US-Präsident Donald Trump hat eine neue Angriffswelle gegen den Iran vorerst abgesagt und auf angebliche diplomatische Fortschritte verwiesen. Gleichzeitig kündigte Washington eine massive Ausweitung des wirtschaftlichen Drucks an, während Teheran die Berichte über Verhandlungen dementierte.
Trump sagt Militärschlag ab und fordert Einigung über Straße von Hormus
Das US-Militär stand kurz vor einer neuen Welle schwerer Angriffe auf iranische Ziele, als Präsident Donald Trump am Samstag auf seiner Plattform Truth Social verkündete, er habe die Befehle vorerst zurückgezogen. Grund für die Kehrtwende seien Bitten aus dem Iran und von anderen Staaten der Region gewesen, da nun Umrisse einer Einigung erkennbar seien.
Die Bedingungen für den Verzicht auf neue Militärschläge knüpft Washington demnach an weitreichende Zusagen Teherans. Die Vereinbarung müsse die komplette Öffnung der Straße von Hormus sowie das Ende der von Iran ausgehenden atomaren Bedrohung umfassen. Der US-Präsident betonte, dass auch Israel diese Verpflichtung mittrage, warnte jedoch zugleich, dass die US-Streitkräfte weiterhin voll einsatzbereit seien.

Trump schrieb auf Truth Social: „We have just been asked by Iran, and other Middle Eastern Countries, to hold off any attack in that the perimeters of a deal has been agreed to.“ Er fügte hinzu: „This would include the Immediate, Complete, and Total OPENING OF THE HORMUZ STRAIT, and an end to Iran’s nuclear threat.“ Der Präsident erklärte zudem, die U.S. seien „locked and loaded and ready to gogewesen, stimmten jedoch einer Absage zu, „subject to being able to rapidly make a DEAL.
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Vor diesen Äußerungen hatte Trump erklärt, dass das Land keine Finanzmittel, keine Marine und keine Luftwaffe habe, seine Soldaten und Polizisten nicht bezahle und eine Inflation von 350% verzeichne. Er äußerte sich vor Reportern am Joint Base Andrews vor dem Abflug nach Myrtle Beach in South Carolina zu den militärischen Optionen und der Kontrolle in der Region.
Teheran widerspricht Verhandlungsfortschritten und hält an Kampfbereitschaft fest
In Teheran stießen Trumps Äußerungen auf scharfen Widerspruch. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr wies die Darstellung als unzutreffend zurück, und ungenannte Militärvertreter bezeichneten die Behauptung als neue Lüge. Die iranischen Streitkräfte blieben auf höchster Alarmstufe.
Ein temporäres Waffenstillstandsabkommen lief aus, und ein ranghoher iranischer Offizier erklärte gegenüber Reuters, dass sein Land angesichts der diplomatischen Blockade zu einer „vollständig offensiven“ militärischen Haltung übergehe. Trump erklärte am Dienstag via Truth Social, dass es keinerlei Gespräche oder Unterredungen mit der Islamischen Republik Iran gebe oder angesetzt seien. Er betonte, dass die Seeblockade in vollem Umfang in Kraft bleibe, die Straße von Hormus offen und in Betrieb sei und sämtliche Seeminen entfernt oder detoniert worden seien.”
Jared Kushner, Schwiegersohn und Sondergesandter des Präsidenten, hatte am Montag hingegen einen optimistischen Ton angeschlagen und erklärt, Gespräche mit dem Iran seien nach wie vor im Gange und „wahrscheinlich robuster“ als jemals zuvor. Der fast sechs Monate andauernde Konflikt, der durch gemeinsame US-israelische Angriffe auf den Iran ausgelöst worden war, ist in eine Phase des Stillstands übergegangen. Der Iran droht weiterhin Schiffen in der Meerenge, während Washington erklärt, die Kontrolle über die gesamte Region zu besitzen.”

Der amtierende iranische Verteidigungsminister Madschid Ibn al-Resa erklärte via X, dass die Drohungen aus Washington als psychologische und kognitive Kriegsführung eingestuft würden. Diese Rhetorik diene lediglich dazu, die eigene Gefechtsbereitschaft zu erhöhen und die Abschreckung zu stärken. Den anhaltenden Konflikt kommentierten iranische Offizielle wiederholt kritisch; so betonte der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghchi, dass der erneute wirtschaftliche Druck der USA scheitern werde, genau wie frühere Kampagnen.
Seyed Abbas Araghchi erklärte via X, dass es vor 14 Jahren die heftigsten Sanktionen der Geschichte gegeben habe, die jedoch gescheitert seien. Vor acht Jahren sei die Politik des maximalen Drucks ebenfalls gescheitert, und auch die vor fünf Monaten geforderte bedingungslose Kapitulation habe keinen Erfolg gebracht. Heute folge die Zusage der bislang vernichtendsten Wirtschaftsoperation, die jedoch ebenso zum Scheitern verurteilt sei, da man diesen Film bereits kenne und es sich um dieselben leeren Worte von anderen Drahtziehern handele.
Wirtschaftlicher Druck und Reaktionen der Golfstaaten
Parallel zu den ausgesetzten Militärschlägen kündigte die US-Regierung eine Verschärfung der Sanktionen an. Präsident Donald Trump kündigte vor Kurzem die nach eigener Aussage „wirkungsvollste Wirtschaftsoperation, die je gegen den Iran unternommen wurde“ an.”

In diesem Zusammenhang drohte Washington allen Staaten und Institutionen mit drastischen Konsequenzen, die Teheran unterstützen.
ANY country that allows its financial institutions, businesses, airports, or government entities to provide any type of lifeline to Iran will itself face TREMENDOUS Economic Consequences. Donald Trump, US-Präsident
Die sinkenden Aussichten auf ein Abkommen zur Beendigung des fast sechs Monate andauernden Konflikts ließen die Ölpreise erneut steigen, während die Aktienmärkte nachgaben und die Kreditkosten für große Volkswirtschaften wie die der USA Höchststände seit mehreren Jahrzehnten erreichten. Die Bedenken hinsichtlich der langfristigen inflationären und fiskalischen Auswirkungen der Krise nahmen zu.
Die Spannungen spiegeln sich auch in der Region wider. Das US-Außenministerium forderte am Samstag US-Bürger im gesamten Nahen Osten auf, in Erwägung zu ziehen, die Region zu verlassen oder sich darauf vorzubereiten, auf kurze Sicht abzureisen. Dabei wurde vor Flugauswirkungen und Sicherheitsrisiken gewarnt, da der Konflikt mit dem Iran weiter eskaliert.
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