Die demokratische Gouverneurskandidatin für Ohio, Amy Acton, ist bei einem Wahlkampfauftritt auf der Canfield Fair von einem bewaffneten Mann attackiert worden. Der Angreifer stürmte am Sonntag auf den Stand zu und verletzte mehrere Menschen. Acton selbst blieb bei dem Vorfall unverletzt; der Verdächtige wurde festgenommen.
Angriff auf der Canfield Fair erschüttert den Wahlkampf in Ohio
Ein Wahlkampfauftritt der demokratischen Gouverneurskandidatin Amy Acton im US-Bundesstaat Ohio ist am Sonntag durch einen körperlichen Angriff überschattet worden. Ein 38-jähriger Mann aus Canfield versuchte, sich gewaltsam zu der Politikerin vorzukämpfen, während diese am Stand der Demokraten auf der Canfield Fair sprach. Mehrere Personen wurden verletzt, als der Verdächtige zwei ältere Zuhörer zu Boden stieß. Als Tatverdächtiger wurde laut New York Times ein 38-Jähriger festgenommen. Der Verdächtige habe Helfer zu Boden gestoßen und sei festgenommen worden, teilte Chris Anderson, Vorsitzender der Demokratischen Partei im Bezirk Mahoning, mit. Der Angreifer sei bei der Festnahme im Besitz »mehrerer Waffen« gewesen. Nach Angaben von Behörden versuchte der Mann, sich gewaltsam zu Acton vorzukämpfen, während sie am Stand der Demokraten auf der Canfield Fair sprach. Die Polizei und die Ohio State Highway Patrol griffen nach Angaben von Gouverneur Mike DeWine schnell ein.
Sowohl Acton als auch ihr anwesender Ehemann blieben bei dem Zwischenfall körperlich unversehrt. Die Sicherheitskräfte der Kandidatin und die örtliche Polizei griffen nach Angaben der Behörden schnell ein, um den Angreifer zu überwältigen und in Gewahrsam zu nehmen. Acton und ihr Ehemann wurden nach Angaben ihrer Kampagne bei dem Vorfall nicht verletzt, nachdem ein bewaffneter Mann auf sie losgegangen war, während sie eine Messe im nordöstlichen Teil des Bundesstaates in Canfield besuchten. Gouverneur Mike DeWine erklärte in einer Stellungnahme: »Fran and I are thankful Dr. Amy Acton was not hurt, and we send our thoughts to those who were injured. We spoke to Dr. Acton this afternoon and she said to share with Ohioans that she is ok.« Youngstown City Councilmember Mike Ray berichtete der New York Times, dass der Vorfall damit begann, dass ein Mann Acton während ihrer Rede ausbuhte beziehungsweise heckling betrieb.
Festnahme des Verdächtigen Patrick Havas und polizeiliche Ermittlungen
Die Identität des Angreifers wurde von den beteiligten Behörden bestätigt. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den 38-jährigen Patrick Havas aus Canfield, der in Verbindung mit dem Vorfall festgenommen und wegen tätlichen Angriffs (felony assault) und Ruhestörung (disorderly conduct) angeklagt wurde, wie The Vindicator berichtete. Nach Angaben der Staatspolizei sowie des zuständigen Sheriffs hatte der Mann zwei Pistolen und einen Taser bei sich; laut Angaben des Mahoning County Sheriffs Jerry Greene trug Havas zudem zwei Schusswaffen – obwohl er diese nicht zog –, einen Schlagring bei sich und hielt entweder ein Mobiltelefon oder eine Kamera in der Hand, als er gegen 14:45 Uhr auf Acton zulief.
Mahoning County Sheriff Jerry Greene erklärte gegenüber Medien, dass die verletzten Personen vor Ort auf weitere Verletzungen untersucht wurden und sich gegen eine zusätzliche Behandlung entschieden. Actons Sicherheitsteam arbeitete mit der örtlichen Polizei zusammen, um den aus Canfield stammenden Angreifer festzunehmen, der in das Mahoning County Jail gebracht wurde. Die genauen Hintergründe der Tat sind Gegenstand einer laufenden Untersuchung durch die Ohio State Highway Patrol und das lokale Sheriff-Büro, wobei Gouverneur Mike DeWine betonte, dass eine Untersuchung im Gange und in den Händen der Strafverfolgungsbehörden ist.
Reaktionen aus der Politik und Verurteilung von Gewalt
Ohios amtierender Gouverneur Mike DeWine, ein Republikaner, sagte: »Gewalt oder die Androhung von Gewalt bei politischen oder öffentlichen Veranstaltungen ist immer inakzeptabel«. Actons republikanischer Konkurrent Vivek Ramaswamy verurteilte den Vorfall ebenfalls. Der Vorfall reiht sich nach Medienberichten in eine Zunahme politischer Gewalt in den USA ein, zu der in den vergangenen Jahren unter anderem Anschläge auf Donald Trump, ein Angriff auf den Ehemann der damaligen demokratischen Repräsentantenhauschefin Nancy Pelosi sowie die Tötung der demokratischen Abgeordneten Melissa Hortmann und ihres Ehemanns durch Schüsse in Minnesota im Juni 2025 gezählt werden. Chris Anderson, Vorsitzender der Demokratischen Partei im Bezirk Mahoning, erklärte auf Facebook: »Let me be clear – The Mahoning County Democratic Party abhors political violence in all forms. What happened at our tent today during today’s visit from Dr. Acton is reprehensible and should be condemned by leaders on all sides of the aisle.«
Connie Luck, Sprecherin des Ramaswamy-Wahlkampfteams, erklärte via Daily Mail:
Actons Team bedankte sich ausdrücklich bei den Ersthelfern. Addie Bullock, Kommunikationsdirektorin der Acton-Kampagne, erklärte dazu via Daily Mail:
Dr. Acton and Eric are grateful for the swift and decisive action of law enforcement and are praying for the recovery of those injured. This kind of violence has no place in Ohio. Dr. Acton will always stand up to the chaos, hate and vitriol that pits us against one another.
Hintergrund des Gouverneursrennens in Ohio
Amy Acton war vor ihrer Kandidatur Gesundheitsdirektorin Ohios. Sie wurde 2019 von DeWine in das Amt berufen, leitete die COVID-19-Reaktion des Bundesstaates und erlangte während der Coronapandemie landesweite Bekanntheit. Die Kandidatin tritt gegen den Republikaner Vivek Ramaswamy an, um zu versuchen, das Gouverneursamt von Ohio für die Demokraten zu gewinnen. Die Wahl für das Gouverneursamt in Ohio findet parallel zur Zwischenwahl zum US-Kongress am 3. November statt. Amtsinhaber Mike DeWine steht aufgrund von Amtszeitbeschränkungen nicht erneut zur Wahl. Ohio ist ein eher republikanisch geprägter Bundesstaat, das Rennen um das Gouverneursamt gilt jedoch noch nicht als entschieden, wobei US-Medien von Umfragen berichten, die ein sehr knappes Ergebnis erwarten lassen.
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