Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 steht das Bundesland vor einer extrem schwierigen Regierungsbildung. Laut ersten Hochrechnungen verpasst die AfD die absolute Mehrheit nur knapp, während die bisherige Koalition aus CDU, SPD und FDP ihre Mehrheit im Magdeburger Landtag klar verliert.
Die politische Landschaft in Sachsen-Anhalt hat sich nach der Abstimmung vom 6. September 2026 grundlegend verändert. Während die AfD unter ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund starke Stimmengewinne verzeichnet, stehen die Parteien der politischen Mitte vor massiven Hürden bei der Bildung einer stabilen Regierung.
Stimmenverteilung und die neuen Mehrheitsverhältnisse in Magdeburg
Nach den ersten Hochrechnungen am Wahlabend führt die AfD das Parteienspektrum mit einem deutlichen Vorsprung an. Die CDU, die das Bundesland seit 2002 durchgehend regiert hat – zuletzt lange von Ministerpräsident Reiner Haseloff, der erst Anfang 2026 zurücktrat, um seinen Nachfolger Sven Schulze wenigstens mit einem kleinen Amtsbonus in den Wahlkampf zu schicken –, erzielt einen deutlich niedrigeren Zweitstimmenanteil als die stärkste Kraft. Neben der AfD und der CDU ziehen nach den ersten Daten auch die Linke, die Grünen und die SPD sicher in den neuen Landtag ein. Das BSW liegt in den Prognosen knapp an der Fünfprozenthürde, was die Regierungsbildung zusätzlich verkompliziert.
Die bisherige Regierungskoalition aus CDU, SPD und FDP hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an diesem Sonntag ihre Mehrheit verloren. Laut den ersten Hochrechnungen ist keine Regierungsbildung aus der politischen Mitte heraus möglich.
Mögliche Szenarien für die Regierungsbildung
Analysten unterteilen die Optionen für den künftigen Landtag grob in drei Szenarien. Erstens könnte die AfD eine eigene Mehrheit im Landtag erreichen. Dies geben die ersten Hochrechnungen nicht her. Zweitens könnte das BSW den Einzug in den Landtag schaffen, was den Parteien der Mitte die Regierungsbildung erschweren würde, der AfD hingegen erleichtern könnte. Die ersten Hochrechnungen sehen die Partei knapp bei fünf Prozent. Das BSW hat noch kurz vor der Wahl die Bereitschaft signalisiert, mit der AfD zusammenzuarbeiten.

Bleibt das dritte und laut den ersten Hochrechnungen wahrscheinlichste Szenario: Die CDU ist zur Fortführung ihrer Regierung entweder auf die Zustimmung der AfD oder der Linken-Fraktion angewiesen. Das hat schon vor der Wahl innerhalb der Partei zu Spannungen geführt. Da auch die AfD nach Aussage ihres Spitzenkandidaten Siegmund keine Koalitionen eingehen will, könnte die Regierungsbildung verzwickt werden.
Ein Alterspräsident ist lediglich ein Amtswalter und hat eine dienende Funktio
Konstituierung des Landtags und verfassungsrechtliche Fristen
Bis wann muss sich der gewählte Landtag konstituieren? Dafür sieht die Landesverfassung eine Frist von 30 Tagen vor. Eröffnet wird die Sitzung durch den Alterspräsidenten. Im benachbarten Thüringen fiel diese Rolle nach der Landtagswahl einem AfD-Politiker zu, der seine Befugnisse aber in einer denkwürdigen Sitzung überschritt.
Nach Angaben der Landeswahlleiterin startet dann umgehend und ohne Unterbrechung die Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnisses
für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Des Weiteren müssen auch die Wahlbriefe bis spätestens 18 Uhr bei der zuständigen Stelle eingegangen sein.
Rolle der geschäftsführenden Landesregierung
Bis ein neuer Ministerpräsident gewählt ist, bleibt der bisherige Regierungschef im Amt. Die CDU in Sachsen-Anhalt und Sven Schulze als Ministerpräsident stehen für eine Politik für all jene, die einen Beitrag leisten in unserem Land, in Arbeit und Ehrenamt, in der Familie, in der Gesellschaft. Und wir sind da für alle, die in Notlagen unsere Unterstützung brauchen. Umgekehrt fordern wir von alldenjenigen, die Leistung erbringen können, diese auch ein. Unser Land hat sich gut entwickelt. Wir haben so vieles erreicht. Diesen Aufstieg, den wir mit unseren Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer begonnen und mit Reiner Haseloff ausgebaut haben, wollen wir mit neuer Kraft und neuen Ideen weitergehen.
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