Real Madrid-Trainer José Mourinho hat Trent Alexander-Arnold nach dem Champions-League-Sieg gegen Inter Milan im defensiven Mittelfeld eingesetzt, betonte jedoch, dass der 27-jährige Brite trotz taktischer Disziplin kein klassischer Mittelfeldspieler ist.
Im Estadio Santiago Bernabéu sorgt eine Personalie weiterhin für intensive Diskussionen. Nach seinem Wechsel vom FC Liverpool an die Concha Espina sucht Trent Alexander-Arnold nach einer dauerhaften sportlichen Identität. Im brisanten Champions-League-Gruppenspiel gegen Inter Milan stellte José Mourinho den 27-Jährigen überraschend im Mittelfeld auf, weil Eduardo Camavinga, Arda Güler und Bernardo Silva gesperrt fehlten.
Taktische Rolle und Mourinhos klares Urteil im Mittelfeld
Obwohl Alexander-Arnold neben Federico Valverde agierte und in der Vergangenheit gelegentlich von Trainern wie Gareth Southgate in der englischen Nationalmannschaft ins Zentrum beordert wurde, stellte der Real-Coach nach dem knappen 2:1-Erfolg unmissverständlich klar, dass er den Rechtsverteidiger nicht dauerhaft im zentralen Bereich sieht.
He has played midfield with England and Liverpool…
José Mourinho, Real Madrid Manager
Trotz dieser Einordnung hob der portugiesische Übungsleiter hervor, dass der Engländer taktische Vorgaben hervorragend umsetzte. Die Statistiken der Partie spiegeln eine durchwachsene Leistung wider: Alexander-Arnold versuchte die meisten Flanken aller Real-Spieler und kreierte zwei Torchancen, kam jedoch auf eine Passgenauigkeit von 83,3 Prozent und verzeichnete keinen gewonnenen Zweikampf. Kurz nach dem Anschlusstreffer von Inter in der 77. Minute wurde er ausgewechselt.
Konkurrenzkampf mit Denzel Dumfries auf der rechten Abwehrseite
Die interne Hackordnung auf der gewohnten Position als rechter Außenverteidiger bleibt ebenfalls hart umkämpft. Dumfries erhielt zum Saisonauftakt in La Liga gegen Espanyol den Vorzug, während Alexander-Arnold erst in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Dort sorgte eine missglückte Aktion für Aufsehen: Alexander-Arnold schlug einen diagonalen Pass in Richtung Vinícius Júnior, der das Spielfeld verließ und direkt in die Werbebanden segelte. Die Kameras fingen daraufhin Mourinhos unverkennbare, fassungslose Miene ein. Dank eines späten Treffers von Carlos Espi in der 90. Minute gewannen die Königlichen das Auftaktspiel dennoch mit 2:1, wodurch der Fehlpass folgenlos blieb.
Blick nach vorn nach einer schwierigen Debütsaison
Für den englischen Nationalspieler ist die aktuelle Spielzeit das zweite Jahr in Madrid. Seine Premierensaison war durch zwei Muskelverletzungen auf 30 Einsätze in allen Wettbewerben limitiert, was unter anderem dazu führte, dass er das Aufgebot für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko verpasste. Gegen Ende der vergangenen Spielzeit etablierte er sich unter dem damaligen Trainerstab als Stammkraft in den K.-o.-Spielen der Champions League gegen Benfica, Manchester City und den FC Bayern München.

Mourinho schätzt die spielerische Flexibilität, das Passspiel und die Schusstechnik des gebürtigen Liverpoolers, der seit seinem sechsten Lebensjahr im Jahr 2004 an der Anfield Road ausgebildet worden war. Ob der Engländer im anstehenden Heimspiel gegen Real Sociedad erneut im Mittelfeld aufläuft oder den Konkurrenzkampf auf der rechten Außenbahn annimmt, lässt das Trainerteam offen.
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