intimbereiche lediglich mit Sportgeräten wie Fußbällen und Basketballkörben.

Hinter der Initiative mit dem Slogan Just Sports steckt laut den beteiligten Unternehmen ein strategischer Schritt. Die Werbemaßnahme verhalf der bislang eher unbekannten Plattform innerhalb kürzester Zeit zu starkem Zulauf und Millionen von Klicks.

Scharfe Kritik aus der internationalen Sportwelt

Während Fans die Aufnahmen auf Social Media feierten, reagierten zahlreiche Sportlerinnen empört auf den freizügigen Clip. Viele Athletinnen nutzten die Gelegenheit, um in eigenen Beiträgen unter dem Motto So sehen Frauen beim Sport wirklich aus auf harte körperliche Arbeit und sportliche Höchstleistungen aufmerksam zu machen.

Als ehemalige Sportlerin und Frau, die persönlich sexualisierende Kommentare erlebt hat, bin ich wirklich angewidert und tief enttäuscht von dieser Kampagne.

Sydney Sweeney wirbt nackt für Novig
Photo: tag24.de

Zuzanna Dziewiecka, ehemalige polnische Tennisspielerin

Die ehemalige australische Olympiaschwimmerin Ariarne Titmus zeigte sich ebenfalls fassungslos über die Vermarktung. Sie betonte gegenüber dem Sport-Magazin, dass der Spot wie ein Schlag ins Gesicht für all jene Frauen wirke, die ihr Leben dem Sport verschrieben haben. Sie habe gedacht, diese Art von Bullshit-Marketing gehöre der Vergangenheit an. Ähnliche Töne schlugen die britische Athletin Lucy Davis, die australische Wasserballspielerin Tilly Kearns sowie die mexikanische Turnerin Natalia Escalera an, die von einem großen Rückschritt für den Frauensport sprachen.

Auch im deutschsprachigen Raum schloss man sich der Welle der Entrüstung an. Die Box-Weltmeisterin Skye Nicolson postete ein Trainingsvideo mit der deutlichen Botschaft: Mit allem Respekt, Sydney Sweeney – das hier ist Sport, während sie den Unternehmen vorwarf, Frauen im Sport zu sexualisieren.

Sweeneys Reaktionen und Parallelen zu früheren Kampagnen

Sydney Sweeney selbst äußerte sich in Interviews zu den Vorwürfen und bezeichnete die Aktion als eine sehr einfache und spielerische Idee, die auf ihrer eigenen sportlichen Vergangenheit in Fußball-, Softball- und Skiteams basiere. Auf die anhaltende Kritik reagierte die Schauspielerin über ihre Instagram-Story mit einer Reihe historischer ESPN-Magazincover, die prominente Sportlerinnen wie Serena Williams, Ronda Rousey, Sue Bird und Megan Rapinoe sowie männliche Athleten nackt zeigen. Beobachter werteten dies als bewusste Provokation und Hinweis darauf, dass nackte Haut im Sportkontext keineswegs neu ist.

Sydney Sweeney responds to backlash over controversial nude sports ad
Photo: foxnews.com

Für die Schauspielerin ist der öffentliche Gegenwind kein Novum. Erst im vergangenen Jahr hatte eine Kampagne für die Modemarke American Eagle mit dem Wortspiel „Sydney Sweeney Has Great Genes“, bei dem das Wort für Gene durch Jeans ersetzt wurde, eine heftige Rassismus- und Werbedebatte losgetreten. Auch damals verstand es die Schauspielerin, die Aufmerksamkeit für den Ausbau ihrer eigenen Projekte wie ihrer Dessous-Marke Syrn zu nutzen.

Sportlerinnen empört über Sydney Sweeneys „Just Sports“-Werbung | First Sports mit Rupha Ramani
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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