Die Schweizer TV-Legende Beni Thurnheer hat bei einer Lesung auf dem Rhein offenbart, dass er zu Spitzenzeiten beim Schweizer Fernsehen (SRF) rund 200.000 Franken im Jahr verdiente. Der Kult-Moderator, bekannt durch Sendungen wie Benissimo, stellte klar, dass im Schweizer Fernsehen im Gegensatz zu Deutschland keine Millionen gezahlt wurden.
Beni Thurnheer sprach im Rahmen einer Lesung auf einem Elektrosolarboot über seine langjährige Karriere und gewährte dabei seltene Einblicke in seine damaligen Finanzen. Die Veranstaltung fand im Sommer statt, bei der die bekannte TV-Persönlichkeit aus seinem im Jahr 2025 erschienenen Buch las.
Der finanzielle Weg von 3.000 Franken bis zur Lohnklasse 14 beim SRF
Der Einstieg des Moderators beim Schweizer Fernsehen im Jahr 1973 war bescheiden. Damals unterschrieb Thurnheer seinen ersten Vertrag mit einem Monatslohn von rund 3.000 Franken, wie er bei der Schifffahrt auf dem Rhein verriet. Im Laufe der Jahre stieg das Gehalt kontinuierlich an, bis er schliesslich die Lohnklasse 14 erreichte. Das war die damalige Obergrenze für Angestellte ohne Führungsposition, womit sein reguläres Monatsgehalt bei ungefähr 8.000 Franken lag.
Zu diesem festen Monatslohn kamen jedoch erhebliche Zusatzleistungen hinzu. Grosse Samstagabend-Unterhaltungssendungen und Live-Zuschläge trieben das Jahreseinkommen nach oben. Besonders die von 1992 bis 2012 ausgestrahlte Erfolgssendung Benissimo prägte seine Laufbahn und trug massiv zu seiner Bekanntheit im ganzen Land bei. In seinen besten Zeiten summierten sich all diese Einnahmen auf ein jährliches Total von rund 200.000 Franken.
Firmenmoderationen und der Vergleich zu deutschen Gagen
Ein beachtlicher Teil des Jahreseinkommens stammte gar nicht direkt vom öffentlich-rechtlichen Sender. Rund ein Viertel der Gesamtsumme verdiente der Moderator durch Auftritte und Moderationen bei Firmenanlässen, was etwa 50.000 Franken pro Jahr ausmachte. Trotz dieser beachtlichen Summe für Schweizer Verhältnisse betonte der Moderator, dass die Entlohnung keineswegs mit den Dimensionen in Nachbarländern vergleichbar war. Beim Schweizer Fernsehen verdiente man keine Millionen wie in Deutschland
, erklärte der Moderator und fügte hinzu, dass heute ohnehin niemand mehr in diesen Bereichen bezahlt werde.
Reisen auf Kosten der Konzessionszahler und das neue Buch
Neben den Lohnangaben blickte der 77-Jährige auch humorvoll auf seine zahlreichen Dienstreisen zurück. Als langjähriger Sportreporter und Showmaster bereiste er im Laufe seiner Karriere über 100 Länder. Mit einem Schmunzeln bemerkte er vor dem Publikum, dass er sämtliche europäischen Länder auf Kosten der Konzessionszahler besucht habe.

Diese ausgedehnten Reisen bilden das Kernstück seines Werkes Beni Thurnheer reist um die Welt (siehe Kreditkarte). Darin verarbeitet er seine Erlebnisse anhand alter Kreditkartenabrechnungen, die laut eigener Aussage von einem gewissen Reifeprozess – oder wie andere sagen würden, einem Alterungsprozess – zeugen.
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