Im April 2012 verhängten sieben Wasserunternehmen im Süden und Osten Englands ein Schlauchverbot für rund 20 Millionen Menschen, um Wasserknappheit zu bekämpfen. Die Maßnahme betraf Gartenbewässerung, Autowäsche und andere Nutzung.
Schlauchverbot für 20 Millionen Menschen
Die Verbotsschritte wurden von der Dürrebedrohung ausgelöst, die den Südosten, East Anglia und Teile von Yorkshire betraf. Die Wasserunternehmen, darunter Thames Water, Southern Water, South East Water, Anglian Water, Sutton und East Surrey, Veolia Central und Veolia Southeast, kündigten die Regelungen an, um die Trinkwasserversorgung zu sichern. Die Kunden durften Schläuche nicht für die Bewässerung von Gärten, das Waschen von Autos oder Booten, das Abspritzen von Terrassen und Wegen oder das Füllen von Swimmingpools, Teichen, Springbrunnen und Planschbecken verwenden.
Strafen und Umweltschutz
Die Wasserunternehmen drohten mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Pfund für Verstöße gegen das Schlauchverbot. Das Verbot gilt auch für öffentliche Parks und Kleingärten. Die Unternehmen betonten, dass die Regelungen notwendig seien, um Grundwasserpegel zu schützen, die in einigen Regionen unter den Niveaus von 1976 lagen. Die Umweltbehörde gab an, dass die meisten Talsperren unter dem normalen Niveau lagen und Flussabflüsse sich verringerten.
Begründung der Wasserunternehmen
Peter Simpson, der Managing Director von Anglian Water, erklärte, dass zwei trockene Winter die Flüsse, Talsperren und Aquifere nicht wieder aufgefüllt hätten. Martin Baggs, der Chief Executive von Thames Water, betonte, das Schlauchverbot sei notwendig, um die Wasserversorgung zu sichern. Southern Water schätzte, dass das Verbot den Wasserbedarf um etwa 5 % reduzieren würde.
Kritik und Maßnahmen
Die Umweltbehörde kritisierte die Leckagequoten der Unternehmen und forderte, mehr Ressourcen in die Reparatur von Lecks zu investieren. Im Jahr 2010/11 leckten Wasserunternehmen in England und Wales über 3,3 Milliarden Liter pro Tag. Anglian und Southern waren unter den Unternehmen, die ihre Wasserleckageziele im Vorjahr nicht erreichten. Die Unternehmen betonten, dass die Hauptursache für die Wasserknappheit sei, dass es nicht genug geregnet habe, um die Vorräte wieder aufzufüllen.