Zum Inhalt springen
Unterhaltung

Nika Röffen spricht über schweren Kampf gegen Zwangsstörung

Nika Röffen, Tochter von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig, hat in einem TikTok-Video offen über ihren jahrelangen Kampf mit einer schweren Zwangsstörung gesprochen. Nach einer drastischen Verschlechterung zu Beginn ihres Studiums an der Akademie für Mode und Design führte ein einjähriger Klinikaufenthalt zu einer lebensrettenden Wende für die heute 22-Jährige.

Die Offenheit, mit der Nika Röffen über ihre psychische Belastung spricht, gewährt seltene Einblicke in die Realität einer schweren Zwangsstörung (OCD). Bereits seit ihrem 14. Während sie im Alltag lange Zeit mit den Symptomen umgehen konnte, führte der Start ihres Studiums an der Akademie für Mode und Design zu einer massiven Verschlechterung der Situation.

Tochter von Frauke Ludowig spricht über Zwangsstörung und Klinikaufenthalt

Jahrelanger Kampf und magisches Denken im Alltag

In den sozialen Netzwerken schildert Röffen ihren knapp 45’000 Followern, dass ihre Erkrankung weit über reine Reinlichkeits- oder Ordnungszwänge hinausgeht. Sie beschreibt ein sogenanntes magisches Denken, bei dem sie alltägliche Handlungen mit Angstgedanken verknüpft und annimmt, dass ihre Gedanken Einfluss auf reale Ereignisse haben. In dem Video erklärt sie, dass sie Dinge manchmal hunderte Male wiederholen musste. „Ob ich die Treppen hochgehe und einzelne Stufen auslassen muss, ob ich schlucke … als es richtig schlimm war, konnte ich […], führt die junge Frau aus.

Die Zwänge nahmen zeitweise ein solches Ausmaß an, dass selbst einfachste Abläufe und alltägliche Dinge zur unüberwindbaren Herausforderung wurden. Zeitweise konnte Nika Röffen über Stunden nichts essen. Die enorme Erschöpfung und Belastung führten dazu, dass sie manchmal auf der Treppe einschlief, weil sie es aus eigener Kraft nicht mehr bis in ihr Bett schaffte. Die Erkrankung raubte ihr zeitweise den Lebensmut, und die Situation war von enormen Belastungen geprägt.

Nika Roeffen: Frauke Ludowigs Tochter hat Zwangsstörung

Die Notbremse: Einjähriger Aufenthalt in einer Klinik

Nika Röffen spricht über schweren Kampf gegen Zwangsstörung
Photo: Promiflash

Irgendwann war für Nika Röffen klar, dass es so nicht weitergehen konnte, wie das Portal „20 Minuten“ berichtet. Sie unterbrach ihr Studium für ein Semester und zog die Notbremse, indem sie sich für einen Aufenthalt in einer Einrichtung für mentale Gesundheit entschied. Insgesamt verbrachte sie dort rund ein Jahr. Rückblickend beschreibt die Tochter von Frauke Ludowig diesen Schritt als absolut zentral für ihr Überleben und ihre Genesung. Die Klinik sei eine „sehr prägende Zeit, die wirklich mein Leben gerettet hat, erklärt sie in dem Clip.

Frauke Ludowigs Tochter über Zwänge und Klinikaufenthalt

Dass sie sich damals professionelle Hilfe holte, empfindet sie bis heute als entscheidende Bereicherung. „Ich wüsste nicht, ob ich jetzt noch hier wäre, wäre ich nicht in die Klinik gegangen“, gestand sie offen und fügte hinzu: „Ich bin so unglaublich froh, dass ich die Chance hatte und es gemacht habe.“ In der Einrichtung lernte sie, mit ihrer Erkrankung umzugehen, und fand zudem eine Therapeutin, die ihr „ganz doll geholfen hat“.”””

Nika Roeffen: Frauke Ludowigs Tochter hat Zwangsstörung
Photo: Blick

Der heutige Umgang mit der Erkrankung

Auch nach dem Klinikaufenthalt bleibt der Weg von Höhen und Tiefen geprägt, doch Nika Röffen kann heute besser mit den Symptomen umgehen. Etwa alle drei Wochen nimmt sie noch immer einen Termin bei ihrer Therapeutin wahr. Aufkommende Zwänge kann sie inzwischen deutlich besser bewältigen: „Ich habe es jetzt mehr in der Hand und bin nicht mehr so aufgeschmissen, wenn es aufkommt, erzählte Nika Röffen in ihrem Video.

Frauke Ludowigs Tochter über Zwänge und Klinikaufenthalt
Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.