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Unternehmen

Palfinger bereitet Entkonsolidierung des Russland-Geschäfts vor

Die Palfinger AG bereitet die bilanzielle Entkonsolidierung ihres Russland-Geschäfts vor und nimmt im dritten Quartal 2026 eine Wertberichtigung von rund 135 Millionen Euro vor. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen am 30. September 2026 in Bergheim entsprechende Schritte zur Stärkung des Ring-Fencings der russischen Beteiligungen.

In einer am 30. September 2026 veröffentlichten Ad-hoc-Mitteilung gab der Vorstand bekannt, dass mit der Umsetzung einer rechtlichen Struktur zur Verstärkung des Ring-Fencings der russischen Beteiligungen konkret begonnen werden soll nach Angaben der Palfinger AG. Dieser Schritt führt zu einer bilanziellen Entkonsolidierung der russischen Einheiten.

Wertberichtigung und operative Ergebnisentwicklung bei Palfinger

Als direkte Folge der Entkonsolidierung werden Vermögensgegenstände des Unternehmens in Russland in Höhe von etwa 135 Millionen Euro im dritten Quartal 2026 ergebniswirksam wertberichtiget wie das Unternehmen mitteilte. Nach den geltenden Buchführungsvorschriften wird dieser Effekt jedoch nicht im operativen Ergebnis ausgewiesen, sondern gesondert als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen verbucht.

Parallel dazu legte der Konzern Kennzahlen für die ersten drei Quartale vor. Für den Berichtszeitraum von Januar bis September 2026 rechnet der Vorstand mit einem EBIT von rund 120 Millionen Euro laut Angaben aus der Aufsichtsratssitzung. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag das operative Ergebnis bei 130,7 Millionen Euro.

Palfinger bereitet Entkonsolidierung des Russland-Geschäfts vor
Foto: Börse Social

Erwartete Belastungen des Net Income durch Währungsumrechnung

Die Sondermaßnahmen belasten das Net Income des Konzerns spürbar. Während die Wertberichtigung das Net-Ergebnis unmittelbar vermindert, drohen in den kommenden Quartalen weitere erhebliche Effekte aus dem Ausgleichsposten der Währungsumrechnung wie die Finanzkommunikation zeigt.

Die genaue Höhe dieser zusätzlichen Belastung hängt stark von der weiteren Währungsentwicklung ab. Nach dem aktuellen Stand schätzt das Management diesen Effekt auf rund 45 Millionen Euro wie Investor-Relations-Leiter Hannes Roither erklärte.

Ausblick und strategische Einordnung des Schritts

Noch im Juli hatte der Konzern im Zuge der Halbjahreszahlen betont, für das gesamte Geschäftsjahr 2026 von einem Umsatz und einem operativen Ergebnis über dem Vorjahresniveau ausgehen mit dem Ziel, ein weiteres erfolgreiches Jahr zu erzielen.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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