Zur Eröffnung der Europäischen Mobilitätswoche am 16. September lädt die Stadt Salzburg im Kurgarten zu einem kostenlosen Fahrradcheck, Frühstück und Informationen rund um das S-bike ein. Gleichzeitig starten in ganz Österreich zahlreiche klimafreundliche Aktionen, darunter autofreie Initiativen und erweiterte Öffi-Angebote.
Die Europäische Mobilitätswoche ist eine jährliche Kampagne, die vom 16. bis 22. September stattfindet und Bürger, Unternehmen und Gemeinden in ganz Europa dazu ermutigt, nachhaltige Mobilitätsalternativen zu erkunden. Die Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein für umweltfreundliche Verkehrsmittel zu schärfen und den Übergang zu nachhaltiger Mobilität zu fördern. In St. Veit wird die Stadt von der Gemeinde St. Veit in Kooperation mit der Radlobby St. Veit und der Klima- und Energie-Modellregion Sonnenland Mittelkärnten vom 15. bis 22. September 2023 zum Schauplatz einer Veranstaltung, die mit einer öffentlichen Fahrradparade am Hauptplatz vor dem Rathaus am Freitag, 15. September 2023, um 14 Uhr startet. An dieser Parade nehmen nicht nur der Stadt- und Gemeinderat, sondern auch Vertreter der Radlobby St. Veit teil. Im Anschluss wird Bürgermeister Martin Kulmer sein Auto verhüllen, da dieser und Stadtrat Walter Brunner in vorbildlicher Weise ihre Fahrzeuge für die gesamte Woche stehen lassen. „Klimaschutz ist das Gebot der Stunde: Wir möchten der Vision, bis 2040 klimaneutral zu werden, mit einer Reihe von Aktivitäten Stück für Stück näherkommen. Gemeinsam mit der Bevölkerung und der Wirtschaft wollen wir Maßnahmen umsetzen. Immer mit dem Ziel, unsere hohe Lebensqualität nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu verbessern“, betont Bürgermeister Martin Kulmer. Stadtrat Brunner ergänzt: „Es lohnt sich nachzudenken, ob es tatsächlich immer das eigene Auto sein muss, um zur Arbeit zu kommen. Die Mobilitätswoche ist eine gute Gelegenheit, um Alternativen auszuprobieren.”
Stadt Salzburg – Europäische Mobilitätswoche
Im Salzburger Kurgarten erwartet die Bevölkerung am Mittwoch, 16. September, ein kostenloses Mobilitätsfrühstück sowie ein direkter Fahrradcheck. Die mobile Radlwerkstatt BikeFlex übernimmt dabei kleinere Reparaturen direkt vor Ort, während Kaffeeliebhaber von „We love Coffeemit der Piaggio Ape mit Bio-Kaffee und selbstgemachten Brownies versorgt werden, solange der Vorrat reicht.
S-bike-Angebot und aktive Mobilität in Salzburg
Im Mittelpunkt der Salzburger Auftaktveranstaltung steht neben dem Fahrradservice auch das neue Bikesharing-Angebot S-bike. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Räder direkt ausprobieren und sich über die Ausleihe per App informieren. Der für das Bauwesen zuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl sagt: „Wer das S-bike ausprobieren will, aber nicht weiß, wie die App und das Ausleihen funktionieren, kann einfach vorbeikommen. Bei der Aktion stellen wir das Angebot vor, helfen, die erste Hürde des Ausprobierens zu nehmen und sammeln Rückmeldungen.
St. Veit macht mit
Auch Markus Huber, der seit dem Frühjahr als Fahrradkoordinator für aktive Mobilität der Stadt Salzburg im Amt ist, begleitet den Aktionstag im Kurgarten. „Seit dem Frühjahr bin ich als Koordinator für aktive Mobilität tätig. Das S-bike ist dabei sicher eines der aktuell größten Projekte. Ich freue mich, wenn es gut angenommen wird und im Alltag der Salzburger:innen genutzt wird“, sagt Huber.”

Bundesweite Kampagnen und Tarife für den Alltagsverkehr
Eine Woche lang die Vorzüge autofreier, klimafreundlicher Mobilität erleben und neue Mittel der Fortbewegung ausprobieren: Dazu finden während der Europäischen Mobilitätswoche zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt. Die weltweit größte Kampagne für nachhaltige Mobilität wird in Österreich durch das Klimaschutzministerium koordiniert. Unter dem Motto „Mix and Move! klimafreundlich mobil“ beteiligt sich Österreich mit vielen abwechslungsreichen Aktionen, bei denen innovative Verkehrslösungen oder vorübergehende Straßenumgestaltungen getestet, Carsharing ausprobiert und Ticketaktionen im Öffentlichen Verkehr genutzt werden können. Den Höhepunkt bildet der Autofreie Tag am 22. September.”
„Mix and Move! klimafreundlich mobil
Alltagsmobilität mit Öffis, per Fahrrad und zu Fuß läuft unter der Devise „Sicher, bequem, kostengünstig und klimaneutral“. Immer mehr Menschen in Österreich nutzen den Öffentlichen Verkehr für ihre Alltagsmobilität, und viele Menschen in größeren Städten haben privat gar kein Auto mehr oder nutzen es immer weniger. Ein Wechsel auf die öffentlichen Verkehrsmittel kann neben den Anschaffungs- und Erhaltungskosten für den privaten PKW, die in etwa 5.500 Euro im Jahr ausmachen, auch bis zu 90 Prozent Emissionen im Gegensatz zum eigenen Auto einsparen. So rücken Öffis in der Beliebtheitsskala immer weiter nach oben und werden auch gerne in Kombination mit Radfahren und Zufußgehen genutzt, was unter anderem die aktuell mehr als 180.000 Nutzer:innen des österreichweiten Klimatickets belegen, die mit sparsamen 3 Euro pro Tag unterwegs sind.”

Sicherheitstipps für den Fahrradstart nach der Winterpause
Wer in der aktuellen Situation für notwendige Fahrten das Rad benutzt, kann sich auf den ÖAMTC verlassen. Die Nothilfe des Mobilitätsclubs steht österreichweit unter der Notrufnummer 120 auch Radfahrern zur Verfügung, wenn die Zufahrt für den Pannenfahrer auf Straßen mit öffentlichem Verkehr möglich ist. Wird das Fahrrad nach einer längeren Pause wieder aktiviert, sollte man die wichtigsten Komponenten überprüfen. Steffan Kerbl, ÖAMTC-Techniker, erklärt: „Wichtig ist, dass sicherheitsrelevante Teile wie Bremsen funktionieren. Die Kette sollte man ölen und wer bei Dunkelheit unterwegs ist, benötigt Beleuchtung. Für Kinder bis 12 Jahre besteht Helmpflicht. Beim Fahrradhelm lohnt eine Sichtkontrolle, z. B. von Verschluss und Riemen.
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