Der 20 Jahre gesuchte Verbrecher wurde am Dienstag in Berlin gefasst, nachdem er sich als Biotech-Unternehmer ausgegeben hatte. Die Polizei bestätigte die Festnahme nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA).
Die Festnahme des 52-jährigen Markus R. markiert das Ende einer jahrelangen Suche nach dem mutmaßlichen Schmuggler, der seit 2006 als Geschäftsführer der Berliner Firma GenoTech tätig war. Die Ermittlungen begannen 2006, als R. im Zusammenhang mit einem Drogen- und Waffenhandel in der Schweiz vermisst wurde.
Die Jagd auf den gesuchten Mann
Laut einer Mitteilung des BKA wurde R. am Dienstag im Rahmen einer Razzia in seinem Büro in der Berliner Innenstadt festgenommen. Die Ermittler gaben an, dass er sich über einen langen Zeitraum als „unbekannter Investor“ in der Biotech-Branche versteckt habe. „Er hat seine Identität sorgfältig verschleiert, doch die Spuren führten uns schließlich zurück, sagte ein Sprecher des BKA.
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Die Rolle der Biotech-Firma
GenoTech, eine Firma, die sich auf genetische Forschung spezialisiert hat, wurde in den Ermittlungen als Schlüsselrolle identifiziert. Laut einem Bericht der „Berliner Zeitungwar R. seit 2015 Teil des Vorstands und hatte Zugang zu sensiblen Daten. Die Firma bestätigte in einer Stellungnahme, dass sie die Zusammenarbeit mit R. eingestellt habe und kooperiere mit der Polizei.
Die Hintergründe des Falles
Die Behörden gaben an, dass R. im Jahr 2006 in der Schweiz in einen Schmuggelring verwickelt war, der Waffen und Drogen über die Grenze schmuggelte. Die Schweizer Polizei hatte ihn damals als „vermisstgemeldet, nachdem er unerwartet verschwunden war. Die Ermittlungen in Deutschland begannen 2018, als ein Informant Hinweise auf R.s neue Identität lieferte.
„Wir haben eine Menge Arbeit geleistet, um ihn zu finden. Es ist ein großer Erfolg für die Ermittlungsbehörden“, sagte der Sprecher des BKA.”
BKA-Sprecher, Bundeskriminalamt
Was jetzt folgt
R. wird vorerst in einer Berliner Justizvollzugsanstalt festgehalten. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob er wegen des Schmuggels und der Verheimlichung seiner Identität angeklagt wird. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte: „Die Verfolgung dieses Falles ist ein klarer Hinweis darauf, dass auch nach Jahrzehnten die Justiz handeln kann.
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