Tesla hat am 4. Das goldfarbene, fahrerlose Robotaxi verzichtet vollständig auf Lenkrad und Pedale. Während der Dienst nun für die Öffentlichkeit zugänglich ist, bleibt die Flottengröße mit laut Texas Department of Motor Vehicles registrierten 45 Fahrzeugen zunächst gering.
Im Gegensatz zu den bisherigen Robotaxi-Fahrten in sechs US-Städten, die mit Model Y durchgeführt wurden, ist das Cybercab von Grund auf als Dienstleistungsfahrzeug konzipiert. Es gibt keinen Fahrersitz und keine manuellen Bedienelemente, was bedeutet, dass das Fahrzeug ausschließlich über das Full Self-Driving (FSD)-System gesteuert wird.
Technische Details: Induktives Laden und neue Hardware
Das kompakte Coupé setzt auf eine konsequente Aerodynamik mit vollverkleideten Rädern und einem kleinen Heckspoiler. Eine der auffälligsten technischen Neuerungen ist der Verzicht auf einen physischen Ladestecker; das Cybercab wird ausschließlich induktiv über eine Bodenplatte geladen. Im Innenraum erwartet die Passagiere eine Lounge-Atmosphäre mit zwei Sitzen und einem großen Bildschirm für Routen und Medien.
Laut Besucherberichten des Launch-Events werden die Bremsen an jedem Rad einzeln angesteuert, wodurch ein zentraler Hauptzylinder entfällt. Das Fahrzeug nutzt Batterien im 4680-Format mit einer geschätzten Kapazität von rund 50 Kilowattstunden und ein 48-Volt-Niedervoltsystem.
Um die Anforderungen an das unüberwachte autonome Fahren zu erfüllen, kommt ein leistungsfähigerer Computer zum Einsatz als die aktuelle HW4- oder AI4-Hardware in Kundenfahrzeugen. CEO Elon Musk hatte bereits im April betont, dass für eine breite Einführung des unüberwachten FSD eine Version 4.1 oder 4+ notwendig sei. Software-Verbesserungen mit FSD 15 werden für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Betriebsmodell und Preisstrategie unter 30.000 Dollar
Der Verkaufspreis des Cybercab soll unter 30.000 US-Dollar liegen, wobei Musk sogar eine Summe von rund 25.000 Dollar nannte.

Die Produktion läuft seit April in der Gigafactory Texas unter Anwendung des sogenannten „Unboxed“-Prozesses, bei dem Baugruppen parallel montiert werden, um die Stückkosten zu senken. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass nicht nur Flottenbetreiber, sondern auch Privatpersonen Fahrzeuge erwerben und diese in das Robotaxi-Netz einspeisen können, um passives Einkommen zu generieren.”
| Merkmal | Cybercab Spezifikation |
|---|---|
| Sitzplätze | 2 (kein Fahrersitz) |
| Kofferraumvolumen | 20,2 Kubikfuß |
| Max. Gepäckgewicht | 220 Pfund (100 kg) |
| Lademethode | Induktiv (bodenbasiert) |
| Hardware | Version 4.1 / 4+ (leistungsstärker als HW4) |
Nutzungsbedingungen und Sicherheitsauflagen in Austin
Trotz des Starts für die Öffentlichkeit gibt es strikte Einschränkungen. Kinder unter 13 Jahren ist die Nutzung des Cybercab untersagt. Minderjährige zwischen 13 und 17 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen fahren. Zudem ist es nicht möglich, eine Fahrt für eine andere Person anzufordern; Nutzer müssen die Fahrt für sich selbst buchen.
Regulatorischer Druck und die Rolle der NHTSA
Während Tesla den kommerziellen Betrieb ausweitet, verschärft die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ihre Prüfungen.
Expansion und die Lizenz in Nevada
Die Expansion beschränkt sich derzeit nicht nur auf Texas. In Nevada erhielt Tesla Robotaxi LLC am 20. August eine umfassende Lizenz als „Autonomous Vehicle Network Company“. Diese erlaubt den Betrieb von bis zu 5.000 autonomen Fahrzeugen im gesamten Clark County für einen Zeitraum von zwölf Monaten. Zuvor gab es lediglich eine Übergangserlaubnis für zehn Fahrzeuge auf dem Las-Vegas-Strip.”

Trotz dieser Lizenzen bleibt die aktuelle Flotte im Vergleich zu Wettbewerbern wie Waymo klein. Während Tesla etwa 250 fahrerlose Taxis in sechs Städten betreibt, verfügt Waymo über rund 4.000 Fahrzeuge in 14 Städten. In Austin selbst sind derzeit nur 45 Cybercabs registriert.
Die nächste Phase der Einführung in Austin umfasst die Freischaltung von Nachtfahrten, die laut Teslas KI-Chef Ashok Elluswamy in etwa einem Monat möglich sein sollen.