Yann Massombo hat die Reise zum Auswärtsspiel des SCR Altach gegen Sturm Graz verweigert. Der 26-jährige Mittelfeldspieler könnte vor einem bevorstehenden Wechsel zum Bundesliga-Konkurrenten stehen.
Die Vorbereitungen des SCR Altach auf das Bundesligaspiel wurden von einem personellen Eklat überschattet. Yann Massombo bestritt das Abschlusstraining mit der Mannschaft, verweigerte im Anschluss jedoch den Einstieg in den Mannschaftsbus nach den vorliegenden Informationen. Selbst intensive Einwirkungsversuche mehrerer Teamkollegen blieben erfolglos, um den Franzosen zur Teilnahme an der Auswärtsfahrt in die Steiermark zu bewegen.
Wechselspekulationen und das Interesse von Sturm Graz
Hintergrund der Verweigerung ist ein möglicher, kurzfristiger Transfer zum kommenden Gegner in der 3. Runde der ADMIRAL Bundesliga. Die Grazer zeigten bereits in der Vergangenheit Interesse an dem Mittelfeldspieler. Nach dem Abgang von Ryan Fosso in Richtung Belgien zu Standard Lüttich suchen die Steiermarker nach adäquatem Ersatz, für den Massombo nun als Wunschkandidat gehandelt wird.
Im Lager der Vorarlberger wird zudem kolportiert, dass Sturm-Coach Fabio Ingolitsch den Spieler persönlich kontaktiert haben soll. Demnach sei dem Akteur ein solcher Wechsel nahegelegt worden, da die Planstellen im Mittelfeld durch den Abgang von Fosso neu besetzt werden müssen. Massombo steht beim SCR Altach noch bis 2027 unter Vertrag, wobei im Arbeitspapier eine Option auf ein weiteres Jahr verankert ist. Für einen festen Transfer sind folglich offizielle Verhandlungen zwischen den Vereinen erforderlich.
Reaktionen und Dementis aus den Vereinen
Die Vorwürfe bezüglich der Kontaktaufnahme und eines möglichen Streiks sorgen für unterschiedliche Darstellungen zwischen den beteiligten Klubs. Während in Altach Unruhe herrscht, weist man in der Steiermark jegliche Anschuldigungen zurück, den Spieler aktiv zu einem Streik gedrängt zu haben. Aus dem Grazer Verein heißt es unmissverständlich, dass man ein derartiges Vorgehen niemals unterstützen würde.

Massombo hat sich seit seinem Wechsel im Sommer 2025 zu einer unersetzlichen Säule im Altacher Gefüge entwickelt. In 40 Pflichtspielen steuerte der Leistungsträger fünf Tore sowie fünf Vorlagen bei. Ob und wie sich die vertragliche Situation bis zum Ende der laufenden Transferperiode entwickelt, bleibt angesichts der vertraglichen Bindung bis 2027 abzuwarten.
