Wirkstoffe aus der Klasse der SGLT2-Inhibitoren können das Demenzrisiko bei Typ-2-Diabetikern laut einer aktuellen Auswertung von Daten aus dem Zeitraum 2014 bis 2023 um 43 Prozent senken.
Die medizinische Forschung blickt verstärkt auf den präventiven Nutzen etablierter Diabetes-Medikamente bei altersbedingten neurokognitiven Erkrankungen. Während Bewegungsprogramme wie das von der Rockefeller University untersuchte Sprint-Intervalltraining bestimmte Blutproteine verändern, rücken vor allem pharmakologische Ansätze in den Fokus von Kardiologen und Neurologen, um chronischen Folgeerkrankungen vorzubeugen.
SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptoragonisten in der Demenzprävention
Eine groß angelegte Auswertung von Patientenakten mit mehr als 300.000 Typ-2-Diabetikern zeigt deutliche Effekte moderner Wirkstoffklassen. Die Daten aus den Jahren 2014 bis 2023 belegen, dass GLP-1-Rezeptoragonisten das Demenzrisiko im Vergleich zu älteren Medikamenten um 33 Prozent verringern. Noch weiter reicht der Schutz bei SGLT2-Inhibitoren wie Farxiga, die in derselben Untersuchung eine Risikoreduktion von 43 Prozent erreichten.
Diese Ergebnisse werden durch eine weitere Studie der McGill University gestützt. Die Untersuchung an mehr als 450.000 Patienten ergab, dass inkretinbasierte Diabetes-Medikamente das Demenzrisiko im Vergleich zu Sulfonylharnstoffen um 23 Prozent senken, wobei eine längere Therapiedauer und höhere Dosierungen den protektiven Effekt jeweils verstärkten.
Medizinische Wirkungsweise und Indikationen durch SGLT2-Inhibitoren
In der klinischen Praxis dienen SGLT2-Inhibitoren primär der Blutzuckereinstellung. Die Nieren filtern überschüssige Glukose aus dem Blutkreislauf, und die Medikamente blockieren deren Rückresorption in den Körper, wie Dr. Sarah Rettinger, Endokrinologin am Providence Saint John’s Health Center im kalifornischen Santa Monica, erläutert.

Dr. Rettinger verordnet SGLT2-Inhibitoren häufig Patienten, deren HbA1c-Zielwerte mit bisherigen Therapien nicht erreicht werden oder die eine Insulingabe vermeiden möchten. Zudem zieht sie die Medikamente bei bestimmten Begleiterkrankungen wie Herzinsuffizienz, kardiovaskulären Leiden und Nierenerkrankungen in Betracht. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat mehrere Vertreter dieser Wirkstoffklasse sowie zahlreiche Kombinationspräparate zugelassen.
Kardiovaskuläre Vorteile und klinische Risiken im Überblick
Über die reine Blutzuckerkontrolle hinaus bieten die Wirkstoffe erhebliche Zusatznutzen für Herz und Nieren. Für Menschen mit Herzinsuffizienz betonte Dr. Rettinger, dass einige Vertreter dieser Klasse das Sterberisiko selbst bei Patienten ohne Typ-2-Diabetes senken können.

The kidneys play an important role in maintaining stable blood sugar levels by filtering excess glucose in the bloodstream. SGLT2 inhibitors work by blocking the reabsorption of glucose from the kidneys back into the bloodstream. Instead, explained Dr. Sarah Rettinger — an endocrinologist at Providence Saint John’s Health Center in Santa Monica, CA — excess glucose is expelled from the body through the urine. She said that this makes SGLT2 inhibitors “very useful” in helping some people lower their blood sugar levels.
SGLT2 inhibitors are usually not the first line of treatment for people with type 2 diabetes. Dr. Rettinger often prescribes SGLT2 inhibitors to people with type 2 diabetes who are not reaching their HbA1c goals with their current medication regimen.
Recent research suggests that SGLT2 inhibitors may be appropriate for people with type 2 diabetes who are not interested in using insulin to lower their blood sugar.
Dr. Rettinger also considers SGLT2 inhibitors for people with certain comorbid conditions, including cardiovascular disease, heart failure, and kidney disease. The Food and Drug Administration (FDA) have approved several SGLT2 inhibitors and combination drugs to treat type 2 diabetes, such as canagliflozin/metformin (Invokamet, Invokamet XR), dapagliflozin/metformin (Xigduo XR), dapagliflozin/saxagliptin (Qtern), empagliflozin/linagliptin (Glyxambi), empagliflozin/metformin (Synjardy, Synjardy XR), ertugliflozin/metformin (Segluromet), and ertugliflozin/sitagliptin (Steglujan).
Dennoch erfordert der Einsatz eine sorgfältige Abwägung möglicher Nebenwirkungen. Die erhöhte Glukosekonzentration im Urin begünstigt Harnwegs- und Pilzinfektionen. Zudem warnte die FDA bereits im Jahr 2018 vor einer äußerst seltenen, aber lebensgefährlichen bakteriellen Infektion des Beckenbodens, der nekrotisierenden Fasziitis des Perineums, auch bekannt als Fournier-Gangrän.
Angesichts dieser Risiken verzichtet Dr. Rettinger bei Patienten mit einer Vorgeschichte frequent auftretender Infektionen, sehr geringer Knochendichte, Fußulzera oder bei bettlägerigen Personen auf die Verschreibung von SGLT2-Inhibitoren.
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