Der deutsch-französische Rover Idefix soll 2029 auf dem Marsmond Phobos landen. Oktober 2026. Die Mission zielt darauf ab, erstmals in der Geschichte Proben von einem Marsmond zur Erde zu bringen und dessen rätselhafte Entstehung zu klären.
In wenigen Wochen beginnt eine historische Raumfahrtmission zum Mars und seinen beiden Monden. Oktober starten wird. November. An Bord dieser Sonde reist der deutsch-französische Rover Idefix, der im Jahr 2029 auf dem Marsmond Phobos aufsetzen soll.
Gemeinsamer Start zum Marssystem und Ankunft im Jahr 2027
Der Weg ins Marssystem erfolgt zunächst gemeinsam. Erst bei Phobos trennen sich die Wege der beiden Einheiten.
Nach einer rund einjährigen Flugzeit soll die MMX-Sonde im Jahr 2027 den Mars erreichen und in dessen Umlaufbahn einschwenken. Um den Jahreswechsel 2028/2029 setzt die Muttersonde den Rover dann aus einer Höhe von rund 40 Metern über der Oberfläche frei. Der Absturz erfolgt im freien Fall, wobei sich das kleine Fahrzeug nach der Landung auf Phobos selbstständig aufrichtet und einsatzbereit macht.
Kompakte Bauweise und direkte Landung ohne Hilfsvehikel
Das Besondere an Idefix ist seine extrem kompakte Bauart. Das Gerät ist lediglich so groß wie ein Getränkekasten, wiegt etwa 25 Kilogramm und verfügt dennoch über alle wesentlichen Elemente eines vollwertigen Wissenschafts-Rovers. Wegen des geringen Gewichts und der schwachen Schwerkraft auf dem Himmelskörper kann die Landung direkt auf Phobos erfolgen, ohne dass ein separates Landevehikel notwendig ist.
Die Oberfläche soll Idefix dann 100 Tage lang erkunden. In dieser Zeit wird das Fahrzeug Geschichte schreiben als erster Rover, der jemals Spuren auf einem Marsmond hinterlässt.
Rätselhafte Entstehung der Marsmonde und Probenrückführung bis 2031
Die Monde Phobos und Deimos sind neben dem Erdmond die einzigen zwei Monde im inneren Sonnensystem. Sie sind deutlich kleiner als der Erdmond und weisen keine kugelförmige, sondern eine unregelmäßige Gestalt auf. Während der größte Durchmesser von Phobos knapp 27 Kilometer beträgt, misst Deimos rund 15 Kilometer. Auf Phobos herrschen extreme Temperaturen zwischen minus 150 und plus 30 Grad.
Die Mission soll eine zentrale wissenschaftliche Frage klären: Sind die beiden Monde eingefangene Asteroiden, oder entstanden sie einst nach einem Meteoriteneinschlag auf dem Mars? Um dies herauszufinden, soll ein Rückkehrmodul im Jahr 2031 erstmals Proben von Phobos und damit aus dem Marssystem zur Erde bringen.
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