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VW Tayron eHybrid: Geräumiges Plug-in-Hybrid-SUV im Test

Das Fahrzeug schließt die Lücke zwischen Tiguan und Touareg und kostet in der Ausstattungsvariante People etwas mehr als 1,3 Millionen Kronen.

Es gibt Fahrzeuge, die schon auf den ersten Metern durch brachiale Leistung oder ein straffes Fahrwerk auffallen. Der Volkswagen Tayron wählt einen anderen Weg. Bei Testfahrten mit dem Tayron 1.5 eHybrid R-Line zeigte sich, wie schnell man sich an das knapp 4,8 Meter lange SUV gewöhnt. Einsteigen, losfahren, wohlfühlen und nach mehreren hundert Kilometern Autobahn erstaunlich entspannt aussteigen, wie Motor1 berichtet.

Abmessungen, Platzangebot und R-Line-Auftritt des VW Tayron

Der Tayron tritt die Nachfolge des Tiguan Allspace an und platziert sich im Modellportfolio zwischen dem klassischen Tiguan und dem Touareg. Mit einer Länge von 4,79 Metern, einer Breite von rund 1,87 Metern und einem Radstand von 2,79 Metern bringt das SUV stattliche Maße mit. Konkret misst der Tayron R-Line 1.5 eHybrid in der Länge 4.792 Millimeter, in der Breite 1.866 Millimeter und in der Höhe 1.666 Millimeter, bei einem Radstand von 2.789 Millimetern. Das Leergewicht liegt bei 1.948 Kilogramm, die maximale Zuladung bei 512 Kilogramm und die zulässige Anhängelast bei 2.000 Kilogramm, während die Stützlast 100 Kilogramm beträgt.

Im Innenraum herrscht kein Platzmangel, wobei der Plug-in-Hybrid ausschließlich als Fünfsitzer angeboten wird. Wegen der verbauten Batterie gibt es in dieser Motorisierung keine dritte Sitzreihe; wer sieben Plätze benötigt, muss auf andere Antriebsoptionen ausweichen. Das Kofferraumvolumen variiert je nach Position der Sitze zwischen 705 und 1.915 Litern. Optisch bleibt das Fahrzeug trotz der R-Line-Ausstattung zurückhaltend. Sportlichere Stoßfänger, beleuchtete Dekorelemente und diverse Details prägen den Auftritt, der in Uranograu und auf 20 Zoll großen „Leeds“-Rädern in Schwarz/Grau glanzgedreht vorfuhr, wobei die filigranen Felgen Geschmacksache bleiben.

Ausstattungslinien und Preisvergleich zwischen People und R-Line

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Preisgestaltung und Positionierung der Ausstattungsvarianten. Während der hier getestete R-Line über 70.000 Euro kostet, positioniert sich die Ausstattungsvariante People als deutlich zugänglichere Option. Wie auto.cz erläutert, schließt das Modell als Äquivalent zum Škoda Kodiaq die Lücke bei den großen SUV von Volkswagen, ohne Preisregionen wie den VW Tiguan in Top-Ausstattung zu erreichen, die sich der Marke von 1,7 Millionen Kronen nähern.

Der vernünftig ausgestattete Tayron People kostet umgerechnet etwas mehr als 1,3 Millionen Kronen. Diese Variante bietet unter anderem verbesserte Scheinwerfer, das Paket für poloautonome Fahrfunktionen namens IQ.Drive, ein 360-Grad-Kamerasystem, eine Memory-Funktion für das automatische Einparken sowie eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum. Käufer können hierbei kleinere 17-Zoll-Räder mit Reifen im Format 215/65 R17 wählen, die eine hohe Flanke ermöglichen, während Testfahrten auf 19-Zoll-Felgen ebenfalls ein hohes Komfortniveau boten.

Innovative Beleuchtung und praktische Bedienelemente im Cockpit

Zu den technischen Besonderheiten gehört das optionale IQ.Light Matrix-System, das bei Dunkelheit Markierungen oder einen Lichtteppich auf die Fahrbahn projizieren kann. Zwei helle Führungslinien zeigen dabei an, wie die Fahrspur verläuft. Reaktionen im Test reichten von anfänglicher Skepsis bis hin zu positiver Überraschung hinsichtlich der Orientierung auf unbeleuchteten Straßen.

„Braucht kein Mensch.“

Motor1

„Okay, irgendwie ist das schon ziemlich cool.“

Motor1

Das Cockpit setzt auf eine einfache und aufgeräumte Struktur. Das Lenkrad greift auf physische Tasten zurück, was im Vergleich zu haptischen Bedienelementen anderer Modelle als vorteilhaft bewertet wird. Der Getriebewählhebel ist als Drehregler ausgeführt. Kritikpunkt am Drehregler ist das Risiko des unbeabsichtigten Einlegens einer Fahrstufe, wohingegen die Ablagemöglichkeiten im Innenraum, darunter Platz für 1,5-Liter-Flaschen in den Türen, eine doppelte Ablage für Mobiltelefone neben der Induktionsladestation sowie ein Brillenfach im Dachhimmel, durchdacht gestaltet sind. Der zentrale Infotainment-Bildschirm arbeitet mit leistungsstarker Hardware und reagiert zügig, lässt sich über eine herunterziehbare Menüleiste bedienen und bietet Direktzugriffe auf Rekuperation und Auto-Hold.

Kritik an Sprachassistenz und offene Fragen im Alltagsbetrieb

Trotz vieler positiver Aspekte traten im Testbetrieb auch deutliche Einschränkungen zutage. Die von Volkswagen integrierte Sprachassistentin IDA erwies sich im Praxisbetrieb als kaum funktionsfähig. Während die Navigation teilweise ordentlich arbeitete, scheiterten einfache Anfragen zu Wetterinformationen oder Nachrichten vollständig. Zudem erfordert die Steuerung des Hybrid-Fahrwerks über das zentrale Display mehrere Bedienschritte, während ein schneller Zugriff über physische Drehknöpfe am Mitteltunnel wünschenswert gewesen wäre. Der Drehregler steuert zwar die Lautstärke und nach einem Druck die Fahrprogramme, lässt jedoch eine direkte Hybrid-Moduswahl vermissen.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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