US-Präsident Donald Trump hat am Samstag ein mögliches militärisches Vorgehen gegen die stark befestigte Nuklearanlage Pickaxe Mountain im Iran in Aussicht gestellt. Die Anlage, die sich südlich der beschädigten Urananreicherungsanlage von Natanz befindet, wird von den USA nach jüngsten Luftangriffen im Juni 2025 intensiv überwacht.
Trump droht mit Schlägen gegen Pickaxe Mountain
US-Präsident Donald Trump hat signalisiert, dass die unterirdische Nuklearanlage Pickaxe Mountain das nächste Ziel von Angriffen der Vereinigten Staaten werden könnte. In einem Interview auf dem Hugh Hewitt Show äußerte sich der Präsident unmissverständlich über die Optionen der US-Streitkräfte gegenüber dem iranischen Atomprogramm.
„We’re going to take out Pickaxe Mountain. Tell the Iranians to be ready,“
Präsident Donald Trump
Die Äußerungen fallen in eine Phase anhaltender militärischer Spannungen. Bereits im Juni hatten die USA iranische Nuklearanlagen wie Fordo, Natanz und Isfahan bombardiert, mit der Begründung, sie seien Teil eines Waffenprogramms – eine Behauptung, die Teheran zurückweist und stattdessen betont, seine nuklearen Aktivitäten dienten zivilen Zwecken. Ein NBC News-Bericht unter Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Beamte besagte, dass die Angriffe im Juni eines der drei anvisierten Ziele weitgehend zerstörten, während die anderen beiden weniger beschädigt wurden; der Angriff auf die Anlage in Fordow könnte Irans Fähigkeiten zur Urananreicherung um bis zu zwei Jahre zurückgeworfen haben.
Während eines Interviews im Weißen Haus am Dienstag sagte Trump auf die Frage eines Journalisten zu hohen Spritpreisen, dass die USA ihre Angriffe im Iran in zwei bis drei Wochen beendet haben und er denke, sein Land werde noch „vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger“ brauchen. Sprecherin Karoline Leavitt teilte mit, dass Trump am Mittwoch um 21 Uhr Ortszeit (3 Uhr MEZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein „wichtiges Update“ zum Iran geben werde. Auf Truth Social schrieb Trump am Freitag zudem, dass die USA ihre Kriegsziele fast erreicht hätten und ihre Angriffe bald einstellten, wobei er fünf Punkte aufzählte: die „komplette Schwächung“ des iranischen Raketenpotenzials, die Zerstörung der Rüstungsindustrie, die Eliminierung der Flotte und der Luftwaffe, die dauerhafte Verhinderung einer atomaren Bewaffnung und letztlich den Schutz „auf höchstem Niveauder verbündeten Golfstaaten.
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Geografische Beschaffenheit und unterirdische Tunnelanlagen
Pickaxe Mountain gilt als eine der am stärksten gesicherten und tiefsten Nuklearanlagen des Landes. Das Gelände liegt unweit der schwer beschädigten Natanz-Anlage und ist Teil eines größeren gesicherten Perimeters, zu dem auch ein weiterer kleinerer Tunnelkomplex gehört. Nach Angaben des Institute For Science And International Security wurde dieser kleinere Komplex ursprünglich im Jahr 2007 erbaut, später ausgebaut und gehärtet und kurz nach dem Krieg im Sommer 2025 versiegelt.

Pickaxe Mountain verfügt über zwei Paare von Tunnelfingern, die unter den Grat des Berges führen, wobei Experten vermuten, dass die Eingänge zu einer einzigen unterirdischen Einrichtung führen, was jedoch nicht bestätigt ist. Der Komplex wird auf mindestens 100 Meter unter dem Berg geschätzt. Pickaxe Mountain selbst ragt 1.608 Meter über den Meeresspiegel hinaus, wobei der östliche Tunneleingang etwa 145 Meter unter dem Bergrücken und der westliche Eingang etwa 100 Meter darunter liegt. Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass die tiefen Tunnelkomplexe nach Einschätzung von Experten selbst für die wirksamsten bunkerbrechenden Bomben im Arsenal der US-Streitkräfte unerreichbar sind.
Intensive Überwachung und Regionale Implikationen
Die US-Führung betont, dass jede Regung auf dem Gelände von Satelliten und hochentwickelten Kameras lückenlos erfasst wird.
„We’re looking at Pickaxe because somebody said there’s a little activity. We have cameras, they can read your name and a badge from space and every area of Pickaxe. If they make any move, we immediately go and do whatever we have to do.“
Präsident Donald Trump
Parallel zu den Drohungen steht die iranische Blockade der strategisch vitalen Straße von Hormuz im Zentrum des Konflikts. Jedes fünfte Fass Erdöl gelangt durch die Straße von Hormuz auf den Weltmarkt, wodurch Teheran die Weltwirtschaft und das Wohlergehen der Golfstaaten als Geisel genommen hat. Trump setzte ein Ultimatum: Gibt Teheran die Straße von Hormuz nicht bis Montagabend frei, will Trump iranische Energieanlagen bombardieren, was laut Berichten zu sicherem humanitären Leid und keinem schnellen Ende des Krieges führen würde.

Der frühere Konteradmiral Mark Montgomery schrieb in der «New York Times» über den Krieg gegen den Iran: „Sollte das Regime mit der Macht überleben, die Straße von Hormuz nach Belieben zu schließen, wird jede Siegeserklärung der Vereinigten Staaten hohl klingen.“ Die iranische Blockade der Straße von Hormuz sei für die USA laut Trump kein Problem und müsse „gegebenenfalls von anderen Nationen, die sie nutzten, beschützt und überwacht werden, da Amerika die Meerenge nicht nutze.
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Dennoch widerspricht die Darstellung der Realität, da der Iran mit seinen Raketen in der Lage ist, schnell und präzise Ziele anzugreifen; so nahmen die Revolutionswächter vergangene Woche eine saudische Raffinerie am Roten Meer ins Visier. Während arabische Golfstaaten derzeit kein Erdöl oder Flüssiggas ohne Absprache mit Teheran exportieren können, passieren Schiffe mit iranischen Rohstoffen weiterhin die Meerenge, und Washington hob am Freitag temporär Sanktionen für iranisches Erdöl auf, das bereits auf Schiffe verladen wurde, um die Preise an den Erdölmärkten zu beruhigen.
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