Zum Inhalt springen
Unterhaltung

Donka Angatscheva leitet erfolgreich das 42. Chopin-Festival in Gaming

Das 42. Chopin-Festival in Gaming endete am 16. August nach vier Tagen voller klassischer Musik. Es war die erste Ausgabe unter der künstlerischen Leitung der neuen Präsidentin Donka Angatscheva, die damit das Lebenswerk des 100-jährigen Festivalgründers Prof. Dr. Theodor Kanitzer übernahm und internationale Künstler in die Region Scheibbs brachte. Die Kartause Gaming, Scheibbs und Lunz am See bildeten die Schauplätze der diesjährigen Konzertreihe, die unter dem Motto „Für Völkerverständigung, Frieden und Freiheit“ stand.”

Generationenwechsel an der Spitze der Chopin-Gesellschaft

Mit der diesjährigen Ausgabe schlug das Chopin-Festival ein neues Kapitel auf. Die international anerkannte Pianistin und Kulturmanagerin Donka Angatscheva übernahm die Präsidentschaft der Internationalen Chopin-Gesellschaft Wien und damit die Verantwortung für das Festival. Sie führt das Werk von Prof. Dr. Theodor Kanitzer fort, der über vier Jahrzehnte das Gesicht der Veranstaltung war und das Festival zu einem der bedeutendsten Klassikfestivals Niederösterreichs machte. Erst vor wenigen Wochen wurde der Kulturvermittler und Brückenbauer zwischen Österreich und Polen anlässlich seines 100. Geburtstags im Wiener Rathaus mit Standing Ovations geehrt. Professor Kanitzer begleitete das Festival auch heuer mit seiner geschätzten Präsenz.

Angatscheva betonte bei ihrer Antrittsrede, dass das Feuer weiter brennen werde – ein Versprechen, das beim diesjährigen Festival bereits sichtbar werden sollte. Laut Janina Lebiszczak, der Sprecherin der Chopin-Gesellschaft, soll das Festival unter der neuen Leitung zwar mit dem „selben Feuer“, aber einer „neuen Handschrift“ durchstarten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung von Frauen in der Hochkultur, was sich unter anderem durch die Einbindung des 1. Frauen-Kammerorchesters von Österreich zeigte, das unter der Leitung von Jimmy Chiang auftrat.””

Musikalische Höhepunkte in der Kartause Gaming

Das Programm vom 13. bis 16. August umfasste acht Konzerte an vier Tagen. Der Auftakt fand am Donnerstag, dem 13. August, im „Dom des Erlauftals“, der Pfarrkirche Scheibbs, statt. Dort gestalteten die Sopranistin Ildikó Raimondi, die Organistin Zuzanna Mika und der polnische Chor Resonans con tutti das Präludium mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms. Am Freitag, dem 14. August, standen zunächst Nachwuchstalente in der Barockbibliothek der Kartause Gaming im Mittelpunkt, gefolgt von der offiziellen Festivaleröffnung nach einem traditionellen Festzug.”

Donka Angatscheva leitet erfolgreich das 42. Chopin-Festival in Gaming
Photo: meinbezirk.at

Ein Höhepunkt des Freitags war das Konzert in der Kartausenkirche, bei dem Donka Angatscheva gemeinsam mit dem 1. Frauen-Kammerorchester von Österreich unter der Leitung von Jimmy Chiang Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 488 und Frédéric Chopins Nocturne cis-moll in der Orchesterfassung präsentierte. Zudem interpretierte Anna Malikova Chopins Klavierkonzert e-moll op. 11, während Lidia Baich eine „Hommage an Johann Strauss“ auf ihrer Violine spielte. Am Samstag, dem 15. August, bot die Matinee „Chopin – wenn Musik Bilder maltvon Peter Kotauczek in der Barockbibliothek eine Verbindung von Kunst und Künstlicher Intelligenz, während Barbara Galante und Pablo Rojas bei einem Dinnerkonzert im Prälatensaal einen Bogen von Béla Bartók bis zu Astor Piazzolla spannten.

Donka Angatscheva leitet erfolgreich das 42. Chopin-Festival in Gaming
Photo: Der Ybbstaler

Die Matinée am Sonntag in der Kartausenkirche stach besonders hervor. Nach Schuberts Impromptu in B-Dur, vorgetragen von Manfred Wagner-Artzt, dem Haydn-Streicherquartett des Motus Quartetts und Chopin-Variationen mit Natalia Rehling, boten Rachel Cheung und der Waidhofner Weltstar Günther Groissböck die „Vier ernsten Gesänge“ op. 121 von Johannes Brahms dar. In der Atmosphäre der Kartause konnte sich die Mischung aus Schlichtheit und existenzieller Tiefe entfalten. Günther Groissböck erwies sich dabei als idealer Interpret, dessen sonorer Bass eine natürliche Autorität besitzt.”

Das Festival, das jährlich Musikveranstaltungen wie die Chopin-Gala arrangiert, bringt renommierte Künstlerpersönlichkeiten und Nachwuchstalente aus Europa, Südamerika und Asien auf die Bühne und würdigt das musikalische Erbe Frédéric Chopins.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.