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Sport

Tesla startet öffentlichen Betrieb des Cybercab Robotaxis in Austin

Tesla hat in Austin, Texas, den öffentlichen Betrieb seines neuen, fahrerlosen Robotaxis Cybercab gestartet. Das speziell entwickelte Modell verzichtet vollständig auf Lenkrad und Pedale und setzt zur Navigation ausschließlich auf Kameras und künstliche Intelligenz, während die Steuerung über einen zentralen Touchscreen erfolgt.

Die Markteinführung markiert einen strategischen Wendepunkt für das Unternehmen. Während Tesla bisher primär über den Verkauf von Elektroautos wuchs, sieht die Konzernleitung die Zukunft in Robotern und Robotaxis. Tesla-CEO Elon Musk (55) behauptet, dass die Zweisitzer mit der Zeit den Großteil von Teslas Autoproduktion ausmachen würden. Das Cybercab ist das erste Modell, das von Grund auf als autonomes Fahrzeug konzipiert wurde und nun in Austin erste Passagiere befördert.

Technische Ausstattung und Flottengröße in Texas

Das Cybercab ist ein autonom fahrender Zweisitzer, der bewusst ohne klassische Bedienelemente wie ein Lenkrad oder Pedale auskommt. Das Fahrzeug steuert seine Umgebung allein mittels Kameras und KI. Ein Eingriff durch Menschen ist jedoch möglich: Ein Kontrollzentrum kann bei Bedarf die Kontrolle übernehmen, falls das Fahrzeug Unterstützung benötigt.

Tesla startet öffentlichen Betrieb des Cybercab Robotaxis in Austin
Photo: Spiegel

Die aktuelle Präsenz in Texas ist jedoch noch begrenzt. In dem Bundesstaat sind bislang 45 Cybercabs für den Robotaxi-Dienst registriert. Ergänzt wird diese Flotte durch 375 Model Y, die ebenfalls für den autonomen Fahrdienst angemeldet wurden. Insgesamt sind somit 420 Fahrzeuge registriert, wobei Tesla keine Angaben darüber macht, wie viele davon tatsächlich täglich im Einsatz sind. Bisher kommen in Teslas Robotaxi-Programm ausschließlich Model-Y-Fahrzeuge des Jahrgangs 2025 zum Einsatz, wobei meist noch menschliche Sicherheitsüberwacher die Fahrten überwachen. Seit Januar bietet Tesla der Öffentlichkeit eine begrenzte Anzahl an unüberwachten Fahrten an.

Die Fertigung des ersten Serien-Cybercabs erfolgte in der Gigafactory in Austin. In einem Post auf X am Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass das Fahrzeug vom Band gelaufen ist. Elon Musk schrieb dazu: „Herzlichen Glückwunsch an das Tesla-Team zur Fertigung des ersten Serien-Cybercabs!. Das Unternehmen erwartet den Start der Serienproduktion des Cybercabs für April.

Preisstrategie und Geschäftsmodell für Privatkunden

Tesla plant, das Cybercab nicht nur als Flottenfahrzeug, sondern auch für Privatpersonen zugänglich zu machen. Elon Musk hat angekündigt, dass das Cybercab einmal weniger als 30.000 Dollar kosten soll. Einen endgültigen Verkaufspreis und einen Termin für Privatkunden gibt es aber noch nicht.

Tesla startet öffentlichen Betrieb des Cybercab Robotaxis in Austin
Photo: BILD

Das beabsichtigte Geschäftsmodell sieht vor, dass Besitzer ihre Fahrzeuge selbstständig als Robotaxis Geld verdienen lassen können. Interessenten können sich bereits für den späteren Kauf einzelner Fahrzeuge oder ganzer Flotten registrieren.

Regulatorische Hürden und Sicherheitsstandards

Trotz des Starts in Texas steht Tesla vor erheblichen rechtlichen Herausforderungen. Da die US-Sicherheitsstandards für Fahrzeuge unter Berücksichtigung menschlicher Kontrollsysteme wie eines Lenkrads verfasst wurden, passt das Cybercab nicht ohne Weiteres in die geltenden Regeln. Bisher liegt keine bundesweite Sondergenehmigung für das Modell vor.

Tesla startet öffentlichen Betrieb des Cybercab Robotaxis in Austin
Photo: FAZ

Ein Vergleich mit Wettbewerbern zeigt, dass solche Ausnahmen möglich sind. Das Amazon-Tochterunternehmen Zoox fertigt ebenfalls speziell entwickelte Robotaxis für den Passagiertransport und hat eine staatliche Ausnahmegenehmigung erhalten. Zoox betreibt nun einen begrenzten öffentlichen Dienst in Las Vegas und San Francisco. Für Tesla bedeutet dies, dass für die vollständige Straßenzulassung vermutlich eine spezielle Genehmigung der Regulierungsbehörden für alle Anforderungen nötig werden würde, die das Fahrzeug nicht erfüllen kann.

Wettbewerbsdruck durch Waymo

Im Bereich des autonomen Fahrens befindet sich Tesla derzeit in einer Verfolgerrolle. Während Tesla gerade erst mit dem Cybercab und einer kleinen Anzahl autonomer Model Y beginnt, ist die Google-Schwestergesellschaft Waymo bereits weit fortgeschritten. Waymo betreibt heute schon eine stattliche Flotte vollständig autonomer Robotaxis in zahlreichen US-Städten.

Tesla Begins Cybercab Robotaxi Rides in Austin as U.S. Safety Regulator Evaluates Rollout | APT
Merkmal Tesla (Cybercab/Model Y) Waymo
Betriebsumfang Begrenzt in Austin, Texas Zahlreiche US-Städte
Fahrtenvolumen Nicht genau beziffert (wenige autonome Wagen) Über 500.000 bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche
Technologie-Ansatz Nur Kameras (kostengünstiger, aber umstritten) Komplexere Systeme zur Umfelderfassung

Tesla argumentiert, dass der reine Kamera-Ansatz eine schnellere Skalierung und einen wirtschaftlicheren Betrieb ermöglicht, sobald die Technologie reif für den Alltagseinsatz ist. Marktbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass Elon Musk in der Vergangenheit mehrfach seine kühnen Vorhersagen verfehlt hat. Bereits für das Jahr 2020 versprach er einst eine Million Robotaxis, wovon Tesla bis heute weit entfernt ist.

Ob das Cybercab tatsächlich zu einem massentauglichen Geschäftsmodell wird, bleibt abzuwarten. Ein Start in Europa wurde von Tesla bislang nicht angekündigt, womit die Verfügbarkeit vorerst auf den US-Markt beschränkt bleibt.

FULL VIDEO: Musk’s Tesla Starts Cybercab Rides in Austin as Driverless Expansion Faces Scrutiny|AI1B
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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