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Sport

FC Bayern: Palhinha-Wechsel zu Aston Villa gescheitert

Der FC Bayern München treibt die Kaderplanung im Sommer 2026 voran, muss jedoch im Transferpoker um João Palhinha einen Rückschlag hinnehmen. Sportvorstand Max Eberl erklärte am Freitag, dass ein Wechsel des portugiesischen Mittelfeldspielers zu Aston Villa endgültig gescheitert ist, da sich die beteiligten Vereine bei den finanziellen Rahmenbedingungen nicht einig wurden.

Geplatzter Wechsel nach England und die Forderungen der Bayern

João Palhinha

Der von Sport Bild und T-Online gleichermaßen berichtete Transfer von João Palhinha zu Aston Villa steht vor dem endgültigen Aus. Der Premier-League-Klub zeigte starkes Interesse an einer Verpflichtung des 31-jährigen Portugiesen, der beim deutschen Rekordmeister trotz eines noch bis 2028 laufenden Vertrages keine sportliche Perspektive mehr besitzt. Trainer Vincent Kompany plant für die neue Saison nicht mit dem defensiven Mittelfeldspieler. Dennoch kam zwischen den Vereinen keine Einigung zustande, weil Aston Villa den Profi lediglich ausleihen wollte, während die Münchener auf einem festen Verkauf beharrten.

Die Verhandlungen scheiterten an den unterschiedlichen Vorstellungen über die Ablösesumme. Laut Sport Bild forderte der FC Bayern eine Summe zwischen 25 und 30 Millionen Euro für den Leihrückkehrer, der im Vorjahr für kolportierte 51 Millionen Euro von Tottenham Hotspur an die Isar gewechselt war, dort jedoch unter Kompany meist nur als Ergänzungsspieler agierte. Ein Leihgeschäft mit Kaufoption lehnte der Rekordmeister ab.

Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern München

Max Eberl äußert sich zur unberechenbaren Dynamik auf dem Transfermarkt

Ismael Saibari

Eberl betonte, dass der Verein die Situation von Anfang an intern und extern klar kommuniziert habe. Die Rahmenbedingungen nach einer Weltmeisterschaft gestalteten den gesamten Markt deutlich komplexer als gewöhnlich. Bei der Vorstellung von Neuzugang Ismael Saibari (25) erklärte Eberl: „Ich hatte gelesen, Aston Villa hat uns kontaktiert wegen Joao, das ist richtig. Aber mit Aston Villa werden wir keine Einigung hinbekommen. Das funktioniert einfach nicht, weil wir auch nicht in der Situation sind, wirklich alles machen zu müssen, was andere uns aufdrängen. Es gibt eine Gesamtkonstellation, es sind drei Parteien, die sich einigen müssen.“ Eberl ergänzte zudem: „Der Transfermarkt ist nach einer WM anders als normal, aber nicht minder unberechenbar. Wir haben noch fast 2,5 Wochen Zeit und haben von Anfang an sehr klar kommuniziert, sowohl intern als auch extern, wie die Situation ist.”

Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern München

Sacha Boey

Neben Palhinha betrifft diese Ausgangslage auch weitere Profis im Kader. Wie web.de unter Berufung auf den TV-Sender Sky und dpa berichtet, sollen auch Sacha Boey, dessen Vertrag ebenfalls bis 2028 läuft, und Bryan Zaragoza (Vertrag bis 2029) den Verein vor dem Ende der Wechselperiode verlassen. Für alle drei Akteure gilt, dass sie von den Verantwortlichen sportlich nicht mehr berücksichtigt werden, eine zeitnahe Einigung mit abnehmenden Vereinen jedoch nach wie vor aussteht. Zu diesen weiteren Personalien erklärte Eberl: „Es gibt leider bei den Dreien noch keine Einigung bei allen drei Parteien.

FC Bayern: Palhinha-Wechsel zu Aston Villa gescheitert
Photo: web.de

Interessenten für Palhinha und die nächsten Schritte bis zum Deadline Day

Benfica Lissabon

Trotz des geplatzten Wechsels zu Aston Villa bleibt die Zukunft des portugiesischen Nationalspielers offen. Nach Angaben von Sport Bild prüfen der Spieler und sein Umfeld weiterhin sämtliche Möglichkeiten, falls sich ein sportlich und finanziell passendes Angebot ergibt. Aston Villa ist dabei keineswegs der einzige Interessent: Auch der englische Erstligist Newcastle United sowie Benfica Lissabon aus Portugal beschäftigen sich mit dem Mittelfeldspieler. Auch bei diesen Klubs stoßen die finanziellen Forderungen der Münchner bisher auf Widerstand.

"Benfica hasn't given up": Palhinha and Aston Villa reach agreement; proposal REJECTED by Bayern

Der Transfermarkt in Deutschland bleibt noch bis zum 1. September geöffnet. Bis dahin müssen die Verantwortlichen um Eberl entscheiden, ob sich für die Verkaufskandidaten noch tragfähige Lösungen finden lassen. Parallel dazu wird die Personalie des Sportvorstands selbst diskutiert, da der Aufsichtsrat des Klubs am 25. August tagen wird und über eine mögliche vorzeitige Vertragsverlängerung berät. Zu seiner eigenen Situation äußerte sich Eberl am Freitag wie folgt: „Die Position ist so, dass man sich unterhält und dass der Aufsichtsrat die Vorgabe machen muss. Ich habe immer gesagt, ich will meinen Job machen, ich will damit überzeugen, was ich tue. Und Herr Hainer hat gesagt, der Aufsichtsrat wird gute Entscheidungen treffen – und das hoffe ich auch.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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