Amazon plant in Texas könnte mit bis zu 33 Millionen Tonnen CO₂ jährlich zum größten Klimasünder der USA werden, wenn das geplante Gas-Kraftwerk vollständig in Betrieb genommen wird. Das wäre mehr als doppelt so viel wie das derzeit größte Einzel-Emissionsquellen, ein Kohlekraftwerk in Alabama.
Das geplante Gas-Kraftwerk, das Amazon in Texas für seine Rechenzentren errichtet, könnte nach Angaben der Genehmigungsunterlagen jährlich bis zu 33 Millionen Tonnen CO₂ ausstoßen. Damit würde es den derzeitigen Rekordhalter, das Kohlekraftwerk James H. Miller Jr. in Alabama, um mehr als das Doppelte übertrumpfen, das etwa 16 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr emittiert.
Maximale Emissionen und aktueller Projektstatus
Die 33 Millionen Tonnen CO₂ repräsentieren die maximal zulässige Emissionsmenge des Projekts, jedoch ist unklar, ob das Kraftwerk tatsächlich diese Menge erreichen wird. Das Projekt befindet sich aktuell noch in einer frühen Bauphase. Amazon begründet die eigene Energieversorgung damit, dass dadurch die Stromkosten für texanische Haushalte nicht steigen sollen. Der Konzern betont weiterhin sein Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen und prüft den Einsatz von Solarenergie und Batteriespeichern vor Ort.
Politische Reaktionen in Texas
In Texas sorgt der Rechenzentrumsboom für politischen Gegenwind. Der Bundesstaat hat neue Projekte vorübergehend ausgesetzt, um deren Auswirkungen auf das Stromnetz zu prüfen. Nach Angaben der texanischen Regierung entfallen rund 90 Prozent der neuen Stromanträge auf Rechenzentren. Dies spiegelt ein wachsendes Problem der Technologiebranche wider: Der Ausbau künstlicher Intelligenz führt zu einem starken Anstieg des Energiebedarfs von Rechenzentren.
Energieversorgung und Umweltbedenken
Um langwierige Genehmigungsprozesse für das öffentliche Stromnetz zu umgehen, bauen Tech-Unternehmen wie Amazon, Microsoft, Google und Meta zunehmend eigene Kraftwerke neben ihren Rechenzentren. Diese nutzen oft fossile Brennstoffe, um den Energiehunger der Anlagen zu bewältigen. Das Amazon-Projekt in Texas zeigt, wie stark die Branche von fossilen Energien abhängig ist, obwohl die Unternehmen ihre Klimaziele verfolgen.

Zukünftige Entwicklungen
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