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USA Verhängen Blockade Irans – Trump Stricht 20-Prozent-Gebühr Nach Kritik

Diese Maßnahmen folgen auf iranische Angriffe gegen kommerzielle Tanker und US-Schläge gegen militärische Anlagen in Iran, während ein vorläufiges Waffenübereinkommen zwischen beiden Ländern kollabierte.

Donald Trump und die 20-Prozent-Gebühr für den Hormuz-Sunda

Präsident Donald Trump erklärte über seine Plattform Truth Social, dass die USA ab sofort als „Wächter der Straße von Hormuz“ fungieren werden. Um die Sicherheit in diesem volatilen Gebiet zu gewährleisten, forderte er eine Erstattung in Höhe von 20 Prozent auf alle transportierten Ladungen. Diese Gebühr sollte laut BBC sämtliche Kosten decken, die für die Bereitstellung von Sicherheit und Schutz in der Wasserstraße anfallen.

Donald Trump und die 20-Prozent-Gebühr für den Hormuz-Sunda
Donald Trump und die 20-Prozent-Gebühr für den Hormuz-Sunda
Photo: BBC

Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft war unmittelbar kritisch. Das deutsche Reedereiunternehmen Hapag-Lloyd bezeichnete die Pläne, in internationalen Gewässern Gebühren zu erheben, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters als „grundlegend falsch“, wie DW berichtete. Auch die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) betonte, dass es keine rechtliche Grundlage für obligatorische Mautgebühren bei der Durchfahrt durch internationale Meerengen gebe.

Kurz nach der Ankündigung vollzog Trump jedoch eine Kehrtwende. Er teilte mit, die 20-Prozent-Gebühr zu streichen und stattdessen auf Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten zu setzen, die „massiv“ in die Vereinigten Staaten investieren würden, so The Independent. Trotz dieser Änderung blieb die US-Navy-geführte Joint Maritime Information Center bei der Durchsetzung der Blockade aller iranischen Häfen und Ölterminals ab dem 14. Juli, 20:00 Uhr GMT.

Angriffe auf Tanker und die Reaktion der Golfstaaten

Die Eskalation wurde durch iranische Angriffe auf kommerzielle Schifffahrt getrieben. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verurteilten einen „dreisten“ Angriff mit Marschflugkörpern auf zwei nationaler Tanker, die MT Al Bahiyah und die MT Mombasa. Bei diesem Angriff wurde ein indischer Seefahrer getötet und acht weitere Personen verletzt, darunter sechs Inder und zwei Ukrainer, wie das Verteidigungsministerium der VAE über X mitteilte.

Indien reichte daraufhin einen „starken Protest“ in Teheran ein, nachdem ein indischer Seemann getötet worden war, berichtete DW.

US-Militärstrategie: Kamikaze-Boote und Präzisionsschläge

Als Antwort auf die Bedrohungen der Handelswege setzte das US Central Command (CENTCOM) neue taktische Mittel ein. In einem operationellen ersten Mal wurden unbemannte Kamikaze-Boote vom Typ Corsair eingesetzt, um eine U-Boot- und Schiffswartungsanlage in der Marinebasis von Bandar Abbas anzugreifen. Bildmaterial von Centcom zeigte, wie diese Drohnenboote in Kais krachten und massive Explosionen auslösten.

Donald Trump says U.S. will restart Iran blockade as agreement crumbles

For more on this story, see USA-Iran-Abkommen: 300 Milliarden für Teheran, Sanktionen enden.

Die US-Luftwaffe und Marine konzentrierten sich laut Aljazeera auf die Degradierung der iranischen Fähigkeit, die Schifffahrt anzugreifen.

  • Iranische Luftverteidigungssysteme und Küstenradaranlagen.
  • Raketen- und Drohnenkapazitäten.
  • Militärische Einrichtungen in Bushehr, Chah Bahar, Jask, Konarak und Abu Musa.
  • Ziele auf der Insel Qeshm und in der Hafenstadt Bandar Abbas.

In Iran wurden die Auswirkungen spürbar.

Iranische Vergeltung in Bahrain, Kuwait und Jordanien

Teheran reagierte mit einer geografisch ausgeweiteten Serie von Angriffen. Die IRGC gab an, US-Militäranlagen in Bahrain, insbesondere in Juffair und auf der Sheikh Isa Air Base, angegriffen zu haben. In Bahrain lösten Behörden Sirenen aus und warnten die Bevölkerung, sich in Sicherheit zu bringen. In Kuwait zielte die IRGC auf eine US-Raketenbasis und zerstörte laut eigenen Angaben zwei HIMARS-Starter sowie Munitionslager.

Iranische Vergeltung in Bahrain, Kuwait und Jordanien
Photo: dw.com

Auch Jordanien wurde ins Visier genommen. Das jordanische Militär meldete die Abfangung von vier Raketen, die aus iranischem Gebiet kamen. Die IRGC behauptete, die Prince Hassan Air Base angegriffen und Treibstoffdepots sowie Munitionslager in Brand gesetzt zu haben. In Oman meldete die IRGC die Zerstörung von Langstrecken-Luftradarsystemen (FPS) und Schiffserkennungsradaren, wie Aljazeera detailliert.

Diplomatische Blockade und wirtschaftliche Folgen

Die militärische Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund eines fast vollständigen Zusammenbruchs eines im Juni geschlossenen Memorandum of Understanding (MoU).

Die ökonomischen Auswirkungen zeigten sich unmittelbar an den Rohstoffmärkten.

Die Tage sind vorbei, in denen uns jemand angreift und wir nicht mit einem entscheidenden Schlag zurückschlagen.

Israel, der engste Verbündete der USA in der Region, warnte Teheran explizit vor weiteren Angriffen. Benjamin Netanyahu betonte, dass man nicht darauf zählen solle, dass es ruhig bleibe, falls Israel angegriffen werde.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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