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Castlevania: Wie Hitoshi Akamatsu das Horrorspiel prägte

Vor vierzig Jahren schuf Hitoshi Akamatsu mit der Konzeption von „Akumajō Dracula“ eine genreprägende Welt, die als „Castlevania die westliche Welt ein Jahr später kennenlernen sollte. Das 1986 entstandene Werk verbindet klassische Universal- und Hammer-Horrorfilme mit einem harten Spielprinzip, bei dem Simon Belmont mit seiner geweihten Peitsche gegen übernatürliche Kreaturen antritt.”

Fasziniert von klassischen Gruselfilmen entwarf Hitoshi Akamatsu im Jahr 1986 eine für die damalige Zeit ungewohnt düstere Welt. Das unter dem japanischen Titel „Akumajō Dracula“ veröffentlichte Spiel erschien ein Jahr später in der westlichen Welt unter dem Namen „Castlevania, wie Berichte zeigen.”

Hitoshi Akamatsus cineastische Einflüsse und Versteckspiele bei Konami

Akamatsus Karriere als Spielemacher ist nur schwer nachzuvollziehen. Während seiner aktiven Zeit versteckte Konami seine Programmierer hinter Pseudonymen, um sie vor Abwerbungen durch die Konkurrenz zu schützen. Da der kreative Kopf hinter dem Projekt zudem kaum Interviews gab, ranken sich zahlreiche Mythen um ihn. Der Journalist Jack Yarwood versuchte im Jahr 2022, Akamatsus Karriere zu rekonstruieren, und befragte ehemalige Konami-Mitarbeiter, die ihn seit 1983 im Unternehmen verorteten. Demnach arbeitete Akamatsu zuvor unter anderem an dem Arcade-Shooter „Finalizer“ und leitete die Entwicklung eines Sequels zur Filmadaption von „The Goonies“, bevor ihm mit „Castlevaniasein Meisterstück gelang.””

Die kreativen Einflüsse des Entwicklers stammten direkt aus dem fantastischen Kino. Akamatsu liebte insbesondere die Horror-Klassiker der Universal- und Hammer-Studios. Wer sich als Simon Belmont durch das schaurige Pixelschloss kämpft, trifft auf Frankensteins Monster, Dracula, Mumien, Werwölfe, Skelette, Zombies, Fledermäuse sowie auf mythologische Gestalten wie Medusa und Gevatter Tod. Selbst Simons Peitsche ist keine zufällige Wahl, sondern eine bewusste Hommage an den Film „Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes“ aus dem Jahr 1981. Auch die Credits des Spiels spiegeln diese Filmleidenschaft in Form eines Film-Quizes wider, bei dem die Pseudonyme der Entwickler auf Größen des Genre-Kinos anspielen. Akamatsu selbst firmierte unter dem Namen „Trans Fishers– eine Anspielung auf Terence Fisher, den Regisseur zahlreicher Hammer-Horrorfilme.”

Der Einfluss der US-Satanic Panic auf den Titel „Castlevania“

Die ursprüngliche Prämisse des Spiels hätte problemlos das Drehbuch eines Hammer-Films eröffnen können. Graf Dracula kehrt demnach einmal alle hundert Jahre zurück, gerufen von jenen, die sich dem Dunkel verschrieben haben. Im japanischen Handbuch findet diese Rückkehr in einer Osternacht statt, während die Dorfbewohner die Auferstehung Christi feiern und in den Ruinen eines Klosters eine schwarze Messe zelebriert wird. Simon Belmont, der Nachfahre des Vampirjägers Christopher Belmont, zieht daraufhin mit der geweihten Peitsche in das Schloss, um das Unheil zu vertreiben.

Als Konami das Spiel im Jahr 1987 für den nordamerikanischen Markt vorbereitete, herrschte in den USA jedoch die sogenannte „Satanic Panic“, die auch die Popkultur erfasste. Okkulte Themen in Musik, Filmen und Videospielen wurden von Moralpredigern rasch verteufelt. Da der japanische Titel „Akumajō Dracula“ sinngemäß „Dämonenschloss Dracula“ bedeutet, war eine Namensänderung unumgänglich. Konami of America kreierte aus dem Ort des Geschehens und Draculas Heimat das eingängige Kunstwort „Castlevania“.””””

Akamatsus filmische Arbeitsweise und das schwere Gameplay von Simon Belmont

Weggefährten beschreiben Akamatsus Arbeitsweise als ausgesprochen filmisch. Er hielt sein Team dazu an, Bildausschnitte wie Kameraeinstellungen zu betrachten und achtete streng darauf, dass Eingabe, Animation und Wirkung exakt zusammenpassen. Ein bezeichnendes Beispiel für diese Detailverliebtheit zeigt sich bei der Bewegung von Simon Belmonts Peitsche. Wer diese auslöst, muss eine kurze Verzögerung einkalkulieren, in der Simon ausholt, bevor die Peitsche nach vorn schnellt. Damit wollte Akamatsu den Spielern das Gewicht und die Schwere des Schlags vermitteln. Wer sich bei diesem Schlag jedoch verschätzt, ist den Angriffen der zahlreichen Gegner im Schloss hilflos ausgesetzt.

Castlevania: Wie Hitoshi Akamatsu das Horrorspiel prägte

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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