Drei Tage nach ihrem Tod am 25. August 2026 ist Dolly Parton im engsten Familienkreis in Nashville beigesetzt worden. Die Country-Ikone wurde 80 Jahre alt. Ihre Beisetzung im Woodlawn Memorial Park and Mausoleum fand an der Seite ihres Ehemanns Carl Dean statt, der im März 2025 verstorben war.
August geplanten Auftritts in Dollywood, nachdem ihr behandelnder Arzt ihr von der Reise abgeraten hatte.
Ein Abschied im engsten Kreis in Nashville
Entsprechend ihrem Wunsch fand die Beerdigung im engsten Familienkreis statt, ganz ohne Kameras oder Publikum. Die Sängerin, die über sechs Jahrzehnte im Rampenlicht gestanden hatte, wollte ihren letzten Weg privat gehen. Öffentlich gemacht hat den vollzogenen Schritt ihre Nichte Lainey Mae Parton, die am Tag nach der Trauerfeier einen emotionalen Nachruf auf Instagram veröffentlichte.
In ihrem Beitrag erklärte die Nichte, dass sie mit der Bekanntgabe bewusst gewartet habe, bis ihre Tante gestern beigesetzt wurde
.
„Ich werde sogar die Anrufe um 4 Uhr morgens vermissen und würde alles dafür geben, ihren Namen noch einmal auf meinem Handy zu sehen.“
Lainey Mae Parton, via N TV und WEB.DE
Beigesetzt wurde die Sängerin auf dem Woodlawn Memorial Park and Mausoleum in Nashville. Dort ruht nun auch ihr Ehemann Carl Dean, mit dem sie von 1966 bis zu seinem Tod im März 2025 fast 60 Jahre lang verheiratet gewesen war. Ihr Neffe Bryan Seaver hatte den Bestattungsort bereits im Vorfeld gegenüber US-Medien bestätigt.
Der Wunsch nach einem Bett aus weicher Baumwolle
Wie die letzte Ruhestätte der Künstlerin gestaltet sein sollte, hatte Parton bereits Jahre im Voraus bis ins Detail festgelegt. Ihr Neffe Bryan Seaver berichtete in einem am Todestag veröffentlichten Video von den konkreten Vorstellungen seiner Tante.

„Dolly war Bäuerin, genau wie ihr Vater. Er bestellte den Boden. Sie züchtete Lieder und Glück. Dolly rief mich an und sagte, sie wolle sich in einem wunderschönen Bett aus weicher Baumwolle ausruhen, denn nach einem Leben voller Strasssteine hat sie es endlich verdient, es sich bequem zu machen und etwas Ruhe zu finden.“
Bryan Seaver, via N TV
Das war etwas, worum Dolly mich vor Jahren gebeten hatte, bevor ich es als zukünftige Realität vollständig begriff
, erläuterte Seaver, für den feststeht: Aber die Trauer liegt bei uns, nicht bei Dolly.
Das Lieblingslied des Vaters als musikalischer Wunsch
Auch bezüglich der musikalischen Begleitung ihrer Trauerfeier überließ Parton nichts dem Zufall. Entgegen den Vermutungen fiel ihre Wahl nicht auf einen ihrer eigenen Welthits, sondern auf ein traditionelles Stück. Bereits 2014 verriet sie in einem Interview mit Entertainment Weekly, dass sie sich das alte Country-Gospel-Lied If We Never Meet Again
wünsche.

Der Grund war eng mit ihrer Familiengeschichte verknüpft. Das von Albert E. Brumley im Jahr 1945 geschriebene Stück war das Lieblingslied ihres Vaters Robert Parton Sr. und war bereits im Jahr 2000 bei dessen Beerdigung gesungen worden. Das war das Lieblingslied meines Daddys. Wir haben es bei seiner Beerdigung gesungen, und ich hätte es gern bei meiner
, begründete die Sängerin ihre Entscheidung.

Dennoch hielt sie es für durchaus wahrscheinlich, dass auch ihre berühmte Ballade «I Will Always Love You» gespielt werden würde. Sie erinnerte sich in diesem Zusammenhang an das Jahr 2012, als sie an der Trauerfeier für Whitney Houston teilgenommen hatte: Als sie ihren Sarg hochhoben und das Lied anstimmten, fing ich an zu weinen und dachte: ‚Oh mein Gott.‘ Da traf es mich, dass sie wirklich fort war.
Spenden für die Imagination Library statt Blumen
Anstelle von Blumen bittet die Familie Trauernde und Wegbegleiter um finanzielle Zuwendungen für Partons eigene Stiftung, die Imagination Library. Die Initiative versorgt Kinder weltweit bis zu ihrem fünften Lebensjahr kostenlos mit Büchern.
Das Projekt besaß für Parton zeitlebens einen unschätzbaren Wert, da ihr eigener Vater weder lesen noch schreiben konnte. Von all ihren beruflichen Erfolgen, Auszeichnungen und Projekten bezeichnete die Sängerin die Vorleseinitiative stets als das Werk, auf das sie in ihrem Leben am meisten stolz war.
Neben ihrer Familie reagierten zahlreiche prominente Weggefährten und Künstler weltweit auf das Ableben der Country-Legende. Unter den Trauernden befanden sich unter anderem Miley Cyrus, die Parton als Patentante eng verbunden war, sowie Musiker wie Reba McEntire, Dionne Warwick, George Strait und Kacey Musgraces.