Die Aktie von IBM ist am Dienstag, den 14. Juli 2026, eingebrochen, nachdem das Unternehmen vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal herausgab. IBM meldete vorläufige Umsätze von 17,2 Milliarden US-Dollar.
Umschichtung von Capex bei IBM-Kunden
Der Absturz der Aktie folgt auf die Mitteilung, dass Kunden ihre Investitionsausgaben (Capex) umschichten. Kunden verschoben ihre vierteljährlichen Investitionsausgaben auf Server, Speicher und Speicherplatzkäufe, um sich vor erwarteten Preiserhöhungen versorgungskritische Infrastruktur zu sichern. IBM sieht sich mit einem Umfeld konfrontiert, in dem der Fokus der Kunden auf der physischen Infrastruktur liegt, was die Einnahmen unter Druck setzt.
Zusätzlich belasteten Lieferkettenengpässe sowie langsamere als erwartet verlaufende Verkäufe im Bereich Mainframes und der dazugehörigen Software das Ergebnis. IBM führt die schwachen Zahlen explizit auf die Priorisierung von Hardware-Ausgaben durch die Kunden zurück.
Arvind Krishna erläutert vorläufige Ergebnisse
In einem Brief an die Investoren, der am 14. Juli 2026 veröffentlicht wurde, erläuterte Arvind Krishna die vorläufigen Ergebnisse. Das Unternehmen betonte, dass die endgültigen Zahlen noch in der Abstimmung seien und leicht abweichen könnten.
| wp:table | Kennzahl | Vorläufiger Wert (Q2 2026) | Trend |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 17,2 Milliarden USD | +1 % | |
| Software-Umsatz | Nicht spezifiziert | +5 % | |
| Consulting-Umsatz | Nicht spezifiziert | Gleichbleibend (+1 % bei konstanter Währung) | |
| Infrastruktur-Umsatz | Nicht spezifiziert | Rückläufig (-7 %) | |
| Aktienkurs-Einbruch | Starker Rückgang | Dienstag |
Trotz eines Umsatzwachstums von einem Prozent verfehlte IBM die Prognosen. Ein wesentlicher Faktor für das Verfehlen der Ziele war, dass zahlreiche große Deals nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.
IBM Aktie fällt um 25 Prozent
Die Reaktion der Märkte war unmittelbar. Die Aktie von IBM fiel um 25 Prozent.
Die Situation wird als Teil eines breiteren Sektoren-Routs gewertet, bei dem die Erwartungen an die Monetarisierung von KI-Strategien auf die Realität der Budgetverschiebungen bei den Unternehmenskunden treffen. Während die Software-Sparte mit einem Plus von fünf Prozent Wachstum zeigt, bleibt die Infrastruktur-Sparte ein Sorgenkind, da hier die Umsätze sanken.
Verluste im Mainframe-Geschäft
Die Investoren stehen nun vor der Frage, ob IBMs Strategie, die eigene Infrastruktur an den KI-Trend anzupassen, schnell genug greift, um die Verluste im Software- und Mainframe-Geschäft auszugleichen. Die endgültigen Quartalszahlen, die IBM noch finalisieren muss, werden die präzise Dimension des Schadens bestimmen.
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