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Unternehmen

PG&E und Edison International: Aktien steigen nach Scheitern von Gesetz

California lawmakers killed Senate Bill 492 on Tuesday after utility companies complained the legislation failed to adequately protect them from catastrophic wildfire costs. The sudden failure triggered a sharp stock recovery for Pacific Gas & Electric and Edison International following days of heavy market losses.

Gescheiterte Gesetzgebung in Sacramento

Ein hektisches Gesetzgebungsverfahren in Sacramento endete am Dienstag abrupt, als die Abgeordneten das umstrittene Haftpflichtgesetz Senate Bill 492 überraschend zurückzogen. Die im Rahmen eines umstrittenen Eilverfahrens zusammengestellte Vorlage sollte am letzten Tag der Sitzungsperiode im Senat und in der Abgeordnetenkammer zur Abstimmung kommen. Nach mehrstuendigen internen Beratungen gaben die demokratischen Fraktionsführer jedoch bekannt, dass keine Stimmen abgegeben werden.

Das gescheiterte Gesetz sollte zwar Entschädigungszahlungen für Opfer von verheerenden Waldbränden beschleunigen, ging den großen Energiekonzernen des US-Bundesstaates jedoch nicht weit genug. Versorger wie Edison International und PG&E hatten kritisiert, dass das Paket die finanziellen Risiken im Falle künftiger Brandkatastrophen nicht ausreichend dämpfe. Gouverneur Gavin Newsom hatte zuvor vorgeschlagen, Versicherungsgesellschaften per Gesetz daran zu hemmenden, Versorger für Brandschäden in Regress zu nehmen, und eine Deckelung der Haftungssummen gefordert. Diese Bestimmungen fehlten in der finalen Fassung jedoch.

Robert Rivas, Parlamentspräsident (D-Hollister), erklärte, das Urteil sei eindeutig gewesen, dass der vorliegende Vorschlag ihres Gouverneurs weder die Unterstützung noch die Rechenschaftspflicht oder die sinnvolle Reform liefere, die Waldbrandopfer und die Kalifornier verdienten.

Massive Marktreaktionen und Kursstürze

Die politischen Turbulenzen hatten an den Börsen bereits am Montag für heftige Erschütterungen gesorgt. Anleger reagierten alarmiert auf den Umstand, dass die politischen Schutzmechanismen im Gesetzestext fehlten. Die Aktienkurse der großen Stromkonzerne stürzten daraufhin massiv ab.

PG&E und Edison International: Aktien steigen nach Scheitern von Gesetz
Photo: eastbaytimes.com

Die Papiere von PG&E sanken um rund 20 Prozent, was den stärksten Tagesverlust seit dem pandemiebedingten Einbruch im März 2020 markierte. Noch härter traf es Edison International, deren Aktien um 23 Prozent einbrachen — der tiefste Kursrutsch des Unternehmens seit mehr als 25 Jahren. Sempra verzeichnete als Muttergesellschaft von San Diego Gas & Electric einen moderateren Rückgang von rund 2 bis 3 Prozent, gestützt durch eine stärkere geschäftliche Diversifikation in anderen Regionen wie Texas und Mexiko.

Als das Gesetz am Dienstag endgültig scheiterte, erholten sich die Kurse der betroffenen Unternehmen teilweise wieder. Edison schloss mit einem Plus von fast 9 Prozent bei $58.80, während PG&E um 6 Prozent auf $14.06 kletterte.

Hintergrund der Haftungskrise um die Eaton Fire

Die intensive Debatte über die finanzielle Absicherung der Versorger steht in direktem Zusammenhang mit den verheerenden Bränden der jüngeren Vergangenheit. Ermittler der Feuerwehr von Los Angeles County hatten in einem 55-seitigen Bericht festgestellt, dass ein stromlos geschalteter, aber nicht abgebauter Übertragungsmasten von Southern California Edison den verheerenden Eaton Fire im Januar 2025 ausgelöst hat.

ALTADENA, CA - JANUARY 31, 2025 - Gerald Pierre, 36, sits in front of a destroyed business after viewing for the first time
Photo: Los Angeles Times

Das Feuer in Altadena forderte 19 Menschenleben und zerstörte mehr als 9.400 Gebäude. Angesichts von Tausenden anhängigen Schadensersatzklagen stehen die Konzerne unter enormem wirtschaftlichem Druck. Dennoch wiesen Verbraucherschützer darauf hin, dass die großen Energieversorger im vergangenen Jahr trotz der Belastungen erhebliche Gewinne erzielt hatten.

Joy Chen und Jamie Court, Vertreter von Every Fire Survivor’s Network und Consumer Watchdog, führten aus: Wenn die Wall Street Edison und PG&E nicht zutraue, zu verhindern, dass sie katastrophale Brände verursachen, solle Kalifornien dieses Problem nicht mit einem weiteren Rettungspaket lösen, sondern Edison und PG&E sollten es lösen, indem sie die Brände stoppen.

Wie es nach dem Scheitern des Gesetzes weitergeht

Nach dem abrupten Ende von Senate Bill 492 steht die Landespolitik vor der Aufgabe, das Problem der explodierenden Waldbrandkosten im Herbst neu anzugehen. Abgeordnete kündigten an, in den kommenden Monaten eine Reihe von Anhörungen abzuhalten, um strukturelle Reformen zu erarbeiten. Gouverneur Newsom ließ indes offen, ob er eine Sondersitzung des Parlaments einberufen wird, um eine umfassende Lösung zu erzielen.

California lawmakers kill wildfire liability bill without vote

Der Gesetzgeber steht vor einem schwierigen Spagat zwischen dem Schutz der betroffenen Brandopfer, der Vermeidung unbezahlbarer Stromtarife für die Verbraucher und der finanziellen Stabilität der Energieversorger, die zur Aufrechterhaltung des Netzes auf private Investitionen angewiesen sind.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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