Die Europäische Kommission plant, bis Ende 2026 einheitliche Höchstmengen für Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln festzulegen, wie der Verband der deutschen Pharmazeutischen Industrie (VDPh) in einem Bericht bestätigte. Die Regelung soll den Markt regulieren und Verbraucher schützen.
Die Pläne der Europäischen Union, einheitliche Höchstmengen für Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln zu schaffen, haben den deutschen Markt für Gesundheitsprodukte stark beeinflusst. Laut einem Bericht des Verbands der deutschen Pharmazeutischen Industrie (VDPh) wird die EU bis Ende 2026 konkrete Vorgaben erlassen, um die Sicherheit und Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln zu gewährleisten. Die Regelung folgt auf steigende Anfragen aus der Verbraucherseite und Bedenken bezüglich der Dosierung von Vitaminen.
EU-Plan zur Einheitlichen Regulation
Die Europäische Kommission hat in einem internen Dokument bestätigt, dass sie bis zum 31. Dezember 2026 einheitliche Höchstmengen für Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln einleiten wird. Das Dokument, das der VDPh vorliegt, nennt konkrete Schritte zur Umsetzung der Regelung. „Die EU will damit einen einheitlichen Rahmen schaffen, um Risiken für die Gesundheit zu minimieren und gleichzeitig den Handel zu erleichtern, sagte ein Sprecher der Kommission im Gespräch mit dem VDPh.
Die Regelung betrifft insbesondere Vitamine wie Vitamin A, D, E und C, deren Überdosierung gesundheitliche Risiken bergen kann. Die Höchstmengen werden nach Angaben der Kommission auf der Grundlage von wissenschaftlichen Studien und Risikobewertungen festgelegt. Der VDPh betont, dass die Regelung auch den internationalen Handel mit Nahrungsergänzungsmitteln vereinheitlichen soll, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.
Reaktionen aus der Branche
Die deutsche Pharmazeutische Industrie reagiert gemischt auf die Pläne der EU. Der VDPh begrüßt die Initiative, betont jedoch, dass die Umsetzung der Regelung „sorgfältig und transparent“ erfolgen müsse. „Wir hoffen, dass die Höchstmengen auf der Grundlage aktueller Forschung und nicht politischer Interessen festgelegt werden, erklärte ein Sprecher des Verbands.
”
Einige Hersteller warnen davor, dass die Regelung die Innovation in der Branche behindern könnte. „Die Festlegung von Höchstmengen könnte dazu führen, dass Unternehmen weniger Risiken eingehen, um neue Produkte zu entwickeln, sagte ein Vertreter des Unternehmens BioVital. „Es ist wichtig, dass die Vorgaben flexibel genug sind, um Innovationen nicht zu unterdrücken.
Zukünftige Schritte und Unsicherheiten
Die EU-Kommission hat angekündigt, im Herbst 2026 einen Entwurf für die Regelung vorzulegen. Der Verband der deutschen Apotheker (ABDA) fordert, dass die Vorgaben „schnell und effizient“ umgesetzt werden, um Verbraucher zu schützen. Gleichzeitig bleibt unklar, wie die Regelung in den einzelnen Mitgliedstaaten umgesetzt werden wird. Die ABDA betont, dass eine einheitliche Umsetzung entscheidend für den Erfolg der Regelung sei.”
Die genauen Höchstmengen für die einzelnen Vitamine werden noch in der nächsten Phase der Diskussion festgelegt. Der VDPh kündigte an, sich aktiv an den Beratungen zu beteiligen, um sicherzustellen, dass die Vorgaben „wissenschaftlich fundiert und praktikabelsind. Bis dahin bleiben viele Fragen offen, insbesondere bezüglich der Umsetzung in nationalen Gesetzen und der Kontrolle durch die Mitgliedstaaten.