Der weltweite Ölpreis hat die Marke von 100 US-Dollar je Barrel überschritten, angetrieben durch eine neue Eskalation im Iran-Krieg und verschärfte Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus. Gleichzeitig erreichten die US-Kraftstoffpreise für Diesel und Benzin historische Höchststände, während US-Stützpunkte in Jordanien Ziel schwerer Raketenangriffe wurden.
Ölpreise durchbrechen die 100-Dollar-Marke und Rekordpreise bei Diesel
Die weltweiten Energiepreise stehen unter massivem Druck, nachdem die Rohölnotierungen am Mittwoch erstmals seit Juli die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar pro Barrel durchbrochen haben gemäß Berichten von Nachrichtenagenturen und Sendern. Der globale Leitindex für Brent-Rohöl kletterte im Tagesverlauf um rund 2,7 bis 3,1 Prozent auf bis zu 101,58 US-Dollar je Barrel wie Marktdaten und US-Medien bestätigen.
Noch gravierender wirken sich die Versorgungsengpässe auf dem Raffineriesektor aus. Der US-Durchschnittspreis für Diesel kletterte laut Daten der American Automobile Association auf ein historisches Allzeithoch von 5,94 US-Dollar pro Gallone unter Berufung auf offizielle Erhebungen. Analysten betonen die enorme volkswirtschaftliche Tragweite dieser Entwicklung.
Militärische Eskalation an der Straße von Hormus und US-Angriffe auf Tanker
Hintergrund der jüngsten Preisrallye ist eine deutliche Verschärfung der Kampfhandlungen im Nahen Osten. Das US-Militär gab am Dienstag bekannt, dass Streitkräfte des US Central Command (CENTCOM) fünf iranische Öltanker zerstört haben – vier davon im Golf von Oman, einen weiteren in der Nähe der Insel Chark nach offiziellen Angaben des US-Militärs. Konkret handelte es sich um die Schiffe M/T Kaviz, M/T Charminar, M/T Horizon 1, M/T Riesco und M/T Derya wie aus Militärberichten hervorgeht. Nach Angaben von CENTCOM waren diese Schiffe Teil eines multibillion-dollar shadow network
, das die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) finanziert wie die US-Behörde mitteilte.

Die Angriffe erfolgten als Vergeltung für iranische Attacken auf ein US-Kriegsschiff berichteten Medien unter Berufung auf das CENTCOM. Präsident Donald Trump bestätigte vor Journalisten die Zerstörung von insgesamt neun iranischen Schiffen und drohte mit weiteren Schritten während einer Pressekonferenz. Die Straße von Hormus, über die vor dem Konflikt rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports abgewickelt wurde, ist durch die anhaltenden Drohungen und Angriffe weiterhin weitgehend blockiert berichtet die Tagespresse.
Raketenangriff auf den Stützpunkt in Jordanien und Beschädigung von US-Kampfjets
Als Reaktion auf die maritimen Operationen der US-Streitkräfte verzeichnete die Region auch an Land schwere Kampfhandlungen. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben 20 ballistische Raketen auf den US-Stützpunkt Al-Azraq in Jordanien ab, den sie als punitive operation
angriffen laut Mitteilungen der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Die jordanischen Streitkräfte erklärten, dass die Luftabwehr 18 dieser Flugkörper abfangen konnte, während zwei Raketen in unbewohnten Gebieten einschlugen; Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet wie das jordanische Militär bekannt gab.

Rund acht F-15-Kampfflugzeuge sowie ein A-10 Thunderbolt Erdkampfflugzeug, bekannt als „Warthog“, wurden bei den Explosionen beschädigt wie aus Geheimdienst- und Medienberichten hervorgeht. Während iranische Staatsmedien zudem behaupteten, zwei US-Zerstörer getroffen zu haben, dementierte das CENTCOM diese Darstellung als completely FALSE
über den Kurznachrichtendienst X.
Wirtschaftliche Folgen und Marktperspektiven für die kommenden Monate
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Konflikts belasten Verbraucher und globale Zentralbanken gleichermaßen. Neben den Kraftstoffpreisen an den Tankstellen – in den USA kletterte der Durchschnittspreis für Normalbenzin auf 4,22 US-Dollar je Gallone laut AAA-Daten – drohen neue Inflationsschübe. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Energieknappheit die Geldpolitik weltweit beeinflussen wird analysieren Wirtschaftsexperten.
Renewed hostilities between the U.S. and Iran, after nearly a month of relative calm, have once yet lifted the geopolitical risk premium in crude oil. Sugandha Sachdeva, Marktanalystin
Auch die US-Notenbank und andere Währungshüter sehen sich durch die stark dezimierten strategischen Erdölreserven – die in den USA den niedrigsten Stand seit 1982 erreicht haben – vor neue Herausforderungen gestellt unterstreichen Berichte aus Washington. Ob diplomatische Initiativen oder eine Entspannung der Lage im Nahen Osten kurzfristig Linderung bringen können, bleibt angesichts der seit nunmehr sieben Monaten andauernden Auseinandersetzungen ungewiss wie Energiemarkt-Experten betonen.
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