Der VfL Wolfsburg hat am dritten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga ein packendes Offensivspektakel beim Karlsruher SC im Wildparkstadion mit 5:2 (3:2) für sich entschieden (Quelle). Matchwinner für die Gäste war Doppeltorschütze und Vorbereiter Fabian Reese, der die Partie maßgeblich prägte, nach Abpfiff jedoch auch Einblicke in seine emotionale Belastung gab (Quelle).
Fabian Reese führt VfL Wolfsburg zu torreichem 5:2-Auswärtserfolg beim Karlsruher SC
Beide Mannschaften waren vor der Begegnung mit jeweils vier Punkten und einem Erstrundenerfolg im DFB-Pokal in die Spielzeit gestartet. Der Karlsruher SC, trainiert von Maximilian Senft, suchte von Beginn an den Weg nach vorne. Shio Fukuda brachte die Hausherren in der 7. Minute in Führung. Der VfL Wolfsburg zeigte sich jedoch unbeeindruckt und glich kurz darauf durch Alexander Bernhardsson aus (10. Minute), der von Reese mustergültig bedient worden war. Nur wenig später stellte Marvin Wanitzek mit dem 2:1 (12. Minute) den erneuten Rückstand für die Gäste her, ehe Reese selbst mit seinem ersten Treffer zum 2:2 (28. Minute) und Vinicius Souza kurz vor der Pause (45.+2 Minute) die Begegnung zugunsten der Niedersachsen drehten.
Späte Tore sichern den deutlichen Auswärtssieg
Auch nach dem Seitenwechsel drängte der Karlsruher SC vehement auf den Ausgleich. Trainer Tobias Strobl sah eine umkämpfte zweite Halbzeit, in der unter anderem eine strittige Szene im Wolfsburger Strafraum für Diskussionen sorgte: Nach einem Kontakt von Mathys Angely an Noel Eichinger blieb ein möglicher Elfmeter für den KSC in der 77. Minute aus, da Schiedsrichter Lars Erbst weiterspielen ließ und der VAR nach den neuen Vorgaben nicht eingriff.

Stattdessen agierten die Wolfsburger in der Schlussphase eiskalt. Hauke Wahl erzielte nach einer Ecke von Reese und einer Kopfballverlängerung durch Robert Glatzel in der 88. Minute die vorentscheidende 4:2-Führung. In der Nachspielzeit (95.+5 Minute) staubte der auffällige Reese zum 5:2-Endstand ab. Durch diesen Auswärtserfolg kletterten die Gäste vorerst auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Bundesliga, während der KSC den sechsten Rang belegt (Quelle).
Reese von anhaltenden Fan-Pfiffen getroffen
Abseits des sportlichen Erfolges stand vor allem Fabian Reese im Fokus der Aufmerksamkeit. Der Offensivspieler war im Sommer für eine Ablösesumme von kolportierten acht Millionen Euro von Hertha BSC nach Wolfsburg gewechselt, was bei Anhängern seines Ex-Klubs und mit ihnen verbündeten Fans für Unmut gesorgt hatte. Das gesamte Spiel über war Reese bei nahezu jedem Ballkontakt von den KSC-Fans ausgepfiffen worden.

Nach der Partie zeigte sich der 28-Jährige tief getroffen von den Unmutsbekundungen. Jeder sollte sich hinterfragen, wie es ist, wenn man von dreißig-, vierzigtausend Menschen ausgepfiffen wird als 28-jähriger Junge. Ich will kein Mitleid, aber mir tut es weh und mich verletzt es
, erklärte Reese am Mikrofon (Quelle). Er ergänzte, er könne die Reaktionen nicht so leicht abschütteln und nehme sie mit nach Hause. Trainer Tobias Strobl nahm seinen Spieler in Schutz und betonte, der Wechsel sei nicht allein Reeses Entscheidung gewesen (Quelle).
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