Hurricane Lowell hat am Dienstag den US-Bundesstaat Hawaii schwer getroffen und zu flächendeckenden Stromausfällen, starkem Regen sowie heftigem Sturm geführt. Behörden auf Kauaʻi schlossen Schulen und Büros, während der Nationale Wetterdienst vor schweren Überschwemmungen und Schlammlawinen warnte.
Heftige Winde und extreme Regenmengen haben die hawaiianischen Inseln am Dienstag heimgesucht, nachdem Hurricane Lowell zuvor als Kategorie-2-Sturm an Stärke eingebüßt hatte, aber dennoch verheerende Auswirkungen zeigte. Wie CBS News berichten, waren auf der Insel Kauaʻi, die rund 73.000 Einwohner zählt, fast alle Mitglieder der örtlichen Energiegenossenschaft ohne Strom.
Evakuierungen, Schließungen und dramatische Regenfälle auf Kauaʻi
Bereits im Vorfeld des Sturms hatten die Behörden drastische Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Gouverneur Josh Green erklärte in einer gemeinsamen Erklärung mit der Notfallmanagementagentur der Insel, dass Kauaʻi County am anfälligsten für Hurricane Lowell sei und man kein Risiko mit der Sicherheit der Menschen eingehen werde. Wegen der drohenden Gefahren blieben die öffentlichen Schulen und Behördenbüros am Dienstag geschlossen.
Die Wassermassen trafen die Inseln mit extremer Härte. In der kleinen Gemeinde Hanalei wurden laut CBS News unglaubliche 17,76 Zoll (über 450 Millimeter) Regen gemessen, während für manche Gebiete auf Kauaʻi Gesamtmengen von bis zu 24 Zoll prognostiziert wurden. Meteorologen des National Hurricane Center warnten vor anhaltenden Gefahren durch Sturzfluten und Erdrutsche, die auch auf der Hauptinsel Oahu und dem Big Island drohten.
Stromausfälle und Schäden an der Infrastruktur
Nach Angaben des Versorgungs-Trackers PowerOutage.us saßen am Dienstagmittag etwa 42.000 Kunden im gesamten Inselstaat ohne Strom. Umgestürzte Bäume, herabgestürzte Felsen und Straßensperrungen erschwerten die Lage massiv. In der Küstenstadt Poipu wurden Bewohner und Touristen aufgefordert, in ihren Unterkünften zu bleiben und die Straßen zu meiden.
Die zerstörerische Kraft des Sturms zeigte sich besonders an den Küstenlinien. CBS News dokumentierte Szenen, in denen ein Haus am Wasser in Kauaʻi von seinem Fundament gehoben und über die Straße geschleudert wurde.
Reed fügte hinzu, er bereue es zutiefst, nicht rechtzeitig evakuiert zu haben: I wish we would have left. We had an opportunity to leave and we didn’t.
Herausforderungen für die Bevölkerung und Einsatzkräfte
Neben blockierten Straßen und umgestürzten Strommasten kämpften einige Bewohner direkt um ihre medizinische Versorgung.

Um weitere Gefahrensituationen zu verhindern, riefen die Behörden zu absoluter Vorsicht auf. Elton Ushio, Leiter des lokalen Notfallmanagementamtes, betonte bei den anlaufenden Schadensanalysen: As the light comes up and the extent of the damage from Hurricane Lowell comes into focus, we want to ensure that no additional emergency situations arise unnecessarily,
wie CBS News notierte.
Die Entwicklung des Sturms und die nächsten Schritte
Das Zentrum des Sturms zog am Dienstagmorgen westlich an den hawaiianischen Inseln vorbei und bewegte sich weiter nach Norden. Laut dem National Hurricane Center wurden am Dienstag mit maximalen langanhaltenden Winden von 75 mph (etwa 120 km/h) gemessen, wobei sich der Hurrikan etwa 230 Meilen nordwestlich von Lihue befand. Zwar wurden die Hurrikan-Warnungen für Kauaʻi, die kleine Nachbarinsel Niihau sowie die Tropensturm-Warnung für Oahu im Laufe des Tages aufgehoben, doch die Meteorologen mahnen weiter zur Vorsicht.
Experten wie Eric Blake vom National Hurricane Center warnten, dass die Risiken durch Überschwemmungen und Schlammlawinen weiter fortbestehen. Straßenarbeiter waren am Dienstag im Einsatz, um Schutt und Geröll von den Küstenstraßen zu räumen, während die betroffenen Regionen mit den Aufräumarbeiten beginnen.