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Welt

Iran und Israel Eskalieren Raketenangriffe: Ölpreise Steigen Deutlich

Iran und Israel haben am 16. Juni 2025 eine neue Welle von Raketenangriffen ausgetauscht, die zu mindestens drei Toten und Dutzenden Verletzten in Israel führten. Während die iranischen Revolutionsgarden eine neue Angriffstaktik beanspruchen, stiegen die globalen Ölpreise aufgrund von Versorgungsängsten im Nahen Osten deutlich an.

Die Spannungen im Nahen Osten haben am Montagmorgen eskaliert, als eine neue Serie iranischer Raketenangriffe israelisches Territorium traf. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom starben drei Personen – zwei Frauen und ein Mann, während 74 weitere verletzt wurden. Die Angriffe markieren den vierten Tag eines offenen Krieges zwischen den beiden Staaten.

Angriffe auf Tel Aviv und Haifa: Neue Taktiken der Revolutionsgarden

In Tel Aviv lösten Abfangmanöver der israelischen Verteidigungssysteme kurz vor der Morgendämmerung heftige Explosionen aus, die schwarze Rauchwolken über der Küstenstadt hinterließen. In Petah Tikva, nahe Tel Aviv, berichteten Behörden, dass Raketen ein Wohngebäude trafen, Wände versengten und mehrere Wohnungen schwer beschädigten. Die israelische Armee (IDF) warnte über Telegram, dass neue Raketensalven aus dem Iran detektiert wurden, und wies die Bevölkerung an, in geschützten Räumen zu bleiben.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Stadt Haifa im Norden. Die britische Sicherheitsfirma Ambrey beobachtete Videoaufnahmen, die zeigen, wie zwei Hyperschallraketen nach Abfangversuchen der IDF einschlugen. In der Nähe des Hafens von Haifa waren Brände an einem Kraftwerk zu sehen, wobei etwa 30 Menschen verletzt wurden.

Die Revolutionsgarden behaupten, eine neue Methode eingesetzt zu haben, die dazu führte, dass die mehrschichtigen Verteidigungssysteme Israels einander angriffen.

Ölpreise und wirtschaftliche Erschütterungen in den USA

Die militärischen Auseinandersetzungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte. Die Märkte reagieren auf die Sorge, dass ein regionaler Konflikt die Ölexporte aus dem Nahen Osten massiv stören könnte.

Parallel dazu berichten US-amerikanische Verbraucher von steigenden Kosten an der Zapfsäule. Laut Daten der AAA stiegen die durchschnittlichen Benzinpreise in einer Woche um 6 Cent auf 3,88 $ pro Gallone – der stärkste wöchentliche Anstieg seit Mitte Mai. Dieser Anstieg wird durch Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus befeuert, einer Schlüsselroute, die vor Beginn des Krieges am 28. Februar einen erheblichen Teil der täglichen globalen Öl- und Gaslieferungen transportierte.

Zusätzlich zu den geopolitischen Risiken belasten ungeplante Raffinerieausfälle in Russland und den USA das Angebot. In den USA kam es zu Störungen in der 146.000-Barrel-pro-Tag-Raffinerie von Marathon Petroleum in Detroit sowie in der 190.000-Barrel-pro-Tag-Anlage von Delta in Trainer, Pennsylvania. Die Energy Information Administration (EIA) meldete, dass die US-Benzinvorräte letzte Woche um 1,9 Millionen Barrel auf 212,1 Millionen Barrel sanken.

Diplomatische Blockaden und die Rolle Russlands

Während die Kämpfe anhalten, gibt es tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten über mögliche Vermittler. US-Präsident Donald Trump äußerte sich gegenüber ABC News offen gegenüber der Idee, Wladimir Putin als Vermittler zwischen Israel und dem Iran einzusetzen.

Frankreich hat diesen Vorschlag jedoch entschieden zurückgewiesen. Präsident Emmanuel Macron erklärte während eines Besuchs in Grönland, dass Russland aufgrund seines eigenen Verhaltens und seiner aktuellen Konflikte nicht über die notwendige Glaubwürdigkeit verfüge.

Strategische Marktdynamik und US-Exportrekorde

Trotz der lokalen Preissteigerungen profitieren US-Raffinerien von der globalen Knappheit an russischen und nahöstlichen Rohstoffen. Die USA fungieren zunehmend als Swing-Supplier für Treibstoffe. Dies führte dazu, dass die US-Exporte von Erdölprodukten in der Woche bis zum 3. Juli einen wöchentlichen Rekord von 8,7 Millionen Barrel pro Tag erreichten.

Photo: usnews.com

Marktanalysten beobachten nun die Exportkapazitäten des Golf von Mexiko. Tom Kloza, Chefenergieberater bei Gulf Oil, wies darauf hin, dass Houston-Händler derzeit darauf wetten, ob für Destillat-Abfahrten ein Volumen von 2 Millionen Barrel pro Tag erreicht werden kann, während konsistente Benzinexporte von 1 Million Barrel pro Tag erwartet werden.

Die politische Lage in den USA verschärft sich durch die Benzinpreise, die während der sommerlichen Hauptfahrzeit zum Politikum für die Republikaner vor den Zwischenwahlen im November werden. Die Trump-Administration hat das Justizministerium bereits angewiesen, mögliche Preisabsprachen oder Wucher durch Ölgesellschaften zu untersuchen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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